2.Tag Red Rock Canyon
Ziemlich zeitig sind wir heute wieder wach, irgendwie hat so ein Jetlag ja manchmal auch was gutes. Da die Sonne aber früher aufgeht als erwartet sind wir leider nicht rechtzeitig am Red Rock Canyon sondern kommen erst um kurz nach 7 Uhr dort an.
Der Red Rock Canyon ist zwar kein National Park oder State Park, nichtmals zum National Monument hat es bisher gereicht, er dümpelt dahin als sogenannte National Conservation Area. Trotzdem ist er mit gerade einmal 15 Meilen Entfernung von Vegas aus ein lohnenswertes Ziel und eine gute Alternative zum Valley of Fire weiter nördlich. Die Fahrtzeit hierher beträgt gerade einmal eine knappe halbe bis dreiviertel Stunde - je nachdem für welchen Weg man sich entscheidet. Entscheidet man sich für Variante 1 (Charleston Blvd. Richtung Westen auf die SR159) ist der Weg zwar etwas kürzer, dafür hat man viele Ampeln unterwegs. Entscheidet man sich wie wir für Variante 2 (I-15 Richtung Süden, dann die SR160 und die SR159) hat man kaum Ampeln, dafür ist der Weg wieder etwas länger. Angenehmer ist Variante 2 finde ich. Der oneway - Loop durch den Red Rock Canyon ist gute 13 Meilen lang, kommt man am Ende an hat man den Park bereits verlassen und muss wieder ein Stück zurück und erneut am Rangerhäuschen vorbei wenn man ihn nocheinmal fahren möchte. Will man den Sonnenaufgang hier geniessen muss man allerdings (wenn man von Westen kommt) erst einmal am Parkeingang vorbeifahren, da die Steinformationen ja nur im Osten früh morgens angestrahlt werden. Die westliche Seite, welche man von Loop aus sieht, liegt morgens noch im Schatten. Bereits eine knappe Meile VOR dem Parkeingang kommt man (vorausgesetzt man hat Variante 2 für die Anfahrt gewählt) zu einem gut ausgebautem Scenic Point, dem sogenannten Red Rock Overlook, der einem erste Eindrücke davon vermittelt was einen so erwartet hier. Und obwohl man die Bergkette auf dem Loop nichtmals ansatzweise ankratzt auf dem Loop ist das Panorama was sich einem hier bietet schonmal nicht ganz ohne ...
Links am Bildrand sieht man noch einen Teil des Parkplatzes, die Bergkette im Hintergrund sind die Spring Mountains, von denen der höchste Berg, der La Madre Mountain, gute 2485m hoch ist. Um die Calico Hills (die theoretisch weiter rechts im Bild auftauchen würden) fototechnisch festzuhalten müsste man hier allerdings am späten Nachmittag erst stehen ... und da sind wir ja schon wieder weg. Unser erster Stopp heute Morgen ist der Trail zum Calico Tank, um es aber gleich vorweg zu nehmen: Der frühe Morgen ist mal so gar nicht optimal dafür da man ständig Gegenlicht hat beim fotografieren. Trailtechnisch sind die 2.5 Meilen eher durchwachsen und mit einigen Kletter - und Sandpassagen versehen, sonderlich schwierig wird es aber eigentlich nie wirklich. Die bekannten Steinhäufchen weisen einem immer ganz gut den Weg. Zum wandern ganz interessant eignet sich aber auch bereits die Vorderseite der eigentlichen Calico Hills, hier muss man allerdings auch bis zum späten Vormittag darauf warten das die Sonne was zum guten Licht beisteuert. Es gibt zwei Rest Areas von denen diverse Wanderwege abgehen die allesamt ins Wirrwarr der kleinen Gebirgskette führen, einige davon sind wir gelaufen, ein paar Eindrücke von unterwegs zeigen die paar Bilder unten ...
Einen Mini-Slot gibt es auch, ebenso wie ein paar Pools in denen sich noch Wasser befand, die aber leider nur über ein paar ausgewachsene Klettereinlagen zu erreichen gewesen wären. Spaß macht es auf jeden Fall hier rumzukraxeln, auch wenn das natürlich kein Vergleich zum Valley of Fire darstellt hier, dafür gibt es einfach im gesamten zu wenig zu entdecken. Insgesamt bietet der Loop einiges an Wanderwegen und auch zu einem Wasserfall soll man angeblich gelangen am Ende eines der Trail. Ob der vertrocknet gewesen ist oder wir einfach nur zu blöd waren diesen zu finden weiss ich nicht, er hat sich auf jeden Fall Wasserfallmässig aus dem Staub gemacht. Deshalb gibt es noch ein Panorama der Spring Mountains, die sind nämlich ebenfalls vom Wasserfall-Trail aus gut zu sehen ...
Zeitaufwand für den Red Rock Canyon: Je nachdem wieviel man wandern möchte einen halben bis dreiviertel Tag würde ich meinen. Will man es richtig machen bleibt man aber von Sonnenauf bis Sonnenuntergang, beide haben unter Garantie ihren Reiz hier. Eine ganz gute Karte vom Red Rock Canyon findet Ihr hier ...
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