6.Sept: Ankunft Los Angeles. Diesmal war allerdings einiges anders als noch vor einem Jahr in Orlando: Zum ersten Mal werden bei uns Fingerabdrücke genommen und ein Netzhautscan gemacht. Komisches Gefühl, aber Dank eines netten Beamten ging das eigentlich ganz reibungslos.
Draussen am Flughafen sind wir dann in den Alamo-Transferbus gestiegen und zur Mietwagenstation gefahren. Hat auch gar nicht lange gedauert, da konnten wir endlich unseren Wagen in Empfang nehmen. Diesmal war es ein Dodge Schlagmichtot , ich hab keine Ahnung mehr. Aber eigentlich auch zweitrangig. Das wichtigste für uns war, wir haben 4 Räder unterm Hintern und der lang ersehnte Trip kann endlich losgehen.
Unser erster kurzer Zwischenstop war natürlich unser vorgebuchtes Flughafenhotel Hacienda. Hm, sieht auf den ersten Blick gar nicht mal so übel aus. Und es war sogar - trotz der Nähe zum Airport - recht ruhig. Hier blieben wir für's erste nur diese eine Nacht, hatten allerdings das gleiche Hotel für NACH der Rundreise nochmal für 5 Tage gebucht.
Nach dem kurzen Hotel-Stopover beschlossen wir, den angebrochenen Tag zu nutzen um ein wenig nach Venice Beach zu fahren. Dank der kleinen Karte, die man an der Hotelrezeption bekam, war das auch kein Problem. Praktischerweise haben wir, nur eine Seitenstrasse vom Strand entfernt, auch gleich einen gebührenfreien Parkplatz gefunden, womit ich eigentlich gar nicht gerechnet hatte. Aber gut, manchmal hat man halt das Glück des Tüchtigen.
Ich glaube, Venice Beach ansich kann man gar nicht in Worte fassen. Hier sind soviele Verrückte und Lebenskünstler unterwegs, das man ganz schnell vergißt wo man eigentlich ist. Am liebsten würde man glaube ich einfach direkt zu Hause seinen Job kündigen und hier an der Strandpromenade den Rest seines Lebens verbringen. Uns hat es auf jede Fall irgendwie gefallen. Wir sind dann vorbei an Muscle Beach, wo man unter freiem Himmel trainieren und sich natürlich auch ein bischen zur Schau stellen kann. Ein Afroamerikaner, dessen Körper weiss angemalt war und der sich Engelsflügel auf den Rücken geschnallt hatte, trainierte dort ebenso, wie einige "normale" Leute. Hm, einfach nix bei denken und staunen.
Wir sind dann die Strandpromenade weiter entlanggeschlendert, vorbei an einigen wirklich hübschen Häuschen. "Verdammt, so lässt es sich gut wohnen" denken wir. Hier eine schicke Zweitwohnung zu haben, direkt am Strand und am Meer, DAS wäre was. Da es hier anscheinend wirklich nur sehr selten regnet, stehen draussen auf den Balkonen und Terassen sogar richtige Sofas mitsamt der kompletten Wohnzimmereinrichtung. Schon nicht schlecht.
Wir bleiben noch bis zum Sonnenuntergang hier, der sicherlich zu einem der schöneren gezählt werden darf ...
Auf der Rückfahrt zum Hotel gibt's noch kurz den ersten "Hungerstop", mangels Alternativen und weil wir keine Lust hatten, extra noch gross rumzusuchen sind wir zu McDonalds gegangen. War aber auch wurscht, am ersten Tag ist einem eh egal, wo man irgendwann mal ißt ... hauptsache, rein damit. Danach ging's zurück ins Hotel.
7.Sept: Tagesziel San Diego, mittlerweile die zweitgrößte Stadt Kaliforniens und die siebtgrösste der gesamten USA. 2 Tage werden wir hier bleiben. Nach einem gemütlichen Frühstück bei Starbucks , welcher direkt gegenüber unserem Hotel war, ging es allerdings erstmal weiter nach Long Beach, wo wir uns die Queen Mary ansehen wollten. Der 1936 erbaute Ozeanrieser fuhr einst die Strecke zwischen England und Amerika und fungiert heute als Hotel.
