Australien Reise-Infos

Hier findet Ihr einige Australien Reise-Infos, die vielleicht interessant und hilfreich für den geneigten Ersttäter sind.

Australien in aller Kürze:

Australien Karte

Union Jack OZ

Flagge: Union Jack

Amtssprache: Englisch

Staatsform: Parlament. Monarchie

Hauptstadt: Canberra (roter Stern)

Einwohner: ca. 21.36 Mio (2008)

Gesamtfläche: 7.686.850 km²

Zeitzone: MEZ +8 bis +11

Telefonvorwahl: +61

Unterwegs mit dem Auto:

4WD Bushcamper

AUTOFAHREN ist in Australien wesentlich entspannter und einfacher als bei uns in Deutschland. Es herrscht jedoch LINKSVERKEHR, was ja leider die Briten verschuldet haben seinerzeit. 353.331km an asphaltierten und 559.669km an unasphaltierten Strassen gibt es in Australien!

Durch den Linksverkehr muss man sich erst einmal an einige Dinge gewöhnen. So wird es zu Beginn unter Garantie des öfteren vorkommen, daß man den Scheibenwischer mit dem Blinker verwechselt und andersum. Genauso kommt es schonmal vor, das der Fahrer auf der Beifahrerseite einsteigen möchte und sich wundert, wo das Lenkrad denn geblieben ist! Der Fahrer sitzt eben – genau wie bei uns eigentlich – immer zur Fahrbahnmitte hin … nur auf der für uns verkehrten Seite der Straße.

Nach Möglichkeit sollte man sich einen Wagen mit AUTOMATIKGETRIEBE anmieten, da so das ungewohnte Schalten mit der linken Hand entfällt!

Das MINDESTALTER zum anmieten eines Fahrzeuges beträgt 21 Jahre. Bei ALLRADFAHRZEUGEN kann die Mindest-Altersgrenze sogar 25 Jahre betragen!

Verlässt man die asphaltierten Strassen und fährt UNSEALED, GRAVEL ROADS oder gar irgendwelche TRACKS (also ungeteerte Straßen, die je nach Zustand nur für Allradfahrzeuge geeignet sind) sollte man sich vorher darüber im klaren sein, das bei einem gemieteten 2WD jeglicher VERSICHERUNGSSCHUTZ erlischt. Nur bei 4WD-Autos ist dieser noch gewährleistet. Bitte Bedingungen des Vermieters beachten!

Das Verhalten an KREUZUNGEN zweier gleichberechtigter Straßen unterscheidet sich kurioserweise NICHT von dem in unseren Breitengraden, es gilt schlicht und ergreifend rechts vor links. Oftmals wird man statt Kreuzungen jedoch einen Kreisverkehr vorfinden.

Die Regeln bei einem KREISVERKEHR unterscheiden sich jedoch von denen in Deutschland. Hier muss nicht nur beim ausfahren, sondern auch beim einfahren in den Kreisverkehr blinken. Das man rechts herum einfährt versteht sich von selbst. Ausserdem wird die ganze Zeit in Fahrtrichtung geblinkt, solange man NICHT herausfahren möchte! In den meisten Fällen hat ein Kreisverkehr übrigens zwei Fahrbahnen – auf beiden kann man an jeder Ausfahrt herausfahren. Aber nur auf der Inneren kann man auch eine oder mehrere Ausfahrten auslassen!
Koala Crossing

Kangaroos Crossing

FAHRTEN IN DER DÄMMERUNG sowie im Dunklen sollte man nach Möglichkeit versuchen zu vermeiden. Viele Tiere sind dämmerungs – oder nachtaktiv (Koalas, Kanguruhs etc.) und da die Highways nach allen Seiten offen sind muss man jederzeit mit Tieren auf der Fahrbahn rechnen.

 

Im Fall der Kanguruhs kommt noch hinzu: Diese lustigen Gesellen sind schlicht und ergreifend blöd. Wie angewurzelt bleiben sie mitten auf der Fahrbahn stehen anstatt zur Seite zu hüpfen wenn man sich ihnen nähert. Hier ist also wirklich Vorsicht angesagt und die Warnungen den Wagen im dunklen lieber stehen zu lassen sind durchaus ernst zu nehmen. Einen Versicherungsschutz gegen Kollisionen mit Tieren gibt es übrigens schlicht und ergreifend NICHT. Die Kosten für Schäden am Auto muss man also im Zweifelsfalle später selber tragen!

Vorsichtig sollte man werden, wenn die Autos um einen herum weniger werden und man irgendwann nur noch ALLEINE AUF DER STRASSE unterwegs ist. Kann man sich in größeren Städten noch an die anderen Verkehrsteilnehmer orientieren entfällt diese Möglichkeit, wenn man alleine auf weiter Flur ist. Oftmals vergisst man schlicht und ergreifend den Linksverkehr oder biegt in die falsche Richtung ab.

