11.Tag (9.Februar 2008)
Busch Gardens
Beim Blick aus dem Fenster heute morgen bekommen wir erstmal einen kleinen Dämpfer, es ist stark bewölkt und laut Wetterbericht soll es auch den ganzen Tag so bleiben. Auch in Tampa schaut es angeblich nicht besser aus ... das müssen wir natürlich gleich mal testen und fahren hin. Natürlich wollen wir aber nicht wegen dem Wetter dort hin sondern wegen dem letzten der großen Themeparks in Florida der uns noch auf der to-do-Liste fehlt ... Busch Gardens ist angesagt! Heute ist also quasi ein "Fun in the Sun" - Revival Day. Denn 2003 haben wir es leider nicht geschafft diesen Park auch noch zu besuchen, heute kommen wir endlich dazu das nachzuholen. Von St.Pete fährt man etwas über 45 Minuten, alleine die Fahrt über die langgezogene Brücke durch die Tampa Bay ist schon ein echtes Highlight und Erinnerungen an die 7-Mile-Bridge auf den Keys werden wach - nur das ich es hier irgendwie cooler finde!

Am Parkeingang angekommen werden erstmal 9$ Parkgebühr fürs Auto fällig ... zwar ein stolzer Preis, aber eigentlich "normal" inzwischen wenn man sich mal die Gebühren fürs parken bei den Orlando-Themeparks ansieht. Zähneknirschend bezahlen wir, irgendwo ausserhalb nach free parking zu suchen hat hier in der Gegend eh keinen Sinn.
Mit einem Shuttle-Bähnchen wird man dann zum Haupteingang gefahren, hier kann man sich entweder am Self-Service Automaten selber ein Ticket ziehen, oder man geht halt ganz normal an eines der Kassenhäuschen. Vorteil bei der letzteren Variante: Man legt die AAA-Karte vor wenn man ein besitzt und bekommt pro Person 5$ Rabatt. Das spart mehr als jeder Coupon den wir gesehen haben. Wenn man dann noch mit Kreditkarte bezahlt spart man nochmal ein wenig, für zwei Personen haben wir 128$ bezahlt (das waren in EUR umgerechnet 87€ ... also knapp 44€ pro Person). Die Eintrittskarten sind für zwei aufeinanderfolgende Tage gültig und konnten beim verlassen des Parks kostenlos auf ein 2008 Anual Pass geupgraded werden der das ganze Jahr gültig ist. Da wir aber in diesem Jahr wohl kaum nocheinmal hier sein werden verzichten wir darauf.
Um überhaupt ersteinmal einen kleinen Eindruck zu bekommen gibt es hier eine Übersichtskarte des Parks. Irgendwelche FastPass oder PassTheLine - Tickets (wie bei Disney oder Universal) gibt es hier übrigens nicht, großartig Schlange stehen mussten wir trotzdem nirgendwo.
Unser Besuch startet in der Moyambe Reserve, einem riesigen Gorilla-Freigehege. Bevor man aber überhaupt den ersten Affen sieht, kommt man an zwei netten Wasserfällen vorbei ...
Plötzlich denken wir, das sich einer der Gorillas heimlich aus dem Staub gemacht hat und frei im Park herumläuft ... ein kurzer Kitzeltest hat ihn aber als nicht echt entlarvt.

Irgendwann erreichen wir dann aber das eigentliche Gehege. Und zum ersten Mal im Leben sehen wir ein Gorilla-Affenbaby ... wenige Wochen alt hüpft und tobt es immer um seine Mutter herum und trommelt sich wie in Zeitraffer mit seinen Fäusten in bester King - Kong - Manier auf der Brust herum. Das sah zum totlachen aus. Fotomässig sah es allerdings blöd aus, irgendwie hatte der Knilch partout keine Lust mal etwas näher zu kommen und schlich immer ganz am Ende des Geheges rum ... deshalb gibt es hier nur ein Bild vom fiesen Silberrücken-Papi und seinem Bruder.

Seit diesem Tag weiss ich übrigens, eine Gorilla-Safari in irgendeinem Nebelwald kommt für mich definitiv nicht in Frage. Die Kerlchen bestehen ja nur aus Muskeln und Samensträngen !!
Wenn man den affigen Bereich hier wieder verlässt kommt man zwangsweis zu einer Haltestelle des Dampfzuges, der einmal den kompletten Themepark umrundet bzw. an den besten Stellen vorbeifährt. Die Fahrt ist eine gute Gelegenheit sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Gesagt, getan ... wir fahren los und sind plötzlich mitten in der Serengeti Plain. Das Gelände ist riesengroß, manchmal sieht man überhaupt kein Ende oder irgendeinen Zaun.
Nach der Zugfahrt entscheiden wir uns für die Rhino Ralley. Hierbei fährt man als Passagier in einem großen Jeep eine schlammige Strecke mitten durch verschiedene Tiergruppen durch. Wir bewundern die Big Five und viele andere in Afrika beheimatete Tierarten, die wir so eigentlich auch noch nie "in echt" gesehen haben. Die Fahrt ist ganz ähnlich der Kilimanjaro Safari in Animal Kingdom. Der Fahrer ist ein echter Showman und gibt sein bestes um den Passagieren den Eindruck einer echten Safari zu vermitteln. Ist auch alles gut gemacht, besonders der Punkt an den man auf eine klapprige Brücke fährt und diese dann zusammenbricht. Der Jeep landet in einem Fluß voller Stromschnellen und wird natürlich prompt abgetrieben. Ein echter Überraschungsmoment.

