Flagge Mexiko
Reisebericht Mexiko
Flagge Mexiko
Arriba arriba, arriba arriba andele

 

 

 

 

Mai 2002 ... wir wollten endlich mal eine Fernreise unternehmen. Mel hatte in einem Katalog ein Hotel entdeckt, was es uns beiden sofort angetan hatte. Es war das Iberostar Paraiso del Mar an der Riviera Maya auf der Halbinsel Yucatan ... in Mexiko. Mit Mexiko hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich immer Cocktails, Sombreros und Speedy Gonzales in Verbindung gebracht ...

 

Also musste ich selbst erst einmal auf der Karte nachschauen WO GENAU Yucatan eigentlich liegt. Der rote Kreis unten auf der Karte kennzeichnet in etwa die Riviera Maya ... dort befindet sich auch unser Hotel, unweit von Playa del Carmen.

 

Karte Mexiko

 

Das war also doch mal ideal, um ins Heimatland eines der Helden meiner Jugend zu fliegen! Der Iberostar-Hotelkomplex wurde im Winter 2000 eröffnet und besteht mittlerweile aus den Anlagen Paraiso del Mar, Paraiso Beach, Paraiso Maya dem Paraiso Lindo und einem Grand Hotel, wo nur Personen ab 18 Jahren Zutritt haben. Die beiden letzteren waren bei unserem Aufenthalt allerdings noch nichtmals ansatzweise irgendwo zu sehen. Das Hotel liegt ziemlich genau zwischen Cancun und Playa del Carmen. Der Transfer vom Flughafen Cancun dauert knapp 35 Minuten, was nach dem doch recht langen Flug noch im Rahmen des Erträglichen liegt. Näheres zu einem Cancun-Aufenthalt hat Volker AKA Lal@ hier übrigens beschrieben.

 

Ankunft am Flughafen: Als wir die Gangway des Flugzeuges hinunterwandern, trifft mich fast der Schlag ... SO warm hätte ich es mir nicht vorgestellt und auf einmal war die eigentlich viel zu kühl eingestellte Klimaanlage im Flieger wieder eine wirklich gute Vorstellung. Naja, "das wird schon werden" denken wir uns, spätestens sobald wir IM Flughafengebäude sind. Aber - nix da. Klimaanlagen gibt es hier auch nicht. Stattdessen steht alle hundert Meter mal ein Standventilator vom Ausmasse eines 19" PC-Monitors rum. Der Wunsch, noch einmal kurz in den kühlen LTU-Flieger zurückzukehren wurde immer stärker *schwitz*

 

 

Aber ... wozu sind wir schliesslich hier. Schwitzen ist jetzt halt angesagt. Im Mai/Juni ist hier nämlich eigentlich das Ende der Trockenzeit und es beginnt die regenreiche Phase des Jahres. Das bedeutet: Hohe Luftfeuchtigkeit und ziemliche Schwüle, die Luft ist zum schneiden dick. Egal, das haben wir uns ja selber so ausgesucht, schliesslich konnte man das in jedem Reiseführer vorher auch nachlesen. Unter Regenzeit versteht man in diesen Ländern überigens nicht, das es durchgehend x Stunden am Tag regnet. Üblicherweise schauert es kurz und kräftig und danach scheint wieder die Sonne. Das durften wir dann auch ein, zwei Mal miterleben. Innerhalb kürzester Zeit stand alles knöcheltief unter Wasser. Kurze Zeit später war der Spuk dann aber auch wieder vorbei und es gab strahlend blauen Himmel. Nichtsdestotrotz ist im Mai touristsche Hochsaison auf Yucatan (mal abgesehen vom Spring Break im Februar). Man sollte sich also nicht von den paar Schauern abhalten lassen, mitunter ist es sogar eine richtige Wohltat und eine willkommene Abwechslung zum allgemein sehr schwülen Wetter.

 

Bei der Ankunft am Hotel trifft uns erstmal wieder der Schlag. Solch eine imposante Eingangshalle waren wir natürlich aus den ganzen anderen Urlauben in Europa gar nicht gewohnt. Und nicht nur die Empfangshalle, auch als wir weiter zu unserem Zimmer wanderten, stockte uns erstmal der Atem. Was für eine unglaubliche Natur hier in der gesamten Anlage. Wir kamen aus dem staunen gar nicht mehr heraus ...