Als Eselsbrücke kleben sich einige Leute einen PFEIL vorne AUF DIE WINDSCHUTZSCHEIBE, damit man nie vergisst wohin man in der Regel abbiegen muss. Eine simple und effektive Lösung! Gerade wenn man auf engen Straßen einem entgegenkommenden Auto ausweichen muss … wie schnell ist man versucht, das nach rechts anstatt nach links zu tun !?!

Eselsbrücke - Ein Pfeil auf der Windschutzscheibe

Die SCHILDER der Überlandstrassen und Highway sind immer nicht nur mit einer Zahl, sondern zusätzlich auch noch mit einem Namen versehen … ein Verfahren ist also fast unmöglich.

Auf den HIGHWAYS ist außerorts ein striktes Speedlimit von 100 bis 110km/h vorgeschrieben. Eine Grenze, an die man sich auch tunlichst halten sollte. Zum einen muss man immer damit rechnen, das irgendwo ein Kanguruh auf die Fahrbahn hüpft (es gibt keine Fahrbahnbegrenzungen seitlich) oder hinter der nächsten Kurve plötzlich eine Rinderherde auf der Fahrbahn steht, zum anderen wird generell sehr häufig das Tempo von der Polizei kontrolliert – egal ob aus dem fahrenden Wagen heraus oder von einem Hubschrauber aus. Oftmals steht der Radar soweit entfernt das man ihn noch gar nicht mit bloßem Auge erkennen kann – also VORSICHT !!

 

West Australien Police Symbol

Hier mal eine kurze Übersicht über die HÖHE DER GELDBUSSEN> in Westaustralien

 

9 – 19 km/h
$100 + 1 Demerit Points
19 – 29 km/h
$150 + 3 Demerit Points
29 – 40 km/h
$250 + 4 Demerit Points
>=40 km/h
$350 + 6 Demerit Points

 

Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt – genau wie bei uns – ein GESCHWINDIGKEITSLIMIT von 50km/h.

KNÖLLCHEN> sind direkt vor Ort in Bar zu begleichen, bis zu 100 AU$ können für „nur“ gerade einmal 15km/h außerorts schonmal fällig werden.

TANKEN funktioniert eigentlich genau wie bei uns. Das heisst, man tankt erst und geht dann ins Kassenhäuschen zum bezahlen. Kein Vergleich also zu den USA, wo man als Neuling erstmal vor einem Rätsel steht wie das eigentlich alles über die Bühne geht. Bargeld kann hier und da schonmal nützlich sein, da es immer wieder vorkommt, das entweder das Kartenlesegerät defekt ist oder die Kreditkarte nicht gelesen werden kann. Getankt wird übrigens in Litern!

Eine Übersicht über die aktuelle BENZINPREISE in Australien findet man übrigens hier! Eine ‚gasmap‘, wie man sie für die USA bekommen kann, hab ich bis jetzt leider nirgends finden können im Internet.

Gute STRASSENKARTEN sollten zur Grundausstattung gehören, wenn man sich in Australien als Fremder mit dem Auto fortbewegt. Kartenmaterial gibt es für ADAC-Mitglieder in jeder Filiale kostenlos, oder man besorgt sie sich vor Ort zum vergünstigten Preis beim australischen Automobilclub.

Ein NAVIGATIONSGERÄT extra für Westaustralien ist meiner Meinung nach NICHT extra nötig. Es gibt nur wenige Straßen, die allesamt auf den gängigen Karten eingezeichnet bin.
Internationaler Führerschein ... Pflicht für Australien

Ein INTERNATIONALER FÜHRERSCHEIN ist seit neuestem Pflicht für Australien, da eine englischsprachige Übersetzung des nationalen Führerscheins vorhanden sein muss bei einer Kontrolle durch die Polizei. Man bekommt ihn (für aktuell 15€ … Stand: 09/2008) beim Straßenverkehrsamt, benötigt für ihn allerdings den neuen EU-Führerschein im Scheckkartenformat.

Alte „Lappen“ müssen somit ebenfalls erneuert werden, mit Ihnen bekommt man sonst keinen internationalen Zusatzschein (mehr)!

Für die Beantragung ist ein gültiger Personalausweis/Reisepass sowie ein Lichtbild (ohne Kopfbedeckung, im Halbprofil, 35 x 45 mm) nötig.

Der internationale Führerschein behält 3 Jahre seine Gültigkeit und kann sofort am Tage des Antrages noch mitgenommen werden.

