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12.Tag (05.März 2013)

Death Valley, Alabama Hills

 

 

 

Eigentlich wollte ich heute irgendwo zum Sonnenaufgang schon im Death Valley sein, aber wie mittlerweile so oft in diesem Urlaub starte ich den Tag vollkommen relaxt und viel zu spät. Daher bin ich erst gegen 9 Uhr am Parkeingang, zum inzwischen … wievielten Mal eigentlich? Ich weiss es gar nicht mehr so genau. Erster Stopp ist wieder der Zabriskie Point, ursprünglich will ich hier erst zum Sonnenuntergang hin, das war im Prinzip auch der einzige Grund für mich die Übernachtung heute in Beatty zu planen und nicht irgendwo anders. Doch im Laufe des Tages sollte es wieder einmal anders kommen … aber dazu später mehr.

 

Zabriskie Point

 

Zabriskie Point

 

Zabriskie Point

 

Ich bleibe eine ganze Zeit am Zabriskie Point und setze mich auf die bekannte Bank dort, Leute kommen und gehen … einige Deutsche sind irgendwann auch dabei. Grund genug wieder weiterzufahren :-)

 

Zabriskie Point

 

7Nächster Stopp, Golden Canyon. Dort war ich bisher noch nicht, und im Moment sind die Temperaturen noch angenehm. Ich beschließe ein bisschen den Canyon hoch zu wandern. Alles hier erinnert mich ein wenig an den Trail zur Natural Bridge, bloss ohne Natural Bridge.

 

Golden Canyon

 

Golden Canyon

 

Irgendwann drehe ich um, obwohl ich den letzten freien Platz vorhin auf dem Parkplatz unten ergattern konnte bin ich die ganze Zeit niemandem begegnet. Wo sind die bloss alle hin? Theoretisch könnte man von hier aus hoch zum Zabriskie Point laufen, wo ich ja eben noch gewesen bin – aber wer tut sich so etwas freiwillig an? Egal …

 

Mein nächstes Ziel war Badwater, der tiefste Punkt der gesamten USA. Auf dem Weg dorthin kommt man noch am sehenswerten Devils Throne vorbei, einer bizarren Gesteinsformation aus Baselisk.

 

Devils Throne

 

Ob der Teufel hier drauf Platz nehmen würde!? Nichts genaues weiss man nicht. In Badwater fliegt mir erst einmal beim öffnen der Autotüre alles was lose auf der Rückbank gelegen hat wild hin und her, SO windig ist es hier! Hm, was ist nun bitteschön los? Ich denke mir erstmal nichts dabei und marschiere los in Richtung … irgendwohin halt!

 

Badwater

 

Badwater

 

Man muss schon eine ganze Ecke laufen um dorthin zu gelangen wo es sich fototechnisch noch lohnt die Salzformationen abzulichten ...

 

Badwater

 

... ZU plattgetreten sind sie in den Bereichen wo der Massentourismus in Form von asiatischen auf-der-Flucht-Reisegruppen Einzug gehalten hat. Das beobachte ich auch heute noch gleichermaßen kopfschüttelnd und mit Fragezeichen über den Kopf wie 10 Jahre zuvor … Bus kommt, Türe auf, gefühlte 200 Asiaten steigen aus, knipsen völlig rücksichtslos auf andere Anwesende mit Ihren Handys alles was nicht rechtzeitig flüchten konnte, machen irgendwelche bekloppten Posen wenn sie sich selber ablichten und verschwinden wie durch einen Hokus Pokus nach 5 oder maximal 10 Minuten wieder genauso schnell wie sie angekommen sind. Das ganze ist glaube ich nur noch zu toppen von einem Schwarm Heuschrecken der ganze Landstriche verwüstet und dann weiterzieht. Merkwürdig alles!

 

Zurück am Auto halte ich noch am Devils Cornfield, auch hier habe ich wieder das Vergnügen die Location mit einer Reisegruppe teilen zu dürfen müssen. Aber zum Glück braucht man ja nur wenige Meter ins Kornfeld zu spazieren ist ist so gut wie alleine.

