Flagge Jamaica
Tipps & Infos für den Jamaica - Aufenthalt
Flagge Jamaica


Strassenverkehr:

Auf der Insel herrscht Linksverkehr. Ein Auto zu mieten sollte man sich also gut überlegen, da es für den ein oder anderen doch recht gewöhnungsbedürftig ist. Pro Tag werden dafür übrigens bei unbegrenzter Kilometerzahl zwischen 60 und 80 US$ verlangt, plus zehn Prozent Steuern. Der nationale Führerschein wird anerkannt, allerdings stellen manche Vermieter die Bedingung, daß der Fahrer mindestens 25 Jahre alt sein muß. Bedenken sollte man auch, daß die Einheimischen fahren wie "gesenkte Säue" - das gilt allerdings nicht, für die Fahrer der Shuttlebusse vom und zum Hotel. Obwohl man hier einen Führerschein machen muss, um ein Fahrzeug zu bewegen, scheint das nicht wirklich jemanden zu interessieren. Deshalb ist wirklich Vorsicht angesagt, wenn man sich mit einem Auto selber fortbewegen möchte. Dazu kommt, das die Strassenverhältnisse in einigen Bereichen der Insel eher "bescheiden" sind. Viele Schlaglöcher und Schotterpisten bestimmen das Strassennetz. Es werden allerdings auch fleissig neue Strassen gebaut!

Die Verkehrsschilder - wenn man denn ausnahmsweise überhaupt mal welche findet - scheinen alle amerikanischen Ursprungs zu sein, zumindest haben wir fast ausschliesslich US-Schilder gesehen. Alleine schon wegen der mangelden Beschilderung ist eine gute Strassenkarte also absolute Pflicht, wenn man sich doch entschliessen sollte, selber einen Wagen zu mieten.

 

Eine gute und günstige Alternative die Insel zu erkunden sind lizensierte Taxis. Meist handelt es sich dabei um alte LADA´s aus der damaligen Sowjetunion. Diese stehen fast vor jeden Hotel und man erkennt sie an den roten Kennzeichen. Man kann den Fahrer ruhig ansprechen und Preise für z.B. ganze Tage aushandeln. Wichtig: Dies passiert IMMER VOR der eigentlichen Fahrt, sonst erlebt man später ein preisliches Negativwunder! Der ungefähre Preis liegt dabei etwas bei 140$ pro Taxi und Tag, und das bei maximal 4 Personen. Teilt man das auf die Anzahl der Mitfahrer auf, gibt es wohl kaum eine günstigere und zugleich bessere Art die Insel zu erkunden. Diese Art zu reisen ist auf jeden Fall a) für einen selbst wesentlich entspannter, hat b) versicherungstechnische Vorteile im Falle eines Unfalles und ist c) auf jeden Fall ein Erlebnis, da während der Fahrt bestimmt dröhnende Reggaemusik im Auto läuft und man mit dem Fahrer ins Gespräch kommt, der einem zudem auch noch viele Punkte zeigen kann/wird, die man als "Bustourist" garantiert nicht sieht.

 

 

 

Essen:

Die jamaikanische Küche ist für uns unter Umständen etwas gewöhnungsbedürftig und hat viele chinesische, indische und sogar indianische Einflüsse. Das meiste wird ziemlich stark gewürzt und/oder sehr scharf zubereitet. Als Spezialität und landestypisch gilt hier z.B. Jerk Chicken. Ein knusrig gebratenes, scharf gewürztes Hühnerfleisch (manchmal aber auch vom Schwein), welches an einem Stück zubereitet wird und bei servieren auf dem Teller mit einem Beil in mehrere kleine mundegerecht Häppchen zerkleinert wird. Üblicherweise ißt man das dann zu einer scharfen Sauce mit den Fingern und nicht mit Besteck.

Zu den Spezialitäten der Insel zählen Rice and Peas (Reis mit Bohnen, Schalotten, Kokosmilch und Kokosöl), Saltfish and Ackee (getrockneter Kabeljau mit gekochter Ackee-Frucht), Curry aus Ziegenfleisch mit Reis, Jamaican Pepperpot (Pfeffertopf mit gepökeltem Rind- und Schweinefleisch, Okra und Calaloo), Hühnerfrikassee (Eintopf mit Huhn, Karotten, Yamswurzel, Schalotten, Zwiebeln, Tomaten und Paprika in kaltgepreßtem Kokosöl) und Spanferkel, gefüllt mit Reis, Paprika, gewürfelter Yamswurzel und Thymian mit geraspelter Kokosnuss und Maismehl.