 

 

 

Im Restaurant:

Viel gibt es eigentlich gar nicht hierzu zu schreiben. Man sollte aber auf jeden Fall darauf achten, das man halbwegs LEGER GEKLEIDET ist wenn man ein normales Restaurant betritt. Muskelshirt und Flipflops sollten nicht unbedingt sein! Auch wenn die Aussies ein recht lockeres Volk sind.

DIE RECHNUNG wird stets ohne Trinkgeld (engl.: Tip) ausgestellt. Anders als in den USA ist es hier allerdings nicht üblich bzw. wird damit gerechnet, das es hinterher noch ein Trinkgeld gibt. Umso mehr freut sich natürlich das Personal über diese kleine Aufmerksamkeit.

BYOBYO findet man häufig an den Eingängen von Restaurants. Das bedeutet ‚bring your own‘ und heisst soviel, daß hier jeder seinen Alkohol selber mitbringen kann/darf. Da die Lizenz zum Alkoholausschank recht teuer ist in Australien wird diese Möglichkeit recht oft angeboten. Bei Weinen kann für’s entkorken eine geringe Gebühr anfallen.

Entfernungen in Australien:

Sobald man drüben ins Auto gestiegen ist wird man merken, das die ENTFERNUNGEN zwischen einzelnen Orten hier riesig sind – auch wenn es auf der Landkarte nicht weit aussieht. Deshalb gilt für die Reiseplanung: Lieber einen oder zwei Tage und ein paar Stops mehr einplanen und das ganze etwas gemütlicher angehen lassen! Es bringt nichts, wenn der Urlaub noch in Stress ausartet, nur weil man zu einer bestimmten Zeit im Hotel an einem bestimmten Ort sein muss, man sich aber mit der Entfernung verschätzt hat.

Hier kann man sich vorab auch ohne Routenplaner über die Entfernungen vieler größerer Städte in Westaustralien zueinander informieren. So kann man vielleicht einigen Missverständnissen vorbeugen!

 

 

In den Nationalparks:

Holiday Park Pass für West AustralienWenn man beabsichtigt mehrere Nationalparks in West Australien zu besuchen, lohnt sich in der Regel bereits der HOLIDAY PARK PASS. Er kostet z.Zt 35 Au$ pro Fahrzeug für den Zeitraum von vier Wochen und ist gültig in allen Nationalparks dieses Bundesstaates (Ausnamhen sind Monkey Mia und Tree Top Walk). Wer länger als einen Monat drüben ist kann auch auf den Gold Star Pass zurückgreifen. Dieser gilt ein Jahr lang und kostet 73 Au$ pro Auto (max. 8 Personen pro Fahrzeug). Den Pass hängt man sich entweder an den Innenspiegel oder zeigt ihn am Parkeingang am RANGERHÄUSCHEN vor, dort erhält man dann auch Kartenmaterial zum jeweiligen Park.

In den Parks selber geht es in der Regel NOCH entspannter zu als mancheiner es vielleicht aus den USA gewohnt sein mag. Ein wenig kommt das aber auch auf die Saison an. In den australischen Schulferien kann es natürlich auch etwas voller sein – wobei „voll“ hier relativ ist!

HOTELS IN bzw. BEI DEN PARKS sollten mitunter einige Zeit im vorraus gebucht werden. Beim Kalbarri NP, Monkey Mia und dem Nambung NP gilt: Je früher desto besser !!

Da wir bis jetzt noch nicht mit einem CAMPER unterwegs waren, können wir zu der Situation auf den Campgrounds leider keine detailierteren Angaben machen.

 

Allgemeines:

Ausgeschriebene KAUFPREISE an Waren sind immer Endpreise. An der Kasse wird in der Regel keine Tax hinzuaddiert, ganz anders als in den USA zum Beispiel.

Vorteilhaft ist eine KREDITKARTE beim bezahlen. 1% bis 3% Gebühren pro Umsatz fallen dabei an. VISA und MASTERCARD sind fast flächendeckend einsetzbar.AmEx wird seltener akzeptiert. Geld abheben lässt sich mit der MAESTRO – Karte fast ebenfalls flächendeckend.

In jedem Geschäft und an jedem Ort wo man hinkommt wird man BEGRÜSST mit „Hi, how are you today?“ oder „How’re u doin‘? „. Das ist lediglich eine typisch amerikanische Floskel wie bei uns z.B. „Na, alles fit?“ und sollte einen nicht dazu verleiten, die momentane Gemütslage auszubreiten und/oder über seine wirkliche Laune zu reden. Ein schlichtes „Good, how are YOU?“, oder „I’m fine, thx“ reicht vollkommen aus! Ein Gespräch wird zum Schluß meistens mit „No worries“ anstelle von „Bye bye“ beendet.

