Flagge Brasilien
Samba de Capoeiro
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Samba de Capoeiro
!vamos! do Brasil

 

 

 

Prolog

 

 

 

 

Nachdem bei uns beiden der Wunsch nach einem gepflegtem All-Inklusive-Urlaub mal wieder stärker geworden ist, haben wir beschlossen uns auf die Suche nach einem geeigneten Ziel zu machen. Exotisch sollte es dieses Mal sein und wenn möglich keine Rundreise und auch kein 08/15-Ziel. Ausserdem wäre ein Iberostar-Hotel mal wieder richtig prima. Das schränkte die Auswahl bereits ein wenig ein. Zur Auswahl standen dann Reiseziele wie Venezuela, Costa Rica, die ABC-Inseln, Panama, Tansania und Brasilien. Da nun zufällig gerade an der Nordostküste Brasiliens im Mai 2006 ein neues Hotel der Iberostarkette eröffnet hatte, fiel die Wahl schließlich auch genau darauf. Der Preis fürs Hotel befand sich zudem auch noch in einem Rahmen, bei dem uns nicht gleich der Atem stockte.

 

So kam es also, das wir uns am 09.Dezember 2006 morgens um 6.11 Uhr mit dem ICE von Wuppertal über Köln nach Frankfurt aufgemacht haben. Im Zug spricht uns in unserem Abteil ein älteres Ehepaar an wohin die Reise denn geht ... die beiden hätten schon die ganze Welt gesehen und könnten uns bestimmt ein bisschen was erzählen zu unserem Ziel. Als unsere Antwort "Brasilien" lautet verstummten die beiden ... anscheinend sind sie doch noch nicht überall auf der Welt gewesen bisher und im Inneren denke ich so bei mir "ein Königreich dafür wenn ihr Zwei jetzt Eure eigenen Blicke sehen könntet". Es gibt also anscheinend tatsächlich noch Ziele auf dieser Welt die selbst weit gereiste Leute kurzfristig den Atem stocken lassen - dabei ist der Urlaub unterm Strich nicht teurer gewesen als jeder andere. Der Flug über den Atlantik - dieses Mal durchgeführt mit einem A330 der Lufthansa-Tochtergesellschaft Condor - dauert knapp 10.5 Stunden. Unser Zielflughafen ist Salvador in der Region Bahia im Nordosten des Landes gewesen, welches auch als "schwarzes Herz" Brasiliens bekannt ist. Zwei Drittel der Bevölkerung sind Nachfahren der schwarzen Sklaven aus Afrika. Die Stadt gilt heute als die exotischste und exzentrischste Stadt ganz Brasiliens und wird oft auch als "schwarzes Rom" bezeichnet, nirgendwo sonst gibt es nämlich soviele Kirchen. Die berühmteste davon ist wohl die des Heiligen San Francesco. Von Salvador aus fahren wir mit dem Transferbus Richtung Norden und erreichen in knapp 90 Minuten das Zielhotel. Gebucht ist das Iberostar Praia do Forte, ein 5-Sterne-AI-Hotel. Die bisherigen Bewertungen bei tripadvisor haben eigentlich für sich gesprochen, nur leider ist nicht alles Gold was glänzt - aber dazu später mehr. Den Ort Praia do Forte kennt inzwischen seit der Fußball-WM im Jahre 2014 auch so ziemlich jeder, die deutsche Nationalmannschaft hat hier nämlich Ihre Unterkunft gehabt.

 

In der näheren Umgebung des Ortes gibt es unter anderem das Tamar-Projekt zum Schutz der Meeres-Schildkröten, welches wir uns mal näher betrachten haben. Ausserdem liegt in rund 430km Entfernung der Nationalpark Chapada Diamantina, der mit seinen Schluchten und Tafelbergen Erinnerungen an die grossen Canyons in den USA wachwerden lässt. Und ich nehm es gleich einmal vorweg: Ein Ausflug dorthin wäre zwar möglich gewesen, allerdings war der mit knapp 1000US$ (für 2 Personen) für gerade einmal einen vollen Tag vor Ort (dazu kamen noch jeweils 9 Stunden Busfahrt hin und zurück an 2 anderen Tagen) doch ein wenig zu teuer für uns. Ausserdem hätte man nur einen minimalen Bruchteil dieses faszinierenden und wahrscheinlich lohnenswertesten Naturspektakels Brasiliens gesehen ... das war uns einfach zu wenig in Anbetracht des doch recht hohen Preises! Ebenso wäre eine Kombinationsausflug nach Rio de Janeiro und Iguaçu möglich gewesen, allerdings schlägt dieser sogar mit 1500US$ p.P zu Buche ... dafür kann ich schon fast von Deutschland aus wieder eine komplett neue Reise buchen !! Auch dieser Traum sollte sich also nicht erfüllen. Eine Möglichkeit, den Hotelaufenthalt mit dem Iberostarschiff auf dem Amazonas zu kombinieren gab es gar nicht erst - schade eigentlich. So beschränkte sich der Aufenthalt in Brasilien mehr oder weniger auf's Hotel, gepaart mit einigen Ausflügen in die nähere Umgebung.

 

 

Ganz besonders habe ich mir übrigens darauf gefreut, einigen Cracks beim Capoeira zuzusehen. Diese Kombination aus Tanz und Kampfkunst hat mich immer schon fasziniert und wird auf den Strassen Salvadors und an einigen Stränden zum Besten gegeben! Einige Kostproben in Form von kurzen Videos kann man hier betrachten.

 

 

 

 

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