Eingangshalle des Iberostar Hotels

 

... hier liefen Flamingos frei herum, Pfaue kreuzten unseren Weg ... irgendwie war das alles ziemlich unwirklich im ersten Moment.

 

Flamingos im Garten
 
Garten

 

Auf dem Zimmer angekommen (wir wurden übrigens mit einem Golfwagen dorthin gefahren, weil die Anlage so riesig ist), bestätigte sich der positive Gesamteindruck. Das war ja fast schon eine Luxuswohnung! Nachdem wir alles soweit ausgepackt hatten, wollten wir dann endlich den Pool erkunden. Von ihm hieß es, es sei die grösste Poollandschaft der gesamten Karibik. Das konnten wir natürlich gar nicht glauben, wo es doch soviele Hotels mit riesigen Pools gibt. Was wir dann allerdings zu sehen bekommen haben, übertrifft wirklich alles, was wir - auch bis zum heutigen Zeitpunkt - an Poollandschaften gesehen haben.

 

Panorama Pool

 

Es ist unmöglich, den gesamten Poolbereich so zu fotografieren, das man ihn wirklich komplett auf ein Bild bekommt. Dazu bedarf es schon eine Luftaufnahme!! Es gab innerhalb des weitläufigen Poolbereiches sogar noch abgetrennte Bereiche für die Animation, einen Ruhepool, Wasserliegen, Yacuzzis, Wasserfälle und und und ... Will man den gesamten Pool einmal zu Fuss umwandern, ist man gut und gerne 15 Minuten unterwegs. Im Wasser dauert das ganze wg. der Trägheit natürlich umso länger. So etwas ist natürlich schon beeindruckend.

 

Jeden Tag wird der Pool von mehreren Angestellten gereinigt. Diese steigen dazu sogar ins Wasser und schrubben die Seitenwände von Hand (!) ab. Das passiert allerdings fast unmerklich, wenn man nicht drauf achtet bekommt man es gar nicht mit. Am Pool verteilt befinden sich mehrere SwimUp-Bars, an denen man sich einen Cocktail, Snacks und alles, was das Herz sonst so begehrt besorgen kann. Die Cocktails werden generell NUR mit Originalflaschen und frischen Früchten zubereitet! Auf Wunsch gibt es auch Softeis an den Bars.

 

Wasserfall im Pool
 
Liegen im Pool

 

Wegen der Grösse der Anlage (Laufzeit zu Fuss von der Rezeption zum Strand: circa 10 Minuten) verkehrt hier übrigens der Minizug "Paraiso Express", der die etwas gehfauleren Urlauber durch die Anlage oder auch fast bis zum Strand fährt. Er hält an jedem zweiten der 2 - 3 stöckigen Wohnhäuser und an allen wichtigen Punkten.

Nachdem wir den Pool einmal umrundet hatten, machten wir uns - über einen kleinen Steg, welcher ein Stück mitten durch den Dschungel führt - auf dem Weg zum Strand. Dieser hat, entgegen der Erwartungen, allerdings keine einzige Palme vorzuweisen. Schade, dabei hatten wir uns doch so auf einen Karibik-Katalogstrand gefreut. Irgendwie tut das dem Ganzen aber keinen Abbruch, da der Strandbereich an sich schneeweiß ist und mit anderen Dingen punkten kann. So gibt es zum Beispiel einen kleinen Steg, der raus auf's Wasser führt. Es gibt Hängematten am Strand. Duschen im Sand. Kristallklares Wasser. Eine Strandbar. Was will man eigentlich mehr? Hier kann man es sich schon gut gehen lassen. Man kann sich auf Wunsch auch hier massieren lassen am Strand, das hat schon was.

 

Strand
 
Strand

 

Nachdem wir also im Verlauf des ersten Tages ausgiebig die Anlage erkundet haben, stand dann irgendwann Abends ja auch Essen auf dem Programm. Hierbei kann man aus unterschiedlichen Alternativen auswählen. Entweder man geht in eines der Buffetrestaurants, welche keine Seitenwände haben und man somit eigentlich fast im Freien sitzt (wenn man sich denn auch am Rand plaziert), oder aber man wählt schon vorab durch Reservierung eines der Spezialitätenrestaurants aus. Davon gibt es 5 an der Zahl, einen Mexikaner, einen Japaner (ein wirkliches Erlebnis!), ein Steakhouse, einen Brasilianer (hier kann man unter anderem Affenfleisch essen) und ein mediterranes Restaurant.