Sobald man sich in Großstädten in das Innere eines Gebäudes begibt, wird man von der KLIMAANLAGE erschlagen. Das ist natürlich nicht wörtlich zu nehmen, sondern bezieht sich auf die eingestellte Temperatur. So kann es gerne mal vorkommen, das es draussen 40, aber dafür innen nur 19 Grad sind. Deshalb sollte man wenigstens beim Essen gehen in einem Restaurant immer einen Pulli oder etwas anderes langärmliges dabei haben, was man sich überziehen kann. Den Aussis scheinen diese extremen Temperaturunterschiede komischerweise nichts auszumachen, sitzen sie doch noch mit Short und Trägershirts am Tisch, während wir uns schon mit Pullover und langer Hose fast den Ar**h abgefroren haben *staun*

Will man sich erkundigen wo sich die TOILETTEN befinden fragt man ganz lapidar nach den Toilets. Alternativ kann man aber auch – wenn man sich gewählter ausdrücken möchte – nach dem Ladies bzw. Mens Room fragen.

Zollbestimmungen: ZOLLFREI darf man 250 Zigaretten (Stück oder Gramm), 1.124 Liter alkoholische Getränke, sowie Geschenke im Wert von bis zu 400 Au$ einführen. Strenge Einfuhrbestimmungen gibt es für Pflanzen, Arzneien und Drogen. Wer Medikamente für den Eigengebrauch mitführt, sollte sich vorher vom Hausarzt ein entsprechendes Attest ausstellen lassen, am besten in englischer Sprache übersetzt. Um auf Nummer sicher zu gehen, den Beipackzettel des Medikamentes am besten noch mitnehmen.

Übersicht der KLEIDERGRÖSSEN:

Europa
Australien
36 – 38
8 – 10
38 – 40
10 – 12
40 – 42
12 – 14
42 – 44
14 – 16
44 – 46
16 – 18
46 – 48
18 – 20

 

 

 

 

 

 

Reiseplanung und Vorbereitung:

Wenn man endlich „drüben“ angekommen ist, will man ja auch einen möglichst reibungslosen Verlauf der Reise haben. Dazu zählt natürlich auch, das die Strecke gut ausgearbeitet ist, um mögliche Umwege zu vermeiden. Schließlich hat man ja (leider) auch nur einen gewissen Zeitraum zu Verfügung, in dem man sich so viel wie eben möglich ansehen möchte.

 

Wer etwas Zeit investieren mag, sollte sich deshalb mal mit einen ROUTENPLANER speziell für Australien beschäftigen. Mittlerweile ist google maps diesbezüglich ganz brauchbar. Viele Bereiche lassen sich bereits im Street View – Modus ansehen, so kann man sich vorab schonmal ansehen ob die Straße geteert ist oder nicht! Aber auch auf travelmate.com kann man seine Strecke ausarbeiten und die Route planen. Einige Entfernungen werden manch einen bei der Planung erschrecken, da sie auf einer normalen Karte (vom ADAC beispielsweise) bei weitem nicht so groß bzw. weit erscheinen, wie sie in Wirklichkeit sind. Deshalb gilt: Lieber etwas kürzere Streckenabschnitte aussuchen und fahren, bevor man sich verschätzt und der Tag eine wilde Hetzjagd zum nächsten Ziel bzw. Motel wird. Weniger ist manchmal mehr … das gilt für Australien ganz besonders wie ich finde! Wer einmal drüben gewesen ist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eh wiederkommen. Und DANN kann man sich immer noch die Dinge ansehen, für die beim ersten Mal keine Zeit gewesen ist.

Vor der Reise sollte man sich auch überlegen, WAS – und vor allem – WIEVIEL GEPÄCK man mitnimmt. Das gilt insbesondere für die Kleidung. Wir haben bis jetzt auf all unseren Reisen erfahrungsgemäß immer viel zu viel mitgenommen. Meistens kauft man eh drüben immer noch ein paar Klamotten ein, so daß man von zu Hause nicht unbedingt alles doppelt und dreifach mitnehmen sollte. Die Freigepäckgrenze liegt bei 20kg pro Person.

EINREISE: Für Australien ist ein maschinenlesbarer, bordeauxfarbener Reisepaß mit einer Mindestgültigkeitsdauer von einem halben Jahr erforderlich. Ein Personalausweis reicht nicht! Berücksichtigt werden sollte im „Ernstfall“ auch die Zeit, die deutsche Behörden benötigen, um ggf. neue Dokumente auszustellen (8 – 10 Wochen). Im äußersten Notfall kann man aber auch einen vorläufigen Reisepass beantragen. In jedem Fall sollte man die Informationen der australischen Botschaft in Berlin beachten, die man hier nachlesen kann. Ausserdem benötigt man ein Visum, welches in Form einer elektronischen Einreiseerlaubnis (ETA) erteilt wird. In aller Regel kann das Reisebüro das für einen erledigen. Infos zum Visum bekommt man hier.

