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4.Tag (25.Februar 2013)

Apache Trail, Watson Lake, Prescott Area

 

 

 

Das Motto des Tages heute war ganz eindeutig: Sonne! Die Wolken von gestern scheinen weit weg zu sein, ich hab nicht einen einzigen Fitzel davon mehr gesehen. Dazu angenehme Temperaturen so um die 18 - 20°C, was will man mehr!? Bevor es auf den Apache Trail ging habe ich noch kurz in Goldfield gehalten, WENN man schon einmal die Gelegenheit hat eine "Ghost Town" ohne andere Menschen zu sehen sollte man das zu dieser frühen Stunde auch nutzen.

 

Goldfield Ghost Town

 

Goldfield Ghost Town

 

Goldfield Ghost Town

 

Ich mache allerhand Fotos im Licht der aufgehenden Sonne und werde irgendwann dabei von einer Art "Müllmann" angesprochen, vermutlich war es so eine Art Goldfield-Hausmeister. Er wollte wissen ob ich professioneller Fotograf bin und die Absicht habe die Bilder später zu verkaufen. Ja ne, ist klar … ich wusste gar nicht das ich so professionell aussehe *lach* Nachdem ich ihm sagte das es lediglich für mich und meine Familie ist war aber alles okay.

 

Old Car Goldfield Ghost Town

 

Ich setze die Fahrt fort, theoretisch könnte ich noch den Lost Dutchman State Park mitnehmen, der liegt quasi gleich nebenan – dieser interessiert mich aber irgendwie nicht so richtig. Es geht also tatsächlich bei strahlendem Sonnenschein auf den Apache Trail ... das ich DAS noch erleben darf. Letztes Jahr Schnee, gestern Regen … aller guten Dinge sind anscheinend tatsächlich drei!

 

Los geht's ...

 

Bis zum Ende des asphaltierten Teils ist mir nicht ein einziges Auto begegnet, es ist fast wie ausgestorben hier ... würden nicht hier und da ein paar Vögel zwitschern könnte man fast denken man ist in einem Endzeitfilm - nur in schön.

 

 

Selbst bei Tortilla Flat ist rein gar nichts los ... wenn ich da an letztes Jahr denke, kann man sich das eigentlich gar nicht so richtig vorstellen. Da hat man hier nichtmals mehr einen Parkplatz gefunden!

 

Tortilla Flat

 

Irgendwann endet der Asphalt ... und auch wenn es die ersten paar Meilen noch recht gemütlich zu geht, die Strasse ist in einem relativ erbärmlichen Zustand zwischendurch! Hier und da sind aber bereits Grader unterwegs die das an diversen Stellen wieder zu reparieren versuchen.

 

Grader bei der Arbeit

 

Es bringt zwar teilweise nicht wirklich viel was der da so mit seinem Gefährt veranstaltet, aber immerhin besser als gar nichts ...

 

Zwischendurch geht es auch mal steil nach unten ...

 

Einfach nur schön ...

 

 

 

Fast drei Stunden habe ich für den kompletten Apache Trail ONEWAY mit etlichen Fotopausen benötigt, unterwegs sind mir dabei keine fünf Autos entgegen gekommen, einfach wunderbar wenn man hier auch noch so wenig Verkehr hat und ein ganz klarer Pluspunkt wenn man zu dieser frühen Jahreszeit unterwegs ist!

 

Traumstraßen dieser Welt, der Apache Trail ist eine davon!

 

Apache Lake im Hintergrund

 

Langsam kommt man zum Ende ...

 

... erkennbar daran das es immer schmaler wird.

 

Zum Ende des Apache Trails gelangt man schließlich zum Roosevelt Damm, ab hier hat man wieder Asphalt unter den Reifen.

 

Das Ende ist erreicht, der Roosevelt Damm

 

 

Danach folgte ein kurzer Abstecher zum Tonto Ntl.Monument, das liegt ja quasi "umme Ecke" wie der Ruhrpottler zu sagen pflegt. Ich bin aber nicht hoch gelaufen, ein paar Bilder vom Parkplatz aus mussten reichen. Irgendwie fehlte mir der Elan an dem Tag, ich glaub ich werde alt *hust*

 

Tonto National Monument

 

Auch die Aussicht vom Monument unten ins Tal kann sich sehen lassen ...

 

Scenic View am Tonto National Monument

 

Zurück nach Phoenix bin ich dann oben rum gefahren, eigtl.wollte ich nämlich auf dem Weg nach Prescott noch zum Agua Fria Ntl.Monument. Nachdem ich aber nochmal nachgesehen habe was da überhaupt so los ist hab ich's mir geklemmt, ist mir irgendwie zu nichtssagend. Die dadurch gewonnene Zeit hab ich dem Watson Lake gewidmet - eine SEHR gute Entscheidung wie ich hinterher gefunden habe!

 

Watson Lake

 

Watson Lake

 

Watson Lake

 

 

 

Ich bin fast 4 Stunden überall oben und unten rumgekraxelt und vorne bis zum Damm gewesen, theoretisch hätte ich auch noch unten HINTER den Damm gehen können - aber irgendwo muss dann auch mal gut sein.

 

Yeah!

 

Sehr schön fand ich auch die Stelle unten am Steg, von der wusste ich bisher gar nichts. Einige Vogelfotografen (gibt es sowas?) haben mich allerdings die ganze Zeit irgendwie blöd angeguckt als ich da rumgekreucht bin und somit beschränkte sich mein Aufenthalt auf wenige Minuten. Schade, hier wäre ich gerne noch länger geblieben! Und das alles wegen ein paar Enten die sie versucht haben zu knipsen ...

 

Steg am Watson Lake

 

Ich bin dann kurz nach Sonnenuntergang von einem Ranger (oder irgend sowas in der Art) quasi rausgeschmissen worden weil es ja nur ein Daylight Park ist. Sobald die Sonne weg ist wird also dicht gemacht ... naja. Der Watson Lake hat mir jedenfalls auch beim zweiten Mal recht gut gefallen und gerade wenn hier die letzten Sonnenstrahlen über die Felsen kriechen entsteht eine ganz besondere Stimmung.

 

Watching the sunset ...

 

Watson Lake Sunset ... einfach nur traumhaft schön!

 

Watson Lake Sunset ... einfach nur traumhaft schön!

 

Mehr Bilder vom Watson Lake gibt es in Kürze in einer separaten Bildergalerie, ich habe hier SO VIEL geknipst das es den Reisebericht glaube ich sprengen würde!

 

Morgen geht es dann zu den spirituell erleuchteten Vortexen nach Sedona … da hab ich bisher auch immer Pech mit dem Wetter gehabt irgendwie. Vorbereitet hab ich rein gar nichts, ich hoffe einfach mal das ich vom letzten Jahr noch genug Input im Kopf habe das ich ungefähr weiss was man dort so anstellen kann. Mal sehen ...

 

Ich bin heute übrigens 500km gefahren, nur frage ich mich wo die gewesen sind. Schaut man auf eine Karte ist der Step von Scottsdale nach Prescott nicht weit, aber so kann man sich manchmal täuschen. Vielleicht auch mal wieder ein Hinweis an alle Ersttäter, die leider oft viel zu optimistisch Ihre Routen planen und hinterher dann enttäuscht sind weil der Urlaub hauptsächlich im Auto verbracht wird! Die morgige Etappe ist aber definitiv schön kurz ...

 

 


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