Da es noch relativ früh am Morgen gewesen ist, waren wir fast alleine unterwegs.
Weiter ging es nach Anaheim. Downtown Disney war angesagt. Nachdem wir das ja schon vor Orlando kannten, mussten wir einfach mal schauen, wie das hier so aussieht. Kurz noch rein ins Rainforest Cafe, das obligatorische T-Shirt kaufen ... und weiter geht die Fahrt. Eigentlich wollten wir dann noch in Orange am Ron Jon Surfshop halten, den haben wir aber gar nicht erst gefunden. Schade, die Schilder am Highway kamen aber auch irgendwie ZU kurzfristig. Na egal. Weiter ging es immer die I-5 an der Küste entlang, bis wir schließlich in San Diego angekamen. Ui, wieder solch ein hübsches Hotel !? Prima, haben wir ja wieder Glück gehabt. Das Lafayette Inn & Suites hatten wir uns ausgesucht. Nach dem einchecken ging es auch direkt weiter nach Coronado, das ist eine vorgelagerte Ferienhalbinsel, auf der man unter anderem das bekannte victorianische Hotel del Coronado findet. Bei Einheimischen heisst das Hotel aber nur "Del".Im Winter kann man hier übrigens am Strand auf einer extra dafür errichteten Fläche Eislaufen gehen .... verrückt, bei eigentlich immer recht milden Wintern hier.
Viele bekannte Persönlichkeiten sollen hier schon genächtigt haben, darunter alle US-Präsidenten und zahlreiche Schauspieler. Dem Film "Manche mögems heiß" diente das Hotel ausserdem als Filmkulisse. Die Übernachtungspreise bewegen sich (saisonabhängig) zwischen 235US$ und 750US$ pro Nacht/Zimmer.
Von hier aus hat man auch einen grandiosen Blick auf die Skyline von San Diego ...
Nach einem kurzen Strandaufenthalt beschlossen wir, die Halbinsel wieder zu verlassen und weiter zum Belmont Park zu fahren. Das ist so eine Art Minifreizeitpark und Unterhaltungszentrum mit Achterbahn etc. direkt am Strand. Eine kleine Einkaufsmeile direkt nebenan darf natürlich auch nicht fehlen.
Da es mittlerweile doch schon recht spät geworden war entscheiden wir uns dafür, den Tag mit diesem Erlebnis auch ausklingen zu lassen und machen uns auf den Rückweg zum Hotel.
8.Sept: Heute wollten wir einen Abstecher zum Seaport Village machen und uns danach mal den seit diesem Jahr im Hafen liegenden Flugzeugträger von aussen ansehen.Die US-Army hat ja seit einiger Zeit hier in San Diego sozusagen Ihr Hauptquartier der Pazifikflotte stationiert.
Man könnte das Kriegsschiff USS MIDWAY CV-41 theoretisch auch besichtigen, dazu haben wir aber irgendwie nicht so richtig Lust an dem Tag. Einige Rekruten marschieren an uns vorbei und bekommen verschiedene Gedenktafeln erklärt, die nicht unweit vom Flugzeigträger entfernt stehen. Wir schlendern weiter, vorbei am San Diego Aircraft Carrier Museum und kommen nach ein paar Metern noch zu einem schmucken Segelschiff. Ein 3-Master, welcher - wenn man dem Schild daneben glauben schenken darf - das original Filmschiff aus "Master and Commander" ist. Anschließend gab es noch einem kurzen Abstecher zum Horton Plaza Shopping Center in Downtown ... nur einen Block weiter gibt es hier auch das Hard Rock Cafe.
Danach sind wir weiter in den Balboa Park gefahren. Kurzzeitig hatten wir überlegt, uns den dortigen Zoo noch anzusehen, haben das aber aus Zeitmangel dann doch nicht mehr gemacht. Da der Park so schon riesig gross ist und einiges an hübschen, im spanischen barockstil gebauten Häusern und Museen vorzuweisen hat, hat es dafür schlicht und ergreifend nicht mehr gereicht. Hier sind wir dann eine ganze Zeit umhergewandert und sind anschließend wieder zurück zum Hotel.