Bei der Einreise gelten ferner STRENGE EINFUHRBESTIMMUNGEN FÜR LEBENSMITTEL, was genau eingeführt werden darf und was nicht kann man hier nachlesen.
STROMSPANNUNG: In Australien wird man – genau wie bei uns auch – überall 220V vorfinden. Ein Reisestecker/Adapter ist trotzdem nötig, da die Steckdosen anders sind als bei uns.

Reisestecker

KRANKENVERSICHERUNG: Zwischen Australien und Deutschland besteht kein Krankenversicherungsabkommen. Die anfallenden Behandlungskosten muss man im Ernstfall selbst tragen. Deshalb ist es ratsam, vor Reiseantritt eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen (z.B. über den ADAC oder den Reiseveranstalter), da man in Australien automatisch Privatpatient ist! Und DAS wird in der Regel sehr teuer.

MIETWAGEN sollten immer bereits von Deutschland aus vorgebucht werden; das ist a) wesentlich günstiger und beinhaltet b) in den allermeisten Fällen bereits eine Versicherung, die man drüben erst noch dazukaufen müsste. Ausserdem hat man dann deutschen Gerichtsstand und bei einem Rechtstreit auch einen deutschen Ansprechpartner. Bezüglich der Mietwagenfirma gehen die Meinungen bei vielen Leuten weit auseinander. Einige würden nie mehr über Europcar den Wagen buchen, andere nie mehr bei Hertz usw. Ich würde meinen, es ist schlichtweg egal für welchen Anbieter man sich entscheidet, man kann gute und schlechte Erfahrungen mit jedem von ihnen machen! Fragt man 10 Leute, bekommt man 10 verschieden Antworten wenn es darum geht, welche sie bevorzugen würden! Unsere Empfehlung daher: Selbst herausfinden und sich ein Urteil bilden!

Auch wenn in den Nachrichten nichts berichtet wird, so sollte man sich doch kurz vor Reiseantritt nochmal auf der Seite des auswärtigen Amtes erkundigen, ob irgendwelche REISEWARNUNGEN vorliegen. Schaden kann das nie!
Impfung
IMPFUNGEN sind NICHT nötig, außer wenn sechs Tage vor der Ankunft ein Land oder eine Region besucht wurde, in dem Gelbfieber herrschte. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Gesundheitsbestimmungen für die Einreise nach Australien.

Die WAHL DES REISEZEITRAUMS ist abhängig von der Auswahl des genauen Reiseziels. Da Australien sehr groß ist und die meisten Reisenden wohl entweder die klassische Route Sydney -> Darwin, von Süd nach Nord quer durch oder West Australien machen, variiert natürlich auch die beste Reisezeit. Fährt man in den Westen, so sollte man beachten, das im ersten Jahresquartal mit Buschbränden zu rechnen ist. Als beste Reisezeit für den nördlichen Westen wird allgemein der australische Frühling empfohlen, also August bis Oktober, für den Südwesten beginnt die gute Reisezeit hingegen erst im späten Oktober und dauert bis in den Dezember hinein an.

CHECK-OUT in den Hotels ist in West Australien immer bereits um 10 Uhr vormittags und nicht erst – wie allgemein üblich – um 12 Uhr. Könnte vielleicht hilfreich sein im Vorfeld darauf hinzuweisen.

 

 

Internet:

Viele hilfreiche INFOS, gesammelte Werke sozusagen, was den Australien-Urlaub angeht findet man auf australien-info.de im Netz …

Eventuell vorhandene Sicherheitshinweise für Australien findet man hier beim auswärtigen Amt.

Wer eine ROUTE AUSARBEITEN möchte oder Stadtpläne von OZ-Zielen benötigt, kann sich bereits vorab im Internet behelfen. Auf Seiten wie travelmate.comzum Beispiel kann jeder seine Route eingeben und berechnen lassen.

 

Auf mainroads.wa.gov bekommt man Hinweise über die aktuellen Straßenzustände in West Australien sowie Infos über Baustellen auf Highways und Überlandstraßen. Sehr hilfreich, um bereits im Vorfeld der Reise und in Echtzeit unangenehme Überraschungen durch Straßensperrungen etc. zu vermeiden!

Wenn man in den Westen Australiens verreisen möchte, kann man sich hier über aktuelle WETTERWARNUNGEN informieren. Die Buschfeuersaison zum Beispiel beginnt meistens Mitte/Ende Dezember und kann einige Wochen andauern! Da einige Straßen teilweise komplett gesperrt werden müssen kann einem so schonmal ein Strich durch die ursprüngliche Reiseplanung gemacht werden!

