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Irgendwann um halb 6h morgens waren wir bereits wieder wach, obwohl es eigentlich nur 5 Stunden Zeitverschiebung gab. Komisch, muss eine Art Minijetlag gewesen sein !? Egal, da wir ja notorische Frühaufsteher im Urlaub sind war unser erster Gedanke, das wir ja vielleicht am Strand noch welche von den Schildkröten sehen können, die hier zwischen Dezember und März zur Eiablage herkommen.
Ein wenig schlaftrunken waten wir also los und werden erst einmal mit einem recht netten Sonnenaufgang belohnt. Ausserdem können wir die Hotelanlage ja jetzt zum ersten Mal bei Tageslicht sehen, um 5 Uhr geht hier nämlich bereits die Sonne auf.
Wir lassen diese Stimmung ein wenig auf uns wirken und haben jetzt die Wahl, den Strand rechts oder links entlang zu laufen. Keine leichte Entscheidung, rechts sind es 8000km und links immerhin 5000km Küste. Ob wir das wohl in 14 Tagen alles schaffen werden? ...
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Wie auch immer, wir entscheiden uns für rechts ... und zwar genau bis zur nächsten Kurve, die in knapp 500m Entfernung liegt. Total geschafft machen wir uns wieder auf den Rückweg, schließlich gibt es ab 7h endlich Frühstück und der Magen hängt uns wirklich auf dem Boden. Schildkröten haben wir jetzt zwar nicht gesehen, dafür aber ein paar Spuren im Sand die auf die Aktivitäten in der Nacht hinweisen.

Irgendwie ist das ziemlich schade, ... das Hotel wirbt damit, das es sich genau HIER an diesem Strandabschnitt befindet, wo sich auch die Tartarugas (bzw. Schildkröten) tummeln. Aber leider ist es wirklich reine Glückssache, auch mal wirklich eine live zu Gesicht zu bekommen. Da die Eiablage meistens Nachts stattfindet und der Strand dann aber wirklich stockdüster ist (künstliches Licht, Blitz etc. sind verboten), sinken die Chancen auf ein Rendevous gen Null. Jahreszeitenabhängig gibt es aber die Möglichkeit, mit einem Team vom Tamar-Project an einer nächtlichen Exkursion zu den Nistplätzen der Schildkröten teilzunehmen. Leider war das bei unserem Aufenthalt aber nicht der Fall, was wohl unter anderem auch am Wetter gelegen hat. Da spielen viele Faktoren eine Rolle ... Ebbe, Flut, Regen, Temperatur, Laune der Natur etc.
Ist uns jetzt aber auch wurscht, wir gehen einfach mal davon aus das wir irgendwann einmal in den 2 Wochen hier noch eine der putzigen Gesellen zu Gesicht bekommen werden.
JETZT aber geht's erst einmal zum Frühstücksbuffet. Das fällt wieder mal sehr umfangreich aus, wie wir es von Iberostar bisher auch schon gewohnt waren. Es gibt wirklich fast alles, sogar Donuts werden frisch zubereitet und - je nach Wunsch - mit weisser oder schwarzer, heisser Schokolade glasiert. Das schmeckt einfach genial und speziell für mich als recht großen Donut und Muffin - Fan kommt das wie gerufen.
Natürlich gibt's auch vegetarisch, landestypisch und was weiss ich nicht noch alles. Wer HIER nichts findet dem ist nicht mehr zu helfen.
Voll gefuttert bis obenhin inspizieren wir jetzt erst einmal in Ruhe die gesamte Hotel-Anlage, welche im Mai 2006 eröffnet hat.
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Dementsprechend befinden sich Teile des gesamten Komplexes noch nicht in DEM Zustand, wie wir es von anderen Anlagen dieser Art bisher gewohnt waren. Überall sieht man noch die frisch verlegten Rasenplatten, die ein oder andere Baustelle und Kinderkrankheiten, die aber hoffentlich in nächster Zeit noch behoben werden. Wir beschließen, uns die vom Hotel zur Verfügung gestellten Handtücher abzuholen und uns am Pool ein wenig zu entspannen ...
... nur leider stellt sich das als gar nicht SO einfach heraus, da fast alle Liegen mit Schattenoption bereits Handtuchtechnisch reserviert sind. Diese Unsitte kennen wir eigentlich nur aus Südeuropa, das es aber hier jetzt auch so abläuft, das Leute bereits um 6h morgens "Ihren" Platz in Beschlag nehmen ist wirklich unglaublich. Sowas sollte von der Hotelleitung eigentlich mit einer Entfernung des Handtuches durch einen Wurf in Wasser geahndet werden !!! Aber so hat halt jeder auch im Urlaub seine Hobbys ...


Nichtsdestotrotz finden wir zwei gemütliche Liegen und machen erstmal DAS, wozu wir ja unter anderem auch hier sind ... nämlich nix! Mit je einem Cocktail in der Hand ist es sogar richtig prima, nix zu tun und das Poolleben zu beobachten. Aber irgendwie bekommen wir dann irgendwann natürlich DOCH Hummeln im Hintern und wollen mehr von Brasilien sehen als nur das Hotel ... anfangen wollen wir morgen früh im nächsten Ort. Heute muss aber nochmal der Strand herhalten.

Wir sehen uns dann morgen früh ...
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