Im Nachhinein wäre glaube ich ein weiterer Tag für San Diego nicht schlecht gewesen; die Stadt hat irgendwie was. Über Sehenswürdigkeiten und "Things to do" in San Diego kann man sich im übrigen hier, hier und hier informieren. Hotelinfos und mehr gibt es hier.
9.Sept: Heutiges Etappenziel: Durch den San Bernardino Forest und über Palm Desert ins knapp 180km entfernt liegende Palm Springs! Alleine die Fahrt, welche uns ja erstmals quasi von der Küste weg ins Hinterland führen sollte, war schon ein Erlebnis. Weit weg von den Highways und vom zähfliessendem Verkehr hatte die Autofahrerei fast schon was einmaliges. Für mich als Grossstadtgeplagtem und stauverwöhntem Menschen eine echte Wohltat.
Endlos schien einem manchmal der Weg zu sein, kein Auto, kein Ort weit und breit. So hatten wir uns das irgendwie auch vorgestellt. Genial - wenn nicht diese blöde Tanknadel gewesen wäre, die sich - trotz festtackern - immer weiter nach unten bewegte. Aber zum Glück kam dann irgendwann doch eine Gas Station. In Palm Springs angekommen checkten wir im Comfort Inn ein und gingen auch gleich wieder los, um ein wenig die Einkaufsmeile zu begutachten. Da uns das Wetter leider nicht so freundlich gesonnen war an diesem Tag, durften wir einen der seltenen Regentage erleben, die es im Jahr hier gibt. Schade, dabei hätten wir gerne wenigstens ein paar brauchbare Fotos gemacht und wollten uns evtl. auch noch ein Fahrt mit der Aerial Tramway gönnen, welche es hier in Palm Springs gibt. Sie ist die längste Seilbahn der Welt (in einem Stück) und fährt hoch auf den Mt. San Jacinto in 2600m Höhe. Wegen dem miesen Wetter haben wir uns das dann aber geklemmt und sind ein Stückchen die Interstate 10 entlang gefahren zur Cabazon Outlet Mall. Hier musste ersteinmal ein Cowboy-Hut dran glauben. Wenn man zum allerersten Mal hier im Westen unterwegs ist muss das natürlich auch sein *g
Abends gab es dann noch den Farmers Market. Dort sind wir einmal rauf - und runtergelaufen, um danach den Abend im Hotel ausklingen zu lassen. Über "Things to do" in Palm Springs kann man hier und hier etwas nachlesen.
10.Sept: Heute sollte es endlich zum Grand Canyon weitergehen. Wie lange haben wir beide davon geträumt. Die Schlucht aller Schluchten, DAS Naturwunder schlechthin.
Früh morgens sind wir allerdings kurz hinter Palm Springs erstmal an unzähligen Windrädern vorbeigefahren, die einen über zig Meilen den Highway entlang begleiten.
Über 29 Palms war unser erster Zwischenstop dann der Joshua Tree NP. Den Namen kannte ich vorher eigentlich nur von dem U2-Album, komisch das die einen Park danach benennen. Ach ne, natürlich war das andersrum. Am Parkeingang kauften wir erst einmal den (zur damaligen Zeit hiess er noch so) Golden Eagle Pass für 50$. Da wir ja eh noch ein paar National-Parks vor uns hatten lohnt sich das natürlich schon.
Im Nachhinein glaube ich, dieser Park ist ein guter Einstieg, wenn man bis dahin noch keine Nationalparks kennengelernt hat. Man wird nicht gleich erschlagen von ZUVIEL unglaublichen Eindrücken, die man auf die Schnelle gar nicht so richtig verarbeiten kann. Dazu kommt, das es - zumindest als wir dort waren - nicht wirklich voll war. Ab und zu mal ein Auto, überall Möglichkeiten um mal kurz anzuhalten ... was will man mehr. Man kann also alles ganz relaxed angehen lassen.
Joshuas können angeblich bis zu 12m hoch weden und gehören eigentlich zur Gattung der Agavengewächse. Nun, ganz so hoch waren die, die wir gesehen haben zwar nicht, beeindruckend war es aber trotzdem.
