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5.Tag (20.Januar 2009)

Saint Maarten

 

 

 

Als wir heute morgen vor dem Frühstück unsere Nasen über die Reeling schieben kann man St.Maarten - oder auch 'the friendly island' - bereits in einiger Entfernung erkennen. Das Wetter scheint dem Namen entsprechend freundlich zu sein, kaum eine Wolke trübt den Himmel. Und an den Temperaturen merkt man jetzt auch richtig das man sich irgendwo in der Karibik befinden muss. Adios Winter, Ahoi Sommer! ...

 

Zum vergrößern der Karte einfach draufklicken (neues Fenster) ...

 

Karte von St.Maarten
Luftaufnahme von St.Maarten

 

Auf dem Weg in Richtung Hafen kommen wir auch am Flughafen bei Maho Beach vorbei, der ja weit über die Grenzen hinaus für seine Start - und Landebahn bekannt ist. Diese befindet sich unmittelbar hinter dem Strand und die Maschinen fliegen quasi beim Landeanflug den Sonnenhungrigen Leuten über die Köpfe. Wir werden es aber vermutlich nicht schaffen diesem Teil der Insel einen Besuch abzustatten. Einen Ausflug für St.Maarten hatten wir bereits gebucht (er nennt sich Natural Wonders) und um danach auf eigene Faust dorthin zu fahren hätte es zeitlich leider nicht mehr gereicht. Dummerweise hat sich der Beginn unseres Ausfluges dann auch noch über eine Stunde nach hinten auf 11 Uhr verschoben. Das war wirklich blöd, so haben wir nach hinten raus ebenfalls nun eine Stunde weniger Zeit um noch auf eigene Faust in Philipsburg herumzulaufen. Da wir keine Lust haben nach dem Anlegen weiter an Board zu bleiben und über eine Stunde auf den Beginn des Ausfluges zu warten gehen wir von Board und laufen ein wenig durch das sich am Pier befindende DutyFree-Dörfchen. Ausserdem haben wir so Gelegenheit einmal zwischen den ganzen hochhaushohen Schiffen hier herumzuwandern.

 

Liberty of the Seas und die Disney Magic im Hafen von Philipsburg, St.Maarten

 

Neben uns liegt noch die Disney Magic, hinter uns hat die Norwegian Dawn angelegt und schräg gegenüber hat es sich die MSC Orchestra bequem gemacht. Die vier Schiffe wirken fast wie Wolkenkratzer wenn man unten am Pier zwischen ihnen hindurch spaziert, kein Sonnenstrahl trifft hier den Boden. Sehr lustig ist übrigens wieder: Sobald unser Schiff irgendwo in einem Hafen liegt macht sich eine ganze Horde Heinzelmännchen in Blaumännern an die Arbeit und streicht den Rumpf nach. Sogar der Anker wird neu gestrichen. Dieses Schauspiel haben wir ja letztes Jahr schon auf der Carnival beobachten können, ständig wird irgendwo nachgepinselt.

 

Welcome to St.Maarten

 

Unsere Natural Wonders Inseltour startet schließlich zu vorgesehenen Zeit, unsere Reiseleitung für diesen Tag ist geschätzte Ende 20 und hört auf den Namen Channelqa. Da sich - wie sie meint - eh niemand diesen Namen merken kann nennen sie aber alle nur Chanel No.5 ... mit diesem Worten werden wir begrüßt, scheint also eine lustige Person zu sein. Und in der Tat haut sie einen Klops nach dem anderen heraus, so ganz nebenbei erzählt sie uns eine Menge über die Geschichte der Insel - oft müssen wir schmunzeln wegen Ihrer unverwechselbaren Art zu erzählen.

 

Wir sind übrigens die einzigen Deutschen auf diesem Trip, die restlichen 10 Personen sind allesamt Amis ... war ja irgendwie nicht anders zu erwarten. Eigentlich haben die ja selbst genug Natural Wonders in den USA, was wollen die überhaupt hier auf diesem Ausflug? Mit unserem Kleinbus umrunden wir als erstes den Salt Pon (ein kleiner See) und kurze Zeit später kommen wir auch schon zu unserem ersten Stopp, dem St.Maarten Park. Darauf haben wir eigentlich gar nicht so großen Wert gelegt, der Zoo war aber nun einmal mit im Programm, was soll's? Jede Menge Fotos von jeder Menge Tiere knipsen wir, die beiden schönsten (wie ich finde) sollten hier an dieser Stelle reichen ...

 

Lizard

 

Tucan

 

Knapp eine Stunde dauert der Besuch hier, wir bekommen eine private Führung mit dem Besitzer des Tierparks. Zum Abschluß gibt es noch gekühlte Getränke auf Kosten des Hauses und wir fahren weiter in Richtung Norden. Vorbei durch die hügeliger werdende Landschaft hinter Wiliams Hill überqueren wir die Grenze nach Saint Martin ...

 

Hinterland
Kleiner Hafen auf dem Weg nach Orient Beach

 

... die Insel ist nämlich zweigeteilt in einen französischen und einen niederländischen Teil und heisst im oberen Teil eben Saint Martin und nicht St.Maarten. Den Namen verdankt die Insel Christoph Kolumbus, der sie am 11.November 1493 - dem Namenstag des heiligen Martin - entdeckt hat. Karnevalsanfang also, das erklärt einiges !! *lach*

 

Erster wirklich sehenswerter Stopp ist eigentlich erst die Ecke der Orient Bay ... und zwar beim Orient Beach. Skurile Felsformationen, die blöderweise allesamt im Gegenlicht liegen und eine wirklich schöne Bucht treiben uns ein wenig den Schlaf aus den Augen - bis zu dem Moment fand ich persönlich es nämlich eigentlich nicht wirklich spannend. Aber alleine beim Anblick dieser Bucht hier weiss man plötzlich das sich der Ausflug gelohnt hat!