Fire

Natürlich gibt es im Internet einige Seiten mit REISEBERICHTEN, auf denen man ruhig mal nachlesen sollte. Einige davon findet Ihr auch in unserer Linksammlung zu Westaustralien. Die Anzahl von Berichten zu diesem Teil Down Unders ist zwar insgesamt noch recht mager, vielleicht ändert sich das aber langfristig … wobei ich persönlich DAS wiederum mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten würde.

 

 

Sprache und Floskeln:

Jeder der schonmal in Australien gewesen ist wird es erlebt haben … und alle, die demnächst zum ersten Mal rüber fliegen, werden es höchstwahrscheinlich auch erleben: Kleine oder größere SPRACHMISSVERSTÄNDNISSE. Häufig kommen diese durch fehlende Kenntnisse in der Umgangssprache zustande, also solchen Worten und Sätzen, die man in keinem Duden oder Kurs finden kann.

Viele Worte, die uns in der Schule im „britischen“ Englisch beigebracht wurden, werden in Australien völlig anders ausgesprochen. Die Sprache hat hier quasi eine Art Eigenentwicklung durchgemacht, was sich durch das komprimieren ganzer Sätze zu nur einem einzigen Wort bemerkbar macht. Hört sich merkwürdig an, ist es auch.

So wird aus ‚How are you going‚ mal ganz schnell ‚howyagoen‚, aus ‚Air conditioner‚ wird ‚egg nishner‚ und aus ‚How much is it?‚ wird mal eben ‚emma chisit

 

Sprache

Ganze Silben werden also mal eben so verschluckt. Weiteres Kuriosum: Der Buchstabe ‚H‘ scheint nicht existent zu sein im Alphabet und wird grundsätzlich ignoriert. Heutzutage spricht man hier also eigentlich nicht mehr englisch, sondern eine eigene Aussie-Sprache, genannt ‚Strine‘. Einige Ausdrücke dieser Sprache führen zurück auf den rhytmischen Dialekt des Londoner Stadtteils Cockney.

 

Ich hab hier mal eine LISTE zusammengetragen von Wörtern und Floskeln, die wir selber so gehört haben oder die ich irgendwo im Netz aufgegabelt habe:

– Mit ‚Barbie‚ ist nicht die Puppe gemeint sondern ein BBQ

– Toiletten heissen ‚Facilities‚ … also ‚Restroom‘ und ‚Toilet‘ ganz schnell aus dem Vokabular streichen! Echte Aussis sagen aber auch ‚gurgler‚ …

– Hört man das Wörtchen ‚bloody‚ braucht man sich nicht unbedingt direkt Sorgen zu machen; man verwendet es fast zu jedem Anlass und in jeder Situation.

– ‚Blind Freddie‚ bedeutet übersetzt soviel wie „das hätte ja sogar ein Blinder gesehen“

– ‚Bastard‚ ist kein Schimpfwort sondern eine freundliche Anrede.

– ‚Crissie‚ ist kein Männer – oder Frauenname, damit ist Weihnachten gemeint

– Genau wie in den USA hört man bei betreten eines Geschäftes immer wieder die Floskel „Hi, how are you today“ … ein einfaches „Good“ oder „I’m fine“ reicht dann als Antwort völlig aus.

– Will man morgens früh aufstehen oder geweckt werden, so sagt man ‚Wake up at the sparrow’s fart

– ‚Nu wucken furries‚ kann man mit „Kein Problem“ bzw. „Null Problemo“ übersetzen. Die Floskel entsteht schlicht durch die Umkehrung der Anfangsbuchstaben

– ‚Dag‚ ist wohl mit das abwertendste Wort mit welchem man beschimpft werden kann. Es bezeichnet eine extrem uncoole Person. Mit Dag wird in Australien Kot bezeichnet, der einem Schaf beim fallenlassen in den Haarregionen des Afters hängen bleibt. Echt Ekelig!

– ‚Lil bita howyagoen‚ bedeutet „A little bit of how are you going“ und wird oft verwendet, wenn einem etwas oder eine Idee gut gefällt.

– ‚Jugs‚ sind nichts weiter als Bierkannen

– Sagt man ‚Quak‚ unterhält man sich hier nicht mit Fröschen, sondern damit ist ein schlechter Arzt gemeint.