Irgendwo hatte ich imVorfeld mal gelesen, das es hier auch Schlangen gibt und man deshalb beim rumwandern im Park und zwischen den Bäumen bei unbefestigtem Untergrund immer besser mit den Füssen feste auf den Boden aufstampfen soll beim auftreten. Das sah zwar total bescheuert aus, schien aber zu helfen. Schlangen haben wir zumindest keine erblickt. Kein Wunder, ich wär auch abgehauen wenn ich uns gesehen hätte.
Da wir noch ein ganzes Stück an Fahrt vor uns hatten und deswegen nicht einmal komplett durch den Park durchfahren wollten sondern wieder dort rausmussten, wo wir reingefahren sind, haben wir dann irgendwann kehrt gemacht und sind wieder Richtung Parkeingang gefahren.
So sehen also die amerikanischen Nationalparks aus ... ich glaube, wir haben ein wenig Blut geleckt und können es kaum erwarten mehr zu sehen!
Was kurze Zeit später folgte, war meinem Empfinden nach die absolut langweiligste Strecke, die ich - bis dahin - jemals gefahren bin ... es gab nur Steppe und Einöde, sonst nichts. Vorbei ging es am Amboy Crater, bis wir irgendwann an der Ortschaft Amboy selbst ankamen. Plötzlich waren wir beide wieder hellwach, das lag allerdings weniger am Ort selber, der mit inzwischen angeblich nur noch 7 Einwohnern ja auch nicht wirklich so spektakulär ist; ich hatte so eine komische weisse Markierung auf der Strasse entdeckt! Moment mal, stand da nicht ... ja aber sicher doch! Unglaublich! Wir waren plötzlich auf der Route 66! Die Strasse war zwar vorhanden auf unserer ADAC - Karte, allerdings nicht als Route 66 gekennzeichnet. Die "Mother Road" , Strasse aller Strassen, Traum aller Harleyfahrer. Plötzlich konnten wir dem ganzen wieder etwas cooles abgewinnen.
Und irgendwie war unsere Reise damit wieder um ein Highlight reicher geworden. Denn damit hatten wir beide schließlich nicht gerechnet. Es war zwar trotzdem ein langweiliger Streckenabschnitt, aber dafür bewegten wir uns auf einer lebenden Legende fort. Jedes entgegenkommende Auto war ab sofort cool, jeder Harleyfahrer bekam plötzlich eine ganz neue Bedeutung für uns. Das einzige, was mir ab und zu übel aufstossen sollte, waren die ganzen kaputten und am Strssenrand liegen gelassenen Autoreifen *schluck*
Zum Glück ist aber plattentechnisch alles gut gegangen ... diesmal wenigstens (doch dazu kommen wir noch). Irgendwann kamen wir dann an einen Bahnübergang. Man konnte ihn schon ewig lange vorher sehen und die Fahrt dorthin kam uns beiden unendlich vor. Irgendwie kamen wir einfach nicht näher. Just in dem Moment als wir dann doch endlich dort waren, fing plötzlich das Schrankensignal an zu bimmeln. Ich dacht erst, ich hätte beim überqueren was kaputt gemacht. Das die Bahnstrecke hier am Ende der Welt wirklich in Betrieb war, konnte ja keine ahnen. Naja, wir hielten dann kurz an, weil wir uns doch mal den Zug ansehen wollten, der uns solch einen Schrecken eingejagt hat.
Weiter ging es, die Strecke wurde allerdings nicht wirklich abwechslungsreicher. Ab und zu kam uns eine Gruppe Motorradfahrer entgegen, die wohl gerade alle Ihren Traum "leben". Irgendwann hatten wir dann doch die I-40 erreicht, leider war die Auffahrt in unsere Richtung jedoch wegen Asphaltarbeiten gesperrt. Ich hätte beinahe ins Lenkrad gebissen vor Enttäuschung ... bis mir die zündende Idee kam: Wieso fahren wir nicht einfach in die andere Richtung auf und drehen ganz einfach dann irgendwo? Wird schon irgendwann mal eine Möglichkeit dazu kommen ... und in der Tat kam dann plötzlich eine Art Schotterwendekreis, den ich natürlich eiskalt - trotz Verbotsschild - benutzt habe. Ich hab keine Cops gesehen, also haben die mich auch nicht gesehen ... so fuhren wir letztendlich doch noch in die richtige Richtung. Die Landschaft wurde plötzlich grüner und der Verkehr nahm natürlich auch wieder zu. Und dann hatten wir es endlich geschafft. Grand Canyon Village war erreicht , wo wir im Best Western Grand Squire Inn vorgebucht hatten. Noch beim einchecken fiel uns in der Lobby ein Tisch mit einer Frau von Papillon Helikopter auf , wo wir dann auch für den nächsten Morgen um 8h ein Rundflug über den Canyon buchten.