 

 

 

Die Jamaikaner:

Die Jamaikaner an sich sind ein recht unkompliziertes Volk. In der Regel sind sie gut drauf, was man durchaus wörtlich nehmen kann. Obgleich man natürlich auch unterscheiden muss zwischen "in den Touristenhochburgen" und "ausserhalb". In Touristenorten können sie nämlich richtiggehend nerven und aufdringlich werden, wenn es darum geht, Ihre Sachen an den Mann bringen zu wollen. Da ist man froh gerade einen abgewimmelt zu haben, schon steht der nächste auf der Matte. Ausserhalb der touristischen Zentren relativiert sich das dann aber, man ist wirklich freundlich zu einem und kommt recht schnell ins Gespräch. Etwas gesunder Pessimismus sollte dennoch angebracht sein, man schaut den Leuten ja nur vor den Kopf.

 

Die Frage, die generell immer kommt: "First time on Jamaica?" ... Am besten verneinen und darauf antworten, das man schon öfters hier gewesen ist. Ansonsten kann es schonmal sein, das man schnell übers Ohr gehauen wird, wenn man etwas kaufen möchte.

 

Da Jamaica leider ein 3.Welt-Land ist, gibt es natürlich auch eine gewisse Kriminalität. Viele kämpfen hier halt wirklich jeden Tag ums Überleben und schrecken auch vor Überfällen und Diebstählen nicht zurück. Das haben wir allerdings zum Glück nicht erlebt. Allerdings kan es öfters vorkommen, das man etwas Ganja angeboten bekommt. Die Leute machen hier halt so Ihre Geschäftchen damit; eigentlich ist es verboten, aber dran halten tut sich denke ich mal kaum jemand.

 

In den Hotels bekommt man schnell ein wirklich "freundschaftliches" Verhältnis zu den Angestellten. Da man sich oft über den Weg läuft und die Jammis keine Scheu haben, sich einfach zu einem an den Tisch zu setzen, erfährt man einiges über das Leben und die Kultur hier.

 

 

 

Allgemeines:

Stromspannung: Die Netzspannung beträgt 110 Volt (50 Hz), in manchen Hotels auch 220 Volt. Für die Steckdosen amerikanischer Norm benötigt man einen Zwischenstecker, der in der Regel in Deutschland ohne Probleme zu bekommen ist. Achtung, nicht wundern: Während schwerer Regenfälle oder Stürme kann schonmal der Strom ausfallen.

 

Die Sprache: Beim Patois (gesprochen: Patwah), der eigentlichen Sprache der Jamaicaner, wird von weiblichen Personen immer in der männlichen Form gesprochen. Wenn man z. B. von seiner Schwester spricht sagt man "him" anstatt "her". Wobei man das h nicht ausspricht und so nur "‘im" übrigbleibt.

Andere Eigenworte / Abwandlungen sind z.B:

 

Patois Aussprache Englisch Deutsch
a go a go going to do etwas tun, machen
a who dat a huu dat who is that wer ist das
aalrait alraid all right okay, in Ordnung
an an and und
annada ännadda another noch ein
arinj arinsch orange Orange
baby father     Vater eines Kindes (da die meisten Kinder unehelich geboren werden)
baby mother     Mutter eines Kindes (s.o.)
batty batti bottom, backside Hintern, Arsch
bokkle bockel bottle Flasche
box dong box dong beat down jemanden niederschlagen
bredda bredda brother Bruder
chatta box dschätter box someone who talks a lot Laberbacke
chimmy tschimmi chamber pot Nachttopf
come dung kom dung come down herunterkommen
cut yai cut jai cut yours eye at somebody jemanden schief ankucken
dan dan than dann
dawta daata girl, woman, girlfriend, daughter Mädchen, Frau, Freundin, Tochter
deh de there dort
dem dem them sie
di di the der/die /das
dis dis this das
dun dunn done tuen
dutty datti dirty schmutzig
fe fi to zu
have fe go häf fi go have to go gehen müssen
fiesty fäisti rude frech
flim flim film Film
gimmi allika gimmeallika i want a drink l etwas zu trinken bitte
gyal gjal girl Mädchen / Frau
go weh go we go away geh weg
haffi haffi to have to tun müssen
hood huud penis Penis
inna inna in the im, am
inna di morrow inna di morro tommorow morgen
irie airi cool, alright alles klar
jam-down tschamdaun Jamaica Jamaica
jancro tschäng-gro John Crow (Bird) Bussard (wird als Schimpfwort verwendet)
kiss teet kiss tiit kiss teeth to make a noise (expression of beeing vex) mit den Lippen ein Geräusch machen um seine Verärgerung auszudrücken
kyan kjan can kann
lawd haw mercy laadamörsi Lord have mercy Gott steh mir bei
licky licky likki likki somebody who is very greedy (with food) geiziger Mensch (in Bezug auf Essen)
likkle likkl little klein
lilly bit lilli bit little bit ein wenig
madda madda mother Mutter
maga maga thin dünn (Figur)
mash up, mash down mäsch ap, mäsch daun destroy zerstören
mek me tell ya mek mi tell ja let me tell you ich sag dir folgendes
mi a go miago I am going ich gehe
mi did tink mi did tink I Thoucht ich dachte
mi no know minono I don’t know ich weiss nichts
nutten notten nothing nichts
nutten ina dat notten inna dat nothing is in that da ist nichts drin
nyam njam eat Essen
ongle   only nur
pickney pikkni child Kind
pum-pum pumm-pumm vagina Vagina
punaani punaani vagina Vagina
ras / rass raass backside Hintern
rhaatid ratid "what the hell" "was zur Hölle"
si mi yah si mi ja here am I hier bin ich
siddung siddung sit down bitte hinsetzten
sinting sinting something irgendwas
sister, sistren   woman, friend Frau, Freundin
sittin‘   something irgendwas
tall tal long lang
tefe tief to steal stehlen
ting ting thing Ding
vex wex to get angry ärgerlich werden
wa mek? wa meck why warum
weh ya go we ja gou where are you going? wohin gehst du?
wh’appen? (sehr schwierig zu schreiben) what’s happening? was ist los?
wood wud penis Penis
yai jai eye Auge
yard jaad home Zuhause
yawdi jaadi Jamaican Jamaicaner