 

Orient Beach Panorama

 

Orient Beach
Orient Beach

 

Wir bleiben eine zeitlang hier, bevor wir uns - vorbei am kleinen Grand Case Airport und durchs Örtchen Marigot - wieder auf in Richtung Philipsburg machen. In einer Stunde hat man die Insel schließlich umrundet, so groß ist sie ja nicht. Die eine Stunde benötigt man allerdings auch NUR wenn man einen goßen Bogen um Philipsburg macht, dort steht man nämlich immer gepflegt im Stau so wie es ausschaut. Keine Ahnung wie es auf einer so kleinen Insel so viele Autos geben kann.

 

Blick von Cay Bay Hill

 

Auf einem Hügel stoppen wir kurz, von hier aus blickt man Richtung Simpson Bay und hat - bei etwas besserem Wetter - freie Sicht auf einige der umliegenden anderen Inseln, wie zum Beispiel St.Kitts.

 

Wieder zurück in Philipsburg beschließen wir auszusteigen und den Rest zu Fuß zurückzulegen, alle anderen fahren mit dem Bus zurück zum Schiff. Aber es bleiben noch über zwei Stunden Zeit, wozu also schon wieder an Board gehen !?

 

Wir gehen erst einmal in ein Casino, das an Board der Liberty ist allerdings schöner als hier auf der Insel.

 

Front Street

Seitenstrasse der Front Street

 

Wir gehen weiter, immer schön die Front Street entlang ... hier befinden sich die ganzen Läden zum shoppen und etliche Cafes an der parallel verlaufenden Strandpromenade. Beide werden wir irgendwo fündig, Mel kauft sich eine St.Maarten - Strandtasche, ich entführe wieder ein T-Shirt mit aufs Schiff. Zwischen den ganzen Shops befindet sich aber auch das ein oder andere schöne Gebäude, wie zum Beispiel das alte Court House in der Nähe des Piers oder eine schöne Kirche.

 

Das alte Court House
Kirche in Philipsburg

 

Irgendwann spricht mich mitten in einem Laden ein Ami an ob ich wüßte wo hier das Margaritaville ist. Ich sage ihm das ich meine das sich auf St.Maarten keines befindet - und sollte recht damit behalten. Es entsteht zwar gerade ein Jimmy Buffets - Shop am Ende der Strandpromenade, das hat aber glaube ich nichts mit Margaritaville zu tun ... zumindest sieht es völlig anders aus, nur der Name ist geblieben. Wie auch immer ...

 

Der Strand von Philipsburg ist im übrigen traumhaft - wenn man Bagger und Kanalrohre im Sand mag. Hier wird überall fleißig umgegraben und gebuddelt was die Schaufeln hergeben, Entspannung und Ruhe sieht glaube ich anders aus. Zum Glück müssen wir hier nicht länger bleiben ...

 

Die Strandpromenade ...
... und der Strand von Philipsburg

 

Der Rückweg von Philisburg zu unserem Schiff dauert knappe 15 Minuten, alternativ könnte man auch mit einem Shuttle-Boot vom Pier aus fahren. Eine tolle Idee, allerdings nicht um dieses Zeit jetzt. Da ja alle vier Kreuzfahrtschiffe vermutlich heute Abend den Hafen wieder verlassen ist die Warteschlange am Pier dementsprechend lang. Und so ein Shuttle fährt gerade einmal alle 30 Minuten ... aber so sind sie halt die Amis - lieber ewig in einer tollen Schlange stehen und warten als mal 15 Minuten zu Fuß irgendwohin zu gehen, man kennt das ja. Naja, zurück an Board beobachten wir bei abendlicher Stimmung wie die letzten Gäste zurück an Board kommen, der Blick von Deck 14 senkrecht runter auf den Pier ist wirklich beeindruckend und die ganzen herumirrenden Leute wirken fast wie durcheinander laufende Ameisen. Der Versuch eines 180°-Panoramas klappt leider nur bedingt ... eigentlich wäre ein Weitwinkel nötig gewesen dafür.

 

Abendstimmung am Pier

 

Viel gesehen von der Insel haben wir ja rückbetrachtend irgendwie nicht wirklich, trotzdem hat es uns ganz gut gefallen. Was wir alles so verpasst und NICHT gesehen haben kann man sich unter anderem hier anschauen ..

 

Abends gab es noch Sport der anderen Art, Midnight-Climbing und Midnight-Surfin' waren angesagt - mal was anderes ...

 

Kletterer bei Nacht

Flowrider bei Nacht

Die Kletterwand ist im übrigen 169 qm groß und 13m hoch, damit ist sie die größte auf einem Schiff überhaupt.

Beim Flowrider waren an diesem Tag nur Fortgeschrittene am Werk, Anfängerkurse finden nur tagsüber statt ... warum auch immer, die Welle ist ja eigentlich immer die gleiche.

Scheint auf jeden Fall Spaß zu machen, die Schlange ist immer recht lang.

 

Morgen ist wieder ein reiner Seetag angesagt, auf den Weg nach Haiti sieht die Wettervorhersage eigentlich ganz gut aus - hoffen wir mal das Beste.

 

Gute Nacht ...

 

 

 

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