B.Y.O. bedeutet „Bring your own“ … (bezieht sich auf alkoholische Getrnke in Restaurants)

– ‚Billabong‚ war für mich bisher immer eine Surfmarke, hier bedeutet es soviel wie ‚Teich‘ bzw. ‚Tümpel‘

– ‚Breckie‚ ist die verniedlichte Form von „Breakfast“, also Frühstück

– Tankstellen heissen nicht „gas station“ sondern ‚fill up station

– Mit ‚mozzy‚ ist kein motzender Kunde gemeint, es handelt sich hierbei lediglich um einen Moskito

– Wenn man ‚pissed‚ ist hat man sich nicht angepinkelt sondern ist betrunken

– In Anlehnung an die Frisur nennt man Surfer oft ‚waxhead

– Kühlboxen für unterwegs nennen sich hier ‚esky

– Möchte man mal telefonieren fragt man nach ‚dog and bone

 

Und abschließend etwas, was sich für mich eher wie Babyslang als Aussie-Slang anhört:

– ‚Danke‘ heisst ‚ta‚ und: ‚Lebe wohl‘ heisst ‚ta-ta

– ‚ay?‚ bedeutet nichts weiter als ‚Wie bitte?‘

 

… to be continued!

 

 

 

Ein kleiner Auszug aus der Geschichte:

– Die ersten Bewohner kamen vor etwa 40.000 Jahren über eine Landbrücke und mit Flößen aus Südostasien nach Australien.

– Anfang des 17. Jahrhunderts wurde der Kontinent von Portugiesen und Spaniern entdeckt. Es folgten die Holländer. Die Seefahrer beschrieben das Land als trocken und unfruchtbar, da sie nur die Westküste des Landes gesehen hatten.

– 1770 landet James Cook in Australien. Er erkundet das Land mehrere Monate und zeigt sich beeindruckt von seiner Vielfältigkeit und Fruchtbarkeit in weiten Regionen. Er besetzt für England die Ostküste, das heutige New South Wales.
Galere

– 1788 schickt England die ersten Strafgefangenen auf der „First Fleet“ nach Australien. Ihnen folgen die ersten weißen Siedler, die sich in der Gegend um das heutige Sydney herum niederließen. Australien wird erst allmählich zu Land und zu Wasser erforscht.

– Anfang des 19. Jahrhunderts gelingt es, ins Landesinnere vorzudringen.
Um die Herrschaft auf dem neuen Kontinent gegen die Franzosen zu kräftigen, werden die britischen Kolonien Tasmania, Western Australia und Southern Australia gegründet.
– 1851 wird zum ersten Mal Gold gefunden. Die erste große Einwanderungswelle gelangt nach Australien.
– 1891 folgt der zweite Goldrausch nach Funden in Westaustralien.
– 1901 schließen sich die Bundesstaaten zum Commonwealth of Australia zusammen.
Canberra wird Hauptstadt nach einem jahrelangen Streit der Städte Sydney und Melbourne.
– Australien ist bis heute ein durch ein demokratisch gewähltes Parlament unabhängig
regiertes Mitglied des britischen Commonwealth. Die englische Königin Elisabeth II. ist
formell das Staatsoberhaupt.

 

 

Maße und Gewichte:
Längenmasse:
– 1 inch (in) 2,54 cm
– 1 foot (ft=12 in) 30,48 cm
– 1 yard (yd=3 ft) 0,91 m
– 1 mile (m) 1,609 km

Flächenmass:
– 1 acre = 4047 qm
– 1/2 acre = 2023 qm
– 1/4 acre = 1012 qm

Gewichte:
– 1 ounce (oz) 28,35 g
– 1 pound (lb) 0,453 kg
– 1 ton 0,907 t

Flüssigkeiten:
– 1 pint (pt) 0,473 l
– 1 gallon (gal) 3,785 l

Temperaturen:
Werden in Australien fast immer in Celsius angegeben, ganz selten kann man aber auch noch auf Fahrenheit – Angaben treffen. Formel: Fahrenheit minus 32 mal 5 durch 9 gleich Celsius.

F 41 50 59 68 77 86 95 …
C 5 10 15 20 25 30 35 …

Zahlen und Fakten:

Geographie:

Australien gliedert sich in 6 Bundesstaaten und 2 Territories:

 

 

Größe in km²Bevölkerung in Mio.Hauptstädte (Einwohner)
Queensland1. 723.9363,64Brisbane (1,65 Mio.)
New South Wales800.6286,61Sydney (4,15 Mio.)
Victoria227.0104,82Melbourne (3,49 Mio.)
South Australia978.8101.51Adelaide (1,11 Mio.)
Western Australia2.526.7861,9Perth (1,38 Mio.)
Tasmania67.8000,47Hobart (200.000)
Northern Territory1.335.7420,69Darwin (150.000)
Australian Capital Territory2.3580,32Canberra (320.000)
Gesamt Australien7.686.85021,36

 

Größenvergleich Australien – Deutschland

Größenvergleich Australien – Europa

Australien - Deutschland
Australien - Europa
Vergleichsgrößen:
Ungefähr die Hälfte der Fläche Russlands, etwas größer als Brasilien, geringfügig größer als China, 21 mal größer als Deutschland und ungefähr zweieinhalb mal größer als Westeuropa. Die gesamte USA ist gerade einmal ein knappes viertel größer. Insgesamt gesehen ist Australien das sechsgrößte Land der Erde, dabei aber auch der kleinste Kontinent!

