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Bevor ich es vergesse - es besteht ebenfalls die Möglichkeit, mit einem Animateur des Iberostarhotels einen geführten Ausflug zum TAMAR-Projekt zu unternehmen. Wie das ganze abläuft entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.
Eine gute Möglichkeit, um einiges über die Flora & Fauna in diesem Teil Brasiliens kennenzulernen, ist die Teilnahme an einem Ecological Walk. Hierbei läuft man mit zwei einheimischen Biologie-Studenten über das wirklich riesige Areal des Hotelgeländes und es werden einem jede Menge interessante Infos erzählt.
Wir hatten Glück, da wir an dem Tag die einzigen beiden Teilnehmer waren und somit quasi in den Genuss einer privaten "Expedition Iberostar-Area" gekommen sind. Die Namen der beiden Guides fallen mir leider trotz mehrerer Schläge auf dem Hinterkopf nicht mehr ein, die beiden sahen aber auf jeden Fall wie echte Vollblutbiologiestudenten aus.
Allerdings fragten wir uns ernsthaft, wohin und wie weit wir eigentlich wandern werden.
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Wir hatten zwar jeder eine dieser lustigen 0,5 Liter PET-Wasserflaschen mit, die beiden waren aber ausgestattet, als wenn sie vorhaben irgendwo in der Wildnis zu übernachten.
Letztendlich stellte sich das ganze aber dann doch als weit harmloser heraus als wir befürchtet haben. Wir erfahren, das dieses Hotel sämtliche ihm zum Opfer gefallene Natur (Palmen etc.) an anderer Stelle wieder aufbauen musste. Ausserdem musste eine ökologisches Gleichgewicht zwischen Natur und Tieren geschaffen werden. Kein Tier und kein Strauch darf durch die Anlage beeinträchtigt werden. Wir sehen jede Menge Kakteen, einheimische Pflanzen und verfolgen die Spuren einiger Tiere, wie zum Beispiel diverser Echsen, Schlangen und Vögel.
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A propos Vögel ... Aus irgendeinem Gestrüpp hören wir plötzlich ein leises fiepen - ein nur wenige Tage altes Küken ist wohl aus dem elterlichen Nest geflüchtet oder gefallen und sitzt nun verängstigt und nach der Mutter rufend vor uns im Sand.
Es dauert nur wenige Augenblicke, da haben unsere beiden Guides schon das Nest und die Vogelmama gefunden. Wir platzieren den Knirps an einer für die Mutter gut sichtbaren Stelle, beobachten die Wiedervereinigung der Beiden und freuen uns ob der vermeintlich guten Tat.
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Hatte ich eigentlich erwähnt das es warm war? Ach was sage ich, warm ... es war HEISS !! War ein richtig toller Einfall die Wanderung in der Mittagssonne zu machen ... auf so eine geniale Idee können auch nur wir wieder kommen. Aber das nur am Rande, das musste mal gesagt werden 

Gegen Ende des Walks kommen wir noch zu einer Stelle, wo Tiere wieder in die Natur entlassen werden, die in eigens dafür aufgestellte Fallen geraten sind. Wobei der Begriff "Fallen" hierbei nicht missverstanden werden darf. Diese sind lediglich dafür da, verirrte Tiere wieder an den richtigen Ort zu bringen. Da oftmals aber auch Tiere in diese Fallen geraten, die dort eigentlich gar nichts zu suchen haben (weil sie eh hier an genau diesem Ort leben), werden diese dann an Ort und Stelle nach einem kurzen Gesundheitscheck (EKG, Blutgruppenbestimmung, HIV-Test etc.) wieder ausgesetzt ...
... wie dieser kleine Salamander rechts auf dem Bild zum Beispiel, den Mel höchstpersönlich wieder freilassen durfte.
Die Hand gehört allerdings einem der Guides, so einen dicken Daumen hat Mel glaube ich nicht.
Spassig wurde das ganze dann, als ein kleiner Frosch wieder freigelassen werden sollte. Erstens hab ich einen absolute Antipathie gegen diese quakenden Genossen und zweitens wollte der Kleine doch partout nicht wieder von uns weg.
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Er sass die ganze Zeit auf Mel's Hand und eigentlich sollte er runter hüpfen und das Weite suchen. Stattdessen aber bewegt er sich erst keinen Millimeter und dann hüpft er zwar weg, allerdings lediglich in die Box in welche er vorher auch schon war, als er gefangen worden ist. Merkwürdiger Geselle.
Ich sollte das dann auch mal versuchen, lehnte aber dankend ab. Dieses ungute Gefühl wenn ich einem Frosch zu nahe komme hängt im übrigen mit einer Begegnung der 3.Art zusammen, die ich damals auf unserer Hochzeitsreise in die Dominikanische Republik gehabt habe. Dort ist eine wirklich nicht gerade kleines Exemplar der Gattung Riesenkröte mal während eines Spaziergangs auf meinen - nur mit einem Badelatschen bekleideten - Fuß gesprungen und hat sich dort mit den Vorderbeinen so festgeklammert, als wollte sie den Fuß nie wieder hergeben. Selbst durch mehrfache, fussballprofiartige Kickbewegungen lies dieses Ding nicht mehr los ... das sah zwar bestimmt ungeheuer lustig aus, seitdem sind aber alle Frösche bei mir auf dem Feindindex. Diese Story hat mittlerweile bei uns Kultstatus erreicht und wir müssen auch heute noch immer wieder lachen wenn wir uns daran erinnern ... aber das nur zu Erklärung.
Ein Foto gibt es deshalb auch nicht von diesem Frosch, ich war in diesem Moment zu sehr damit beschäftigt Abstand zu halten ...auf jeden Fall hat es irgendwann dann doch noch geklappt und das kleine Kerlchen ist endlich weggehüpft. Als Ersatz für das fehlende Amphibienfoto pack ich einfach mal wieder einen halbwegs toten Baum hier rein ... die find ich ja seit letztem Jahr ganz toll.

Als wir wieder im Hotel ankommen geht uns kurz durch den Kopf, die beiden Studenten einfach für ein paar Tage zu mieten und eine Dschungeltour zu machen - das wäre bestimmt ein klasse Erlebnis geworden. Aber leider ist das nicht möglich ... schade eigentlich. Ausflugmässig ist hier nämlich leider echt essig sonst. Dabei wollten wir doch soviel von Brasilien und der faszinierenden Natur hier sehen. Aber das ist schlicht und ergreifend einfach nicht drin. Lediglich einige wenige typische Touristen-Funausflüge sind buchbar und darauf legen wir eigentlich keinen grossen Wert.
Naja, stattdessen machen wir uns halt wenigstens auf nach Salvador, wo wir einen ganzen Tag verbringen werden ...
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