Reisebericht Florida 2008

 

Zurück  
Weiter

 

2.Tag (31.Januar 2008)

Everglades

 

Als wir wach werden ist es bereits kurz nach 5 Uhr ... eigentlich recht ungewöhnlich für uns, da wir am ersten Tag nach dem Flug immer mitten in der Nacht irgendwann aufwachen. Ist aber auch egal, wir machen uns frisch und fahren gemütlich los nach Miami. Erster Stop ist das Holocaust Memorial, das sich in unmittelbarer Nähe des Convention Centers und des botanischen Gartens befindet. Kann man eigentlich nicht verfehlen.

Weiter geht es ins nahe gelegende Art Deco Viertel, morgens früh hat das hier irgendwie einen ganz eigenen Flair und die Atmosphäre ist völlig unterschiedlich im Vergleich zu abends.

Die pastellfarbenen Häuser werden geradezu von der Sonne angestrahlt als wir ankommen, die Farben kommen zu dieser Tageszeit ganz besonders gut zur Geltung.

Ausserdem ist es recht leer, kaum ein Mensch ist unterwegs. Wir parken hier (bis 9 Uhr morgens kostenlos), frühstücken kurz im Starbucks am Ende der Strasse und nehmen beide einen Frappuccino auf der Hand mit. Draussen sind es bereits angenehme 22°C und die Sonne strahlt von einem fast wolkenlosen Himmel ... so kann es bleiben. Beim Gedanken an das Wetter in Deutschland können wir uns ein breites grinsen nicht verkneifen.

Wir wandern ein wenig auf und ab, machen jede Menge Fotos und gehen schließlich an den Strand, der auch noch fast menschenleer um diese Zeit ist.

Haus im Art Deco District

Ein ziemlich krasser Gegensatz zum total überlaufenen Strand als wir 2005 hier gewesen sind ... fast schon schön. Die umherfliegenden Möwen und der leichte Wind der uns um die Ohren weht runden die für uns eigentlich unerwartete und untypische Idylle ab. Ausser uns sind nur noch einige andere Leute mit Fotoapparaten unterwegs, die anscheinend die Gunst der Stunde ebenfalls ausnutzen wollen.

Miami Beach

Doch so schön der Moment aber auch ist, wir wollen weiter ... die Everglades warten auf uns.

Haben wir damals ja nur den Tamiami Trail durchkreuzt, so wollen wir an diesem Tag in den südlichen Teil des National Parks hineinfahren und ein paar der kurzen Trails wandern. Die Fahrt über die #1 zieht sich wie gewohnt, aber um kurz nach 10 Uhr sind wir dann schließlich am Eingang des Parks. Da dieses hier der einzige Nationalpark in diesem Urlaub sein soll lohnt sich für uns ein Kauf des Nationalpark Passes nicht wirklich, wir zahlen dementsprechend die 10 US$ (für ein Auto mit maximal 8 Personen, gültig für 7 aufeinanderfolgende Tage) und halten als erstes direkt beim Visitor Center um uns Infos über aktuelle Tiere vor Ort zu holen. Der Ranger hat uns dann erzählt, das aktuell auf dem Anhinga Trail mit 50 - 70 Alligatoren zu rechnen ist ... und das GARANTIERT! Das hört sich schonmal nicht schlecht an, bei unserer Fahrt damals mit dem Airboat konnte man die gesichteten Alligatoren an einer Hand abzählen.

Am Anhinga Trail

Der Anhinga Trail ist vom Visitor Center schnell erreicht, bereits nach wenigen Metern zweigt die Strasse links ab und man ist dann auch fast schon da. Als wir ankommen ist gerade eine der Ranger-Lehrstunden, die man sich 2x täglich anhören kann. Schätzungsweise 30 - 35 Leute lauschen gebannt den Worten des Parkangestellten und warten auf die darauf folgende Führung. Da wir den Anfang verpasst haben und lieber alleine rumlaufen wollen gehen wir einfach drauf los, bereits nach einer Minute sehen wir dann auch den erste Alligator faul am Ufer rumliegen sowie einige Vertreter der Anhingas, von dem der Trail seinen Namen erhielt.

Alligator

Der White Heron ... oder auch Kaiserreiher

Wir wandern bis zu dem Punkt an dem dann ein Holzsteg links abzweigt und mitten durchs Gelände führt, ab hier wird es dann richtig interessant. Überall gibt es Stellen an denen wir die Tiere beobachten können, die wir zuvor noch auf dem Parkplan als Skizze gesehen haben.

Holzsteg auf dem Anhinga Trail

Wir sind zum Glück fast alleine, dank der Jahreszeit gibt es hier noch nichtmal Mücken im Moment. Das Gebiet um den 0.5 Meilen langen Anhinga Trail - Loop ist im Winter Rückzugsgebiet für viele der in den Everglades heimischen Tiere, da hier im Gegensatz zu vielen anderen Stellen das Wasser nicht versiegt. So sehen wir hier zum Beispiel den recht häufig vorkommenden Ibis, den recht selten gewordenen Waldstorch, braune Pelikane, natürlich einige Anhingas (oder auch weisser Reiher), etliche Krokodile (können in der Tat 50 und mehr gewesen sein, genau wie der Ranger gesagt hat ... ich hab nicht mehr mitgezählt irgendwann) und zum krönenden Abschluss sogar einen Falken.

Den haben wir in freier Natur noch NIE irgendwo sehen dürfen. Um welche Falken-Gattung es sich genau handelt kann ich nicht genau sagen, es gibt ja soweit mir bekannt ist knapp 40 unterschiedliche.