 

Fakten:

Hauptstadt: Kingston
Fläche: 10.991 km²
Einwohner: ca. 2,6 Mio.
Bevölkerungsdichte: 236 Einwohner je km²
Amtssprache: Englisch
Staatsform: Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth)
Religion: 56 % Anglikaner, 5 % Katholiken, 5% Rastafari, Minderheiten: Bahai, Muslime, Juden
Währung: 1 Jamaika-Dollar (J$) = 100 Cent
Netzspannung: 110 Volt
Zeitzone: MEZ - 6 h
Landesvorwahl: +1 (0)876
Internet-Kennung: .jm
Höchste Erhebung: Blue Mountain Peak (2.257 m)
Längster Fluss: Black River (70 km)

 

Vor Reiseantritt: Auch hier gilt, das man ruhig einmal vor der Reise beim auswärtigen Amt nachschauen sollte, ob irgendwelche aktuellen Reisewarnungen vorliegen.

 

Hygiene und Gesundheit: Trinkwasser aus der Leitung ist ohne weiteres zu genießen! Es ist zwar etwas stärker gechlort als bei uns üblich, dafür brauchen sie keine Angst vor Infektionskrankheiten zu haben. Spezielle Impfungen für Jamaica sind ebenfalls NICHT erforderlich. Für Individualreisende sollte jedoch eine Imfpung gegen Typhus zur Vorsorgepflicht gehören.

 

Beste Reisezeit: Wenn man anderen Leuten glauben schenken darf Mai/Juni, da das Klima dann für unsereins recht erträglich zu sein scheint. Wir selber waren im September dort, was mitunter immer das Risiko eines Hurricanes mit sich bringt. Wir hatten allerdings Glück, kurz vor uns und kurz nach uns war einer, wir lagen genau zwischen den beiden. Von den Temperaturen war es teilweise schon extrem schwül, was durch fehlenden Wind zu der Zeit auch nicht wirklich besser wurde.

Eine Übersicht über die durchschnittlichen Temperaturen im Jahr gibt die Klimatabelle:

 

MONAT JAN FEB MRZ APR MAI JUN JUL AUG SEP OKT NOV DEZ
Sonnenstunden/Tag 8 8 8 8 8 7 8 8 7 7 8 7
Temp. mittags in °C 30 30 30 31 31 32 32 32 32 31 31 31
Temp. nachts in °C 20 20 20 21 22 24 23 23 23 23 22 21
Wassertemp. in °C 26 26 26 27 27 28 28 29 28 28 28 27
Tage mit Regen 3 3 2 3 4 5 4 7 6 9 5 4

 

 

 

Internet:

Im Internet gibt es auch einige hilfreiche Seiten, auf denen man einige Infos rund um Jamaica wiederfindet.

http://www.jis.gov.jm/

http://www.go-jamaica.com

http://www.jamaicans.com

http://www.visitjamaica.com

http://www.top5jamaica.com/

www.jamaika-online.de

http://www.vibez-net.de/html/patois_lexikon/index.de.htm

http://niceup.com/patois.txt