Alleine Westaustralien ist fast genauso groß wie ganz Westeuropa und 7x größer als Deutschland, allerdings leben in West-OZ gerade einmal soviele Menschen wie in Hamburg – wovon 75% wiederrum in Perth leben und arbeiten. Dementsprechend „leer“ ist der Rest Westaustraliens, gerade einmal 0.7 Einwohner kommen hier auf 1km²

Fläche: Insgesamt: 7.686.850 km²
Landfläche: 7.617.930 km²
Wasserfläche: 68.920 km²
Geschichtliches Gründungsjahr: 1901
Hauptstadt: Canberra, 149º 08′ O 35º 17′ S, 310 000 Einwohner
Größte Stadt: Sydney, 4.000.000 Einwohner
Nord-Süd Ausdehnung: 3900 km
Ost-West Ausdehnung: 4500 km
Geographische Lage:
118º O – 153º O / 39º S – 10º S
Längster Fluß: Darling River 2739 km
Niedrigster Punkt: See Eyre, 15 m unter dem Meeresspiegel
Höchster Punkt: Mount Kosciuszko 2.229 m
Bodenschätze: Bauxit, Kohle, Eisenerz, Kupfer, Zinn, Gold, Silber, Uran, Nickel, Wolfram, mineralische Sande, Zink, Diamanten, Erdgas, Petroleum
Naturgefahren: Buschfeuer (Saison Dezember bis März … Verschiebungen sind natürlich immer möglich heutzutage); Zyklone (die meisten sind bisher im März aufgetreten); Überschwemmungen …

 

Menschen:

Gesamtbevölkerung: 21,36 Millionen (2008)
Lebenserwartung in Jahren [1998] (männlich/weiblich): 75 / 81
Bevölkerungswachstum: 1,2% (geschätzt 2003)
Anzahl der Aboriginies: 410.003 , das sind gerade einmal 2% der Gesamtbevölkerung
Religionszugehörigkeit:
70% aller Australier sind Christen, es gibt aber auch einige wenige Buddhisten, Islamisten und Hindus
Sprachen:
Hauptsächlich Englisch, ansonsten einige australische Eigensprachen wie z.B Strine

 

Wirtschaft:
BIP: 766,8 Milliarden Au$ (2007)
BSP: 387.006 Mio. Au$ (1998)
Import: 101.46 Mrd. Au$;
Güter: 47,1% Maschinen und Transportmittel (darunter 12,2% Kfz, 7,1% Büromaschinen und EDV, 5,8% elektrische Maschinen), 27,1% Industrieerzeugnisse, 11,6% chemische Erzeugnisse, 5,8% Brennstoffe und Schmiermittel;
Länder: 20,8% USA, 13,4% Japan, 6,5% VR China, 5,7% Deutschland, 5,3% Großbritannien, 4,1% Singapur, 4,1% Neuseeland, 3,8% Rep. Korea, 3,2% Malaysia, 2,9% Italien;
Export: 86.93 Mrd. Au$;
Güter: 20,0% Nahrungs- und Genussmittel, 16,6% Kohle, Öl und Gas, 16,4% Industrieerzeugnisse, 12,6% Maschinen und Transportmittel, 11,7% Metallerze, 5,5% Gold, 4,6% Textilfasern;
Länder: 19,2% Japan, 9,7% USA, 7,7% Neuseeland, 7,2% Rep. Korea, 4,7% Singapur, 4,7% VR China, 4,3% Großbritannien, 3,5% Hongkong, 1,5% DeutschlandArbeitslosenquote: 4,7%, Inflationsrate: 2,7% (2007)

 

Klimazonen Gesamtaustralien:

Klimazonen Australien

Equatorial

Desert

Grassland

Subtropical

Tropical

Temperate

 

Klimatabelle Westaustralien (Region Perth):

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
min.Temp 18181615121091011131417
max.Temp303028252118181920222527
Niederschl.812194612318317212280552114mm
Regentage141314141312121112121213 Monat
Sonnenstd.1211876.5556781112Std.
Wasser212121212018181818181919

Reisezeit
= gute Reisezeit
= schlechte Reisezeit

 

 

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