Ich wusste übrigens gar nicht, das es hier überhaupt welche gibt, umso überraschter waren wir beide als wir ihn gesehen haben. Ein absolut anmutiger Anblick

Laut Parkranger verirren die sich allerdings auch nur im Winter hierher, weil sie dann ihr Winterquartier errichten. Da haben wir wohl Glück gehabt, gerade zu der Zeit hier zu sein. Die Lebenserwartung solch eines Tieres beträgt übrigens bis zu 18 Jahre.

Falke auf dem Anhinga Trail

Die beste Stelle hier an diesem Punkt war definitiv das Ende des Holzsteges vom Anhinga Trail, dort wo der asphaltierte Weg wieder beginnt. Dort waren derart viele Tiere zugegen das man fast schon meint, jemand hat die so dahingelegt. Ist aber natürlich nicht der Fall.

Alligatorauflauf am Ende des Anhinga Trails

Wir sind ziemlich beeindruckt von dem Ort hier und laufen zum Abschluss noch den hier angrenzenden, kurzen Gumbo Limbo Trail ... der ist allerdings eher enttäuschend und wir gehen einfach nur schnell durch. Man wandert im Prinzip durch hohes Dickicht und sieht nur Bäume, Bäume und ... Bäume. Von allen an diesem Tag gesichteten Tieren hier ein Bild reinzusetzen auf dieser Seite ist übrigens ein Ding der Unmöglichkeit, deshab werde ich vermutlichirgendwann einmal eine eigene Unterseite mit allen Tieren des Urlaubes hochladen. Das kann aber wirklich noch einige Zeit dauern ...

Pa-hay-okee Overlook

Wir fahren deshalb weiter, unser nächster Stop ist der Pa-hay-okee Overlook. Leider ist hier alles ausgetrocknet und deshalb gibt es - bis auf eine riesige ausgetrocknete Graslandschaft - nicht wirklich viel zu sehen. Eigentlich gibt es hier eh nur einen kleinen Aussichtsturm aus Holz, von dem aus man halt ein wenig die Umgebung betrachten kann. Unspektakulär, zumindest im Moment. Wenn hier mehr Wasser steht sieht es aber bestimmt besser aus.

Der schwarze Balken oben am Bild ist so gewollt, das ist die Oberkante von dem Holzturm wo man drinsteht und rausschauen kann ... kommt nur leider nicht rüber auf dem Bild - schade eigentlich. Der nächste Stop bevor wir wieder wenden ist der Mahogany Hammock, eigentlich auch recht wenig los hier zur Zeit ... ist eben alles ausgetrocknet. Wir verlassen deshalb diesen Ort nach ein paar Minuten wieder und machen uns auf den Rückweg, inzwischen ist es Nachmittag und wir wollen noch nach Miami in die Dolphin Mall.

Da im Moment mit Berufsverkehr zu rechnen ist planen wir lieber etwas mehr Zeit ein ... was eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Wir entscheiden uns nämlich für die Turnpike, welche direkt an der Mall vorbeiführt. Hier bezahlen wir zwar ein paar Cent Gebühr für die Benutzung, dafür ist es aber auch recht leer. Die Mall ist gut besucht und wir bleiben bis abends hier, bevor es noch weitergeht zur Sawgrass Mall in Ft.Lauderdale. Express-Mall-Hopping am Ende eines Tages sozusagen. Weil wir hier in der Mall auch gleich noch was zu Abendessen, bleiben wir fast bis zum schließen der Geschäfte um 21.30 Uhr. Nach der Rückfahrt zum Hotel fallen wir beide ziemlich geschafft wieder ins Bett. Obwohl es eigentlich ein ziemlich relaxter Tag gewesen ist, steckt uns anscheinend immer noch der Flug in den Knochen. Wir schauen uns noch kurz die heute geschossenen Fotos an und schlummern wieder friedlich ein.

Da im Moment mit Berufsverkehr zu rechnen ist planen wir lieber etwas mehr Zeit ein ... was eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Wir entscheiden uns nämlich für die Turnpike, welche direkt an der Mall vorbeiführt. Hier bezahlen wir zwar ein paar Cent Gebühr für die Benutzung, dafür ist es aber auch recht leer. Die Mall ist gut besucht und wir bleiben bis abends hier, bevor es noch weitergeht zur Sawgrass Mall in Ft.Lauderdale. Express-Mall-Hopping am Ende eines Tages sozusagen. Weil wir hier in der Mall auch gleich noch was zu Abendessen, bleiben wir fast bis zum schließen der Geschäfte um 21.30 Uhr. Nach der Rückfahrt zum Hotel fallen wir beide ziemlich geschafft wieder ins Bett. Obwohl es eigentlich ein ziemlich relaxter Tag gewesen ist, steckt uns anscheinend immer noch der Flug in den Knochen. Wir schauen uns noch kurz die heute geschossenen Fotos an und schlummern wieder friedlich ein.

Morgen wollen wir dann mal nach Ft.Lauderdale reinfahren ... hiking Las Olas Boulevard steht auf dem Plan.

Gut's Nächtle ... *wink*

 

Aktuelles Wetter in den Everglades

Click for Everglades, Florida Forecast

 

Gefahrene Meilen: 218
Getankt: 30,02 US$
   

Sonne Sonnenaufgang:

07:06am

Sonne Sonnenuntergang:

18:04pm
Thermometer Temperatur:

25°C

Zurück
Weiter

Top
© HOH
Top