Wir wandern weiter, vorbei am Elefantengehege und der Edge of Arfica - Area, zu einem Aussichtpunkt von dem man einen großen Teil der sogenannten Serengeti-Geheges einsehen kann. Die Idylle hier ist wirklich gut gelungen und man meint fast, das man sich wirklich irgendwo in Afrika befinden könnte.


Ein eigener Teil von Busch Gardens ist Bird Gardens, eine große Freiflughalle mit allen möglichen gefiederten Genossen. Hier findet man unter anderem auch den rosa Löffler, den man in freier Natur in Florida manchmal auch noch zu sehen bekommt. Vielleicht haben wir ja später auch noch irgendwann das Glück !? ;-) ... Und - sowas haben wir auch noch nie vorher gesehen - einen weissen Pfau kann man hier ebenfalls bewundern ...
... genauso wie unzählige Flamingos, die wir leider nicht in der freien Natur gesehen haben.

Doch ersteinmal genug von den Tieren (über 2600 gibt es hier laut Infotafel), Busch Gardens beherbergt ja immerhin einige der spektakulärsten Rollercoaster die es gibt. Regelmäßig räumen die Bahnen hier irgendwelche Awards und Preise ab. Und gerade für die Rollercoaster ist der Park ja eigentlich weltweit bekannt ...
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Mit am beeindruckendsten ist - immer noch - SheiKra, einer von nur drei Dive-Coastern weltweit und die höchste Achterbahn Floridas. Acht Personen sitzen hier nebeneinander auf einer Art Bank, wie die normalen Sitze sieht das zumindest nicht aus. Hauptthrill der Bahn: Man fällt aus 61m Höhe senkrecht im 90° Winkel nach unten ... zuvor wird man aber natürlich noch oben am Scheitelpunkt kurz angehalten, damit man auch schön lange sieht wie es gleich nach unten abgeht. Prima Sache sowas ... und so richtig fies! Ausserdem geht's noch IN die Erde, durch Wasser und und und. Wer hier keinen Adrenalinstoß bekommt ist wahrscheinlich ein Stein oder hat keine Nerven.
Zahlen und Fakten zur Bahn gibt's hier ...
Und wer mal ein wenig "mitfahren" möchte kann das hier machen, vielleicht vermittelt das einen kleinen Eindruck ...
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Weiterer Clou von SheiKra: Im Jahr 2007 wurden die Wagons der Bahn so umgebaut, das sie nun "floorless" sind. Das heisst, zwischen den einzelnen Wagenreihen befindet sich kein Unterboden mehr (auf dem rechten der beiden Bilder kann man das ganz gut erkennen), wodurch man die ganze Zeit eine freie Sicht nach unten hat. Geht's NOCH gemeiner?
Insgesamt gibt es fünf Achterbahnen hier (die "wilde Maus" mal nicht mit eingeschlossen) und alle haben Ihren eigenen Reiz. Manchmal kommt man auch als Zuschauer so nah an die Strecke heran, das es fast schon ein Mutprobe ist beim vorbeifahren der Bahn stehenzubleiben. Wie zum Beispiel hier unten auf dem Bild bei KUMBA ... (myvideo-Fahrt) ...

