Entlang der USA Westküste: zwischen Campingplatz und Action pur


Die Westküste der USA bietet eine ungeheure Auswahl an spannenden Reisezielen, vom einstigen Hippie-Mekka San Francisco bis zur gigantischen Metropole Los Angeles – von dem mondänen Städtchen Santa Barbara und dem farbenprächtigen Meeresschutzgebiet Monterey Bay bis zur Wüste von Nevada im Landesinneren. Für einen Camping-Trip in dieser abwechslungsreichen Gegend solltet ihr euch mindestens drei Wochen Zeit nehmen, um das Wichtigste zu sehen.

San Francisco verfügt in seinem direkten Umkreis über mehrere Campingplätze, ein nettes Beispiel wäre das San Francisco RV Resort, wo die Camper zwar recht dicht gepackt stehen, aber immerhin Meerblick geboten wird. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bis in die Stadt sind es ungefähr 1,5 Stunden: eine recht gute Ausgangsbasis zum intensiven Sightseeing, aber nicht unbedingt als Erholungsort geeignet. In San Francisco wartet natürlich die berühmte Golden Gate Bridge auf euch, mit Blick auf die meist von mystischem Nebel umhüllte Gefängnisinsel Alcatraz. Auf der Brücke selbst tobt der Verkehr, die Aussicht ist aber phänomenal! Auch die Hippies der 60er Jahre haben ihre Spuren hinterlassen, im Haight-Ashbury leben sie ihren regenbogenfarbenen Traum weiter fort. In diesem Viertel ist einfach alles kunterbunt, an jeder Ecke findet ihr das markante PEACE-Zeichen. Von den Twin Peaks aus genießt ihr ein Stadtpanorama der Extraklasse und des Nachts warten mehr als 2000 Pubs und Hunderte Event-Lokale darauf, erkundet zu werden.

Es ist gar nicht so einfach, sich von San Francisco mit seiner tollen Bucht, den berühmten Cables Cars und den verrückten steilen Hügeln wieder zu lösen, doch ein Stück weit im Süden wartet eine echte Perle auf euch: die Bucht von Monterey. Der Manresa Uplands Campground liegt direkt an der Bay, er bietet nach einer kleinen Klettertour sogar Zugang zum Strand und liegt etwas abseits der ausgetretenen Touristenpfade. Die populärste Attraktion der Gegend ist das Monterey Bay Aquarium, eines der größten Meeresaquarien dieser Erde mit einem unglaublichen Schatz an putzmunteren Meeresbewohnern – von ganz klein bis riesengroß. Aber Achtung: Wer einmal da war, der kann mit den Mini-Aquarien hier in Deutschland kaum noch etwas anfangen! An der Küste wimmelt es auch von Tauchbasen, allerdings dürft ihr keine Warmduscher sein, wenn ihr hier den Kopf unter Wasser stecken möchtet. Für Whale Watcher gibt es durchaus den einen oder anderen Buckelwal, Grauwal oder Schwertwal zu sehen.

Auf dem Weg weiter in den Süden lohnt es sich durch die Straßen von Santa Barbara zu tingeln, denn hier gibt es die teuersten Villen, parkartige Gärten und supercoole Pools zu entdecken. In der teuersten Wohngegend der gesamten USA lässt sich vielleicht auch der eine oder andere Promi blicken, also immer die Augen aufhalten! Das breitgefächerte Nachtleben genießen hier die Normalos ebenso wie die VIPs, zwar nicht immer einträchtig nebeneinander, doch immer in vollen Zügen: Probiert es einfach mal aus!

Wenn ihr Santa Barbara verlasst, habt ihr die Wahl, zuerst in die Wüstenstadt Las Vegas zu fahren oder Los Angeles zu besuchen; wir entscheiden uns an dieser Stelle für das Glücksspiel-Eldorado. Um auch die Bildung nicht außer Acht zu lassen, können zuvor ein paar Infos zur Geschichte moderner Unterhaltungskultur nicht schaden, die von Las Vegas mitgestaltet wurde und dann ab in die Wüste! Die prunkvollen Casino-Resorts mit ihrer unglaublich kreativen Einrichtung entführen euch in andere Welten, vom Römischen Reich Cäsars bis nach Venedig, Paris und zurück. Ihr müsst nicht einmal die ganze Nacht durchzocken, um hier richtig was zu erleben, nur spazieren zu gehen und überall einmal zu schauen, reicht völlig aus! Als besondere Sehenswürdigkeiten gelten die gigantische Wasserorgel des Bellagios, der lavaspeiende Vulkan am Hotel Mirage, das Riesenrad »Las Vegas High Roller«, der »Canal Grande« am Hotel Venetien und der Stratosphere Tower mit seinem unglaublichen Panoramablick. Garantiert habe ich noch jede Menge Attraktionen vergessen, es lohnt sich wirklich, diese Stadt mit eigenen Augen zu sehen. Niederlassen könnt ihr euch mit eurem Camper zum Beispiel im Red Rock Campground, umgeben von einer faszinierenden Landschaft. Bis nach Las Vegas ist es von hier gar nicht weit.

Klar könnt ihr danach noch nach Los Angeles fahren, euch in den Universal Studios vergnügen, das berühmte Beverley Hills besuchen, am sonnigen Venice Beach entspannen und den Walk of Fame abschreiten. Wenn ihr das alles in einem einzigen Urlaub unterbringt, habt ihr so richtig viel erlebt und bringt einen bunten Strauß an Erinnerungen mit nach Haus. Aber ganz ehrlich: Dieser Trip bietet genug Stoff für zwei bis drei Urlaubsreisen, denn ich habe nicht mal die vielen möglichen Zwischenstationen erwähnt, wie die Hoover Talsperre, Kaliforniens Redwood-Wälder und das weltbekannte Death Valley. Hier gilt einfach der alte Spruch: Manchmal kommen sie wieder!