 

Devils Cornfield

 

Als nächstes fahre ich den Scenic Drive bei der Artists Palette, immer wieder steige ich aus und mir wir langsam klar das der Wind heute glaube ich nicht mehr weniger wird! Trotzdem ist die Strecke einfach nur wunderbar zu fahren.

 

Artists Drive

 

Artists Palette

 

Am frühen Nachmittag bin ich schließlich an der Furnace Creek Ranch, hier hole ich mir erstmal ein Eis und mache fast eine Stunde Pause danach. Wie jedes Mal hier folgt der obligatorische Blick auf den Preis für eine Gallone Sprit an einer der teuersten Tankstellen der gesamten USA. Wow, da bekommen selbst Amerikaner langsam Schnappatmung, wobei 6 US$ ja im Prinzip immer noch billig sind wenn man es umrechnet auf den Preis pro Liter.

 

Die Spritpreise sind auch nicht mehr das was sie mal waren

 

Als nächstes WOLLTE ich eigentlich zu den Dünen bei Stovepipe Wells, bedingt durch den starken Wind lag hier allerdings SO viel Sand in der Luft das an fotografieren nicht zu denken war! Und auch mein Hauptgrund überhaupt hier im Death Valley zu übernachten, der Sunset am Zabriskie Point, war in weite Ferne gerückt. Irgendwie verging mir die Lust darauf in Anbetracht der Wetterlage. Aber was tun? Das Hotel in Beatty war blöderweise nicht stornierbar und Internet um irgendwo etwas anderes spontan zu buchen gab es hier ja weit und breit nicht – dachte ich zumindest. Bei Stovepipe Village hab ich allerdings ein freies WiFi Netz vom örtlichen Hotel gefunden und konnte somit das Best Western in Lone Pine klar machen für heute Nacht - zumindest DACHTE ich die Buchung sei durchgegangen, war sie aber nicht wie sich später herausstellen sollte. In Lone Pine wollte ich zwar erst übermorgen übernachten, aber was soll's. Hauptsache weg hier … der Sturm ging mir total auf den Zeiger!

 

Ohne großartig auf die Geschwindigkeit zu achten mache ich mich besser gelaunt wieder auf in Richtung westlichen Parkausgang. Kurz vor Lone Pine kann man dann auch mal fototechnisch festhalten wie es die ganze Zeit windet.

 

Es windet und stürmt ...

 

In Lone Pine checke ich schonmal kurz im Hotel ein, meine eben getätigte Buchung kann die Dame am Frontdesk jedoch nicht finden! Da um diese Jahreszeit das Hotel aber nicht ausgebucht ist habe ich kein Problem noch ein Zimmer zu bekommen. Der Preis ist identisch mit der hotels.com Webseite von vorhin, nur mit dem Unterschied das ich jetzt auch noch Rewards-Points gutgeschrieben bekommen für diese direkte Buchung.

 

Ich bringe kurz ein paar Klamotten auf's Zimmer und fahre dann noch für die letzten hellen Momente des Tages in die Alabama Hills. Somit weiss ich wenigstens schonmal wo ich morgen früh zum Sonnenaufgang hin muss – den möchte ich dann nämlich ausnahmsweise auch mal wieder live erleben und hatte mir dafür den Moebius Arch als Location ausgesucht. Heute Nachmittag sah der schon toll aus, wird aber logischerweise leider von der falschen Seite angestrahlt - ich bin gespannt wie das morgen erst sein wird.

 

Moebius Arch am Nachmittag

 

Ich bleibe hier bis es fast dunkel ist und mache mich dann ziemlich tiefgefroren auf den Weg zurück ins Hotel. Das Wetter hier ist zwar recht gut, sobald die Sonne verschwunden ist wird es aber eisig kalt!

 

Wieder einmal ein Tag der hinterher anders verlaufen ist als es ursprünglich geplant gewesen ist, trotzdem bin ich zufrieden … bis moin * wink *

 

 


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