... oder auch bei MONTU, einer Hängeachterbahn vom Feinsten, wo wenigstens noch eine Art Fangnetz über den Zuschauern aufgespannt ist. Praktisch, so fällt wenigstens niemand auf einem drauf falls mal jemand aus der Bahn plumpst.
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Der Windzug den man hier abbekommt in Moment der Vorbeifahrt ist unglaublich und man merkt estmal, was für eine ungeheure Kraft in so Momenten bzw. ja die ganze Zeit eigentlich in solch einer Bahn ausgeübt wird ... bei Montu sind es übrigens 3.85G, für alle die es genau wissen wollen.
Mehr Zahlen, Fakten und sonstiges zu der Bahn gibt's hier.
Und auch hier hab ich bei myvideo wieder einen entdeckt, der die Fahrt mal irgendwann gefilmt hat. Guckst du.
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Selbst die nicht ganz so wild aussehenden Achterbahnen hier sind was besonderes. So ist GWAZI zum Beispiel eine der schnellsten Holzachterbahnen der Welt. Videos der Fahrt findet man im Netz zwar auch ein paar, allerdings ruckeln die alle sehr stark. Müsst Ihr also selber mal mitfahren irgendwann!
Natürlich gibt es dann auch noch diverse Wasserbahnen, bei denen nicht umsonst an der Ecke nebenan extra dafür Regencapes verkauft werden. Ein wirklich GUTE Investition, falls es nicht gerade ein heisser Sommertag sein sollte. Denn selbst wenn man - wie auf den River Rapids zum Beispiel - die ganze Zeit trocken bleiben sollte, weil einem zufällig mal KEINE Welle erwischt, so wird man zu 99% von den Zuschauern die von draussen zugucken mit einem Wasserstrahl "abgeschossen". Hierzu schmeisst man 25 Cent in einen Automaten und darf sich dafür einmal an der Wasserkanone zu schaffen machen, deren Strahl man selbst ausrichten darf! Fies, fies, fies !!

Aber auch als Zuschauer KANN ein Regencape ganz sinnvoll sein, je nachdem wo man gerade in welchem Moment an solch einer Wasserbahn vorbei geht. Unten mal ein Beispiel: Befindet man sich "zufällig" gerade auf der Brücke und bemerkt einen ankommenen Wagen (den man natürlich ja gerne beobachten möchte) sieht man hinterher ziemlich geduscht aus ... gut zu sehen hier oder hier 
Tidal Wave und Stanleyfalls, die zwei Hauptwasserbahenn, befinden sich beide in Stanleyville ... einem der sechs "Länder" in Busch Gardens. Diese Aufteilung kennen wir ja schon von Orlando, dort ist das ja auch so üblich die Parks in einzelne Länder bzw.Bereiche zu unterteilen. In diesem Fall findet man hier Ägypten, Nairobie, Marokko, Timbukto, Kongo und Stanleyville. Africa welcomes you!
Seit April 2008 gibt es auch eine völlig neue Attraktion hier im Park: Jungala! Wenn man der Werbung im Park glauben schenken darf handelt es sich dabei um eine Art begehbaren Urwald, in dem man bis in die Baumwipfel klettern kann und durch den man sogar in einer Art Gleiter hängend fliegen kann. Wem das alles zu aufregend ist der geht einfach in eine der Shows, auch davon gibt es hier natürlich einige ... KaTonga zum Beispiel, eine Art Jungle-Musical.

Wieviel Zeit sollte man einplanen? Ein ganzer Tag geht definitiv hier drauf, es gibt einfach zuviel zu sehen und zu "bestaunen", auch wenn sich das vielleicht blöd anhört. Um den Tag bereits im Vorfeld optimal zu planen gibt es hier auf der Busch Gardens - Homepage einen Plan mit den Anfangszeiten der ganzen Shows. Und selbst wer kein potentieller Coaster-Fan ist kommt auf seine Kosten, alleine das zusehen macht schon Spaß. Für Interessierte gibt es Busch Gardens/SeaWorld - Kombitickets, in denen man ein paar Dollar spart im vergleich zum Einzelpreis. Und an den Park angrenzend gibt es ja auch noch Floridas größten Wasserpark, den haben wir aber nicht besucht und können deshalb nix dazu sagen - außer das er vorhanden ist und auf den Namen Adventure Island hört.
Was bleibt als Fazit dieses Tages zu sagen? Uns hat es auf wirklich gut gefallen hier, ein Vergleich zu WDW oder Universal ist allerdings schwer möglich. Animal Kingdom in Orlando geht am ehsten in die gleiche Richtung und verbindet auch geschickt Themepark und Zoo miteinander - wobei Busch Gardens natürlich der Vorreiter war und mir persönlich auch besser gefällt von beiden. Wer Achterbahnen liebt kommt um Busch Gardens nicht herum, selbst Island of Adventures in Orlando ist was für Nonnenausflüge dagegen. Und selbst DER Park ist für mich weitaus thrilliger als jeder andere! Letztendlich bleibt es natürlich jedem selbst überlassen, ob er sich mal einen Tag lang fallen lassen möchte oder nicht. Wir haben es gern gemacht! Krönender Abschluß war dann noch die Fahrt in den Sonnenuntergang auf der Interstate in Richtung St.Pete ... ein Traum für jeden Autofahrer.

Wir lesen uns dann morgen wieder, dann fahren wir weiter nach Orlando - ein Themepark steht dann aber nicht auf dem Programm, die haben wir ja 2003 bereits alle besucht. Falls du das nicht mitbekommen und noch nicht genug hast von Themeparks, dann geht es hier zu 14 Tagen Fun in the Sun!
Aktuelles Wetter in Tampa

Sonnenaufgang:
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07:12am |
Sonnenuntergang:
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18:18pm |
Temperatur: |
18°C |
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