Eigentlich könnte man den ganzen Tag damit verbringen, hier von Fort zu Fort zu fahren ... es gibt glaube ich so um die fünfzehn Stück wenn ich mich recht erinnere. Sie umgeben Salvador und hatten damals eine strategische Funktion, da sie zur Feindabwehr dienten. Einige kann man heute besichtigen wenn man mag.
Die meisten Forts besitzen auch einen Leuchtturm, um damalige Feinde entweder zu verwirren oder Freunde zu warnen. Sollte man sich entschliessen um ein Fort herumzugehen darf man eines NICHT ausser Acht lassen: HINTER dem Fort sieht einen niemand - und das wissen auch die Kleinkriminellen hier vor Ort. Deshalb kommt es häufig zu Überfällen im toten Winkel der Gemäuer ... also ACHTUNG !!! Das Thema Kriminalität in Salvador ist übrigens bei weitem nicht so schlimm wie man es oftmals lesen kann. Eigentlich soll es hier - im Vergleich zu Rio zum Beispiel - sogar recht harmlos zugehen. Die sogenannte "Bandenkriminalität" ist hier nämlich nicht vorhanden. Und überfallen und ausgeraubt werden kann ich auf der ganzen Welt. Teilweise sind es die Touristen dann aber auch selbst Schuld - niemand braucht in solchen Ländern mit dicken Uhren und Goldketten angeben in aller Öffentlichkeit. Das ist ja quasi schon wie eine "Einladung zum Überfall " ... Aber das nur nebenbei, wollte ich nicht eigentlich was über Forts schreiben !? Ach egal ... ich verweise mal wieder auf eine externe Informationsquelle und würde sagen, da Bilder manchmal mehr als Worte sagen - die in diesem Fall eh nur aus Zahlen und Fakten bestehen würden - gibt es hier mal wieder ein abendliches Foto ...
Von diesem Punkt hier hat man ausserdem einen recht netten Blick auf die Skyline von Salvador; hätte eigentlich gar nicht gedacht, das man hier überhaupt eine Skyline vorfinden würde. Mel hat sich übrigens hinter der Kanone versteckt, keine Ahnung warum ...
Dank dem Lumix-Zoom hab ich mir die Hochhäuser dann aber auch nochmal ein wenig aus der Nähe betrachten können ... blöderweise hatte ich aber kein Stativ dabei, sonst wäre vermutlich noch mehr drin gewesen. Als wir Salvador wieder verlassen stehen wir erst einmal mitten im Stau - Rush Hour auf brasilianisch. Absolutes Chaos! Die stärkste Hupe gewinnt, oftmals kann man zwischen zwei Autos kein Haar mehr quetschen. Aber was einen nicht umbringt härtet ab. Einen Unfall sehen wir schliesslich auch noch, ein Linienbus hat eine Frau angefahren die jetzt offensichtlich schwer benommen mitten auf der Strasse liegt und von einer Menschentraube umzingelt wird. Ich hoffe mal, das Ihr nichts ernstes passiert ist!
Vorbei an einigen Favelas (das sind die hiesigen Slums) machen wir uns dann wieder auf den Rückweg ... das auf dem Bild unten sind eigentlich gar keine richtigen Slums, da die Leute dort noch nicht einmal Strom haben.
Eine Homepage hat das Shopping Center natürlich auch ... Als Fazit dieses Ausfluges würde ich meinen, Salvador ist auf jeden Fall einen Besuch wert wenn man in der Nähe ist. Die Stadt hat irgendwie ein ganz besonderes Flair, dem man sich nur schwer entziehen kann. Exzentrisch exotisch beschreibt es vielleicht annähernd, auf jeden Fall mal was völlig anderes als sonst! Eine Karte hab ich auch noch gefunden ...
Morgen gibt's dann wieder Strand satt ... |
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