21.Tag Cedar Breaks Ntl.Monument - Red Canyon - Bryce Canyon
Der Tag beginnt für uns wieder früh, wir wollen noch vor Sonnenaufgang am Kolob Canyon Viewpoint sein um uns dort den Sonnenaufgang anzusehen. Keine Ahnung ob sich das lohnt oder nicht, aber da wir eh auf der I-15 nach Cedar City unterwegs sind und der Kolob Canyon genau auf dem Weg liegt bietet sich das halt an. Und anscheinend sind wir die allerersten heute Morgen, auf der gesamten Scenic Road durch diesen Teil des Parks sehen wir kein einziges Auto. Oben angekommen sind wir nur wenige Minuten zu spät, das "first light" ist schon lange vorbei - es würde hier aber eh nichts bringen und eigentlich lohnt sich der Sonnenaufgang im allgemeinen nur sehr begrenzt hier. Es gibt weder etwas was angestrahlt wird großatig und die Gebirgskette um Gregory Butte und Nagunt Mesa versperrt den Blick auf die noch tief stehende Sonne.
Bereits kurz hinter Cedar City beginnt sich die Landschaft auf der US14 plötzlich zu ändern und auch wenn wir bisher ja noch nie zum Indian Summer irgendwo im Nordosten der USA gewesen sind lässt sich erahnen was einen dort erwartet. Das es hier überhaupt solche Verfärbungen der Bäume gibt wusste ich gar nicht, aber man lernt ja nie aus.
Die Fahrt durch und entlang der Wälder ist ein absoluter Traum und hätte von mir aus noch ewig so weiter gehen können, zu allem Überfluss sind wir fast völlig alleine unterwegs und begegnen kaum einen anderen Auto. Gegen halb 8h in der Früh erreichen wir schließlich den Parkeingang, erster Anlaufpunkt ist das dortige Visitor Center was durch seine Bauweise eher an eine kleine urige Skihütte irgendwo in den Bergen erinnert.
Der extrem kalte Wind lässt uns allerdings schneller laufen als wir ursprünglich vorgehabt haben und so artet der Besuch hier in einer Art Scenic-Point-Hopping aus.
Ob es auch irgendwo Trails hinab gibt konnte ich irgendwie gar nicht so wirklich feststellen, das Gebiet ist auf den ersten Blick auf jeden Fall überschaubar und lange Wanderungen sind wohl eher die Ausnahme hier.
Fazit: Ein Besuch hier lohnt meines Erachtens nach nur wenn man eh in der Nähe ist, einen Umweg würde ich jetzt dafür nicht extra noch einmal in Kauf nehmen. Eine gute Einstimmung für den Bryce Canyon ist es aber allemal. Zwei Möglichkeiten gibt es jetzt für uns weiterzufahren - entweder zurück auf die US14, vorbei am Navajo Lake und dann auf die US89 Scenic Route (kennen wir aber schon), oder aber über die US143, vorbei am Panguitch Lake und durch den Dixie National Forest in Richtung Panguitch und von dort (ebenfalls) auf die US89 in Richtung Red Canyon. Wir entscheiden uns für Variante 2, es sind fast die gleichen Meilen und wir kennen diese Route noch nicht . . . und wir sollten nicht enttäuscht werden. Die Strecke ist ein Traum und zahlreiche Rinderweiden hinterm Panguitch Lake sind ein Bild wie man es eigentlich nur aus dem Kino kennt.
Nach knapp 45 Minuten erreichen wir schließlich den Bereich um das neu errichtete Visitor Center am Red Canyon. Verfehlen kann man es nicht, es liegt unmittelbar an der Straße und bietet die üblichen Infos, Kartenmaterial, Toiletten etc.pp ... Nur Trails sucht man hier vergeblich, diese gehen alle ein Stück weiter rechts und links der Straße ab.
Der bekannteste Teil des Red Canyons ... der Tunnel.
Am Bryce Canyon angekommen vergeuden wir keine Zeit und machen uns gleich auf zum Startpunkt für den Queens Garden Trail den wir heute noch in Kombination mit dem Navajo Loop laufen wollen. 3.5 Meilen sind das oneway, mittlerweile eine Länge die wir eigentlich mit Links abreißen müssen. Inzwischen herrschen T-Shirt-Temperaturen und es geht zum Glück kaum Wind - optimale Bedingungen also für die Wanderung, von der hier mal einige Eindrücke folgen ... Irgendwie gefällt mir der Trail viel besser als alles andere was wir bisher hier gesehen oder gemacht haben, man bekommt völlig andere Ansichten vom Canyon und kommt auch näher an ein paar wunderschönen Hoodoos vorbei als auf anderen Trails - zumindest hab ich das so empfunden an dem Tag. Auch fotogene tote Bäume gibt's natürlich wieder ... Wir lassen uns viel Zeit für die Wanderung und erreichen nach knapp zwei Stunden den Bereich der Wall Street ...
Den schlauchenden Anstieg zurück zum Ausgangspunkt des Navajo Loops erreichen wir über die üblichen Serpentinen ... das "Beste kommt zu Schluss" trifft es in dem Fall also nicht so ganz - hier ist es das anstrengendste.
Zum Abschluss noch ein Foto kurz vor Sonnenuntergang ...
Morgen früh wollen wir dann den Wasserfall hier suchen gehen, danach geht es dann weiter nach Escalante. Wir haben über's Internet das Padre Motel vorgebucht - alles andere war bereits belegt, auch das so beliebte Circle D Motel. Naja, schauen wir mal was uns so erwartet.
Aktuelles Wetter in Tropic
|
© HOH |