 

Das Essen war die ganze Zeit über einfach nur genial, so gab es unter anderem auch mehrmals Lobster im Buffetrestaurant. Überhaupt war für jeden etwas dabei. Es gab sogar eine vegetarische Ecke mit einer ziemlichen Auswahl an Speisen. Voll war es in den Restaurants eigentlich zu keiner Zeit, da sich das ganze aufgrund der Grösse und einer Zeitspanne von 4 Stunden, in der man Abends im Buffetrestaurant speisen kann, einfach ausreichend verteilt.Zudem ist man nicht unbedingt gezwungen, diese Hauptmahlzeit einzunehmen. Theoretisch könnte man nämlich hier 24 Stunden rund um die Uhr nur essen. Es gibt von 7 - 10h Frühstück, von 10 - 12 Uhr Spätaufsteherfrühstück, von 12 - 15 Uhr Mittag, von 15 - 19 Uhr Kuchen und Snacks , ab 19 Uhr bis 22 Uhr Abendbuffet, von 22 - 0 Uhr Steakhouse und von 0 Uhr bis morgens um 7 Uhr kann man noch in eine Pizzeria gehen. Abnehmen ist hier also fast ein Ding der Unmöglichkeit. Vielleicht sind deshalb hier auch einige früh morgens immer joggen gewesen!

 

Als kleine Zugabe kam beim Essen manchmal dann auch noch eine mexikanische Band durch die Restaurants, welche an jedem Tisch ein persönliches Ständchen vorspielte. Das war schon ganz schön romantisch.

 

Buffet Restaurant
 
abendl. Tischmusik

 

Da wir aber auch ein wenig was vom Land hier sehen wollten, haben wir natürlich auch ein paar Ausflüge unternommen. Vom Hotel aus fährt ein Gratis-Busshuttle nach Playacar. Das ist die Hotelzone von Playa del Carmen, in welcher sich diese Hotels befinden. Die Fahrtzeit hierher beträgt knapp 20 Minuten. So führt uns unser erster Weg auch direkt dorthin. Hier kann man unter anderem auch alle Annehmlichkeiten des Hotels Iberostar Quetzal nutzen. Das AI-Bändchen aus userem Hotel gilt dort nämlich auch.

 

Nachdem wir uns dort ein wenig im Inneren umgesehen haben, haben wir uns noch kurz den Hotelstrand angeschaut. Allerdings waren wir dann froh, das wir NICHT hier, sondern das anderer Hotel gebucht hatten. Viel zu voll und gar nicht so schön wie bei uns war es hier. Schnell weg. Dafür gibt's hier im Hotel freilebenden Affen. Hat auch was, das sieht man schliesslich nicht jeden Tag.

 

 
Playacar
 

 

Draussen angekommen, sind wir dann ein wenig durch Playacar gewandert, bevor wir weitergeschlendert sind zur Promenade von Playa del Carmen. Hier pulsiert das Leben und ständig und an jeder Ecke wird man von den Einheimischen angesprochen. Wenn man nicht aufpasst, wird man förmlich in die diversen Souvenirläden hineingezogen. Sowas find ich persönlich nicht gut, das muss einfach nicht sein. Schade, sowas nimmt dem ganzen auch irgendwie den bis dahin positiven Gesamteindruck. Aber irgendwie ist das ja (fast) in jeder Touristenhochburg das Gleiche *stöhn* ... Aus dem Nichts tauchte dann plötzlich auch noch ein Restaurant auf, was wir hier eigentlich gar nicht vermutet hätten. McD gibt es eben echt überall.

 

... und soviele Corona-Buden hab ich in meinem ganzen Leben auch noch nicht auf einem Fleck gesehen. Allerdings kam irgendwann auch noch sogar ein vernünftiger T-Shirt Laden, der Tag war also gerettet! Die Wahl fiel auf eine Shirt von einer Tommy-Hilfiger-Parodie mit einem Killerchihuaha und einer Coronaflasche im Arm.

 

McD
Playa del Carmen

 

Am Strand von Playacar haben wir dann noch kurz miterleben können, wie eines der grösseren Kreuzfahrtschiffe wieder in See gestochen ist. Bei unseren Reisen in Europa haben wir solche riesigen Dampfer bis jetzt noch nicht live gesehen.

 

 
Kreuzfahrtschiff
 

 


 
Weiter