Jamaica – Dunns River Falls

Der Tag beginnt so, wie er gestern aufgehört hat. Wolkenlos und sonnig, bereits beim frühstücken an der Reeling sind es schätzungsweise 25°C … und das um 7h morgens. Die Aussichten sind also ganz gut für einen tollen Tag auf Jamaika und unser Schiff zeigt sich von der besten Seite als wir morgens von Board gehen …

 

Carnival Imagination im Hafen von Ocho Rios (Jamaica)

 

Wir haben uns für einen Ausflug entschieden, der uns zuerst nach Fern Gully bringt, einen Regenwald ganz in der Nähe von Ocho Rios. 500 unterschiedliche Farnsorten sind hier beheimatet, die teilweise baumhoch am Straßenrand nach oben wuchern. Einige von ihnen findet man nur hier auf Jamaika und sonst nirgendwo auf der Welt. Kurioserweise herrschen bei der Durchfahrt mit dem Kleinbus hier so schummrige und dunkle Lichtverhältnisse, das uns aus dem fahrenden Wagen heraus fast kein einzig brauchbares Foto gelingen möchte. Da zeigt sich halt auch gleich der Nachteil von solchen Kurztrips: Es ist zeitlich alles sehr knapp bemessen, mal kurz anhalten um auszusteigen ist anscheinend nicht möglich gewesen – schade eigentlich. Trotzdem offenbart sich hier im „Regenwald“ ein für uns ganz neues Bild von Jamaika. So etwas haben wir nämlich bei unserem längeren Aufenthalt vor drei Jahren nicht gesehen.

Nach dem kurzen Waldtrip geht es weiter in die Shaw Park Gardens. Hier hat man manchmal fast den Eindruck sich in einer Art „verwunschenen Garten“ zu befinden. Wir bekommen einen Guide zur Seite gestellt der uns jede Menge interessante und weniger interessante Dinge zur Botanik und allem anderen möglichen Zeugs erzählt … naja, wer’s braucht. Hier rum spazieren macht trotzdem Spaß, man hat einen tollen Blick auf die Bucht von Ocho Rios, bei besserem Wetter wäre der Eindruck allerdings bestimmt schöner als er es jetzt gerade im Moment ist.

 

Bucht von Ocho Rios

 

Kurze Zeit nach dem Foto öffnet der Himmel seine Pforten und Petrus schenkt uns einen gratis Regenschauer … das kennen wir ja bereist von damals schon. Einmal am Tag regnet es hier irgendwie immer mal kurz. Nachdem der Schauer vorbei ist widmen wir uns einer anderen Art von Wasser, das geschmeidige rauschen eines Wasserfalles weckt nämlich unsere Aufmerksamkeit.

 

Wasserfall in Shaw Park Gardens

 

Flower Power

 

Früher gab es hier wohl auch einmal ein Hotel im Garten, das wurde aber inzwischen geschlossen … warum auch immer. Will man den Park eigenständig und nicht im Rahmen eines Ausfluges besuchen werden dafür 5US$ fällig. Wie kommt man hin? Einfach oberhalb von Ocho Rios der Straße A3 nach Kingston und dann den Hinweisschildern folgen. Was kann man hier im Park sonst noch so machen? Heiraten, verstecken spielen … und Spinnen knipsen *igitt*

 

Spinne

 

Wir laufen eine knappe Stunde hier durch die Gegend und nach dem obligatorischen Besuch der Souvenirstände geht es wieder zurück nach Ocho Rios. Hier stehen jetzt erst mal zwei Shopping-Center auf dem Programm, der Taj Mahal und das Island Plaza. Hier befindet sich – mal wieder – ein Margaritaville. Und was macht man dort? Rüschtüsch, ein T-Shirt kaufen! Mittlerweile hab ich wohl mehr Marga-Shirts als Hard Rock Cafe – Souvenirs … das sollte einem zu denken geben !!

Letzte Station an diesem Tag: Dunns River. Die Wasserfälle haben wir ja bereits damals erklommen, allerdings haben wir so gut wie keine Fotos seinerzeit machen können. Wenn man selbst mit klettert hat man nämlich nur kaum bis gar keine Möglichkeit dazu. Deshalb war der Plan, das Frauchen mit klettert und ich mich fürs Team opfere um von draußen die Fotos zu schießen. Da ich mir nicht sicher war ob ich die Lumix mitnehmen sollte hab ich vorsichtshalber aber nur die kleine Casio-Cam eingepackt. Hinterher hätte ich mich dafür in den Allerwertesten beißen können, aber hinterher ist man ja immer schlauer. Naja, müssen wir halt nochmal hinfahren irgendwann … Trotzdem sind ein paar nette Bilder entstanden, hier mal einige Beispiele.

 

Dunns River Falls, Ocho Rios

 

Climbing Dunns River Falls

 

Obligatorisch ist ja hier das Händchen halten, wobei ich mich frage, ob im Ernst bzw.Rutschfall das wirklich etwas bringt. Ich persönlich hab mich damals irgendwie immer trittsicherer gefühlt wenn ich ein Stückchen alleine hoch gewandert bin … aber gut. Sehr gut gemacht ist übrigens die Möglichkeit, das Außenstehende an einigen Stellen immer wieder die Möglichkeiten haben zwischendurch auch einmal den dicken Zeh ins kühle Naß zu halten.

 

Dunns River

 

Dunns River Kaskaden

 

Das ich von draußen die ganze Zeit Bilder gemacht habe und trocken geblieben bin schien der Guide offenbar tunlichst ändern zu wollen, immer wieder hat er mich zu sich heran gewunken … ich bin aber fast die ganze Zeit standhaft geblieben. Wie gesagt – F A S T …

 

Und dabei wollte ich nur von aussen Fotos machen ....

 

Mel im "Pool" ...

 

Ein Glück haben wir aber eine Art Mini-Handtuch dabei, ich kann also meinen dicken Zeh wieder abtrocknen hinterher um weiter zu knipsen. Eine ganze Speicherkarte musste dieses Mal für den Aufstieg dran glauben, die Bilder werd ich hinterher in der Jamaika-Galerie von 2005 eingliedern.

Glücklicherweise sind wir (also beziehungsweise unsere Gruppe) übrigens wieder fast alleine am Wasserfall – genau wie damals. Diese überlaufenen Bilder die man ab und zu sieht müssen also eine Fälschung sein. Hier ist überhaupt nix los !! *grins*

Irgendwann geht auch dieser Tag wieder zu Ende, zurück am Steg müssen wir aber dann noch kurz schmunzeln. Irgendein armer Wicht wurde dazu verdonnert unser Schiff zu streichen … vielleicht hatte er kein Geld für ein Ticket und arbeitet so seine Reise ab?

 

Ein armer Wicht ...

 

... wer bei DEM Wetter anstreichen darf !!

 

Naja, ein Glück das WIR für die Reise bezahlt haben … *g* Morgen ist dann wieder ein Seetag, oder „Funday at Sea“ wie es auf den Carnival Kreuzfahrten heißt.

Mal sehen wie viel Fun wir dann wirklich haben werden, bis denn *wink*

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