Cool, das wollten wir zwar EVENTUELL machen, aber das wir uns so spontan dazu entscheiden und es auch klappen würde, war uns beiden vorher glaube ich nicht wirklich klar.
Jetzt aber erstmal flott auf's Zimmer und so schnell wie möglich zum South Rim fahren, wo wir dann auch bis zum Sonnenuntergang geblieben sind und uns einige Aussichtspunkte angesehen haben. Schon ganz schön beeindruckend, wenn man am Canyonrand steht und sich das Ganze einfach nur mal genüßlich ansieht und durch den Kopf gehen lässt, WO man sich eigentlich gerade befindet. Es mögen ja Schluchten auf unserer Welt existieren, die tiefer und/oder enger sind - so grandios wie der Grand Canyon, so ehrfurchtgebietend und so berühmt ist garantiert keine zweite. Einfach unglaublich. Man selbst kommt sich irgendwie ziemlich ... unbedeutend und klein vor, wenn man hier steht.
Es ist auch ganz egal, wieviel Bilder oder Fotos man sich vom Grand Canyon ansehen wird. Die Wirkung, die der Canyon auf einen selber ausübt wenn man davor steht , kann KEIN Bild der Welt wirklich wiedergeben. Es ist einfach unbeschreiblich. Nicht umsonst kommen wohl über 5 Mio. Menschen jährlich hierher. Die merkt man zwar irgendwie, wenn man hier herumläuft, sobald man sich von den üblichen Standard Scenic Views wegbewegt, bewegt man sich allerdings auch von der breiten Masse der Leute weg. Anscheinend ist ein Grossteil der 5 Mio.Leute auch fusskrank. Uns stört es nicht, so kann man wenigstens dem Trubel etwas entgehen.
11.Sept: Diesen Morgen war es dann endlich soweit, der Heliflug stand auf dem Programm. Pünktlich um 8h waren wir vor Ort. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Abflughalle ging es mit 4 anderen Personen, Holländern in diesem Fall, zum Hubschrauber. Der Flug zeigt einem dann erstmal die ganze Schönheit und das gesamte Ausmaß des Canyons. Da die Sonne auch gerade erst so richtig aufging, bot sich ein geradezu spektakulärer Anblick am Horizont. Das wird wohl unvergesslich bleiben.
Zurück im Hotel packten wir schnell unsere Sachen und fuhren noch die anderen Aussichtspunkte Richtung Osten an. Irgendwie ist es zwar jedesmal der Grand Canyon den man fotografiert und bestaunt, andererseits übt dieser auch eine magische Anziehung auf einen aus. Man kann sich hier echt ranhalten und knipsen und knipsen und knipsen ...
Ein paar Kurzinfos zum Grand Canyon gibt es übrigens hier, hier, hier und hier. Einen Parkplan findet Ihr hier
Abschließend machten wir uns auf dem Weg über die US-89 nach Utah, und zwar nach Page am Lake Powell, wo wir im Travelodge vorgebucht hatten. Das Hotel sollte sich zwar nicht gerade als "Volltreffer" herausstellen, aber für eine Nacht hat es halt dann - trotz Lärmbelästigung durch eine in der Nähe befindliche Kneipe - doch gereicht. Da wir zu früh dran waren und noch nicht einchecken konnten, machten wir uns erst auf den Weg zum Glen Canyon Damm und anschließend runter zum Lake Powell, der seine Existenz dem Damm überhaupt erst verdankt. Dieser wurde nämlich in den 60er Jahren zur Stromgewinnung einfach mitten in den Colorado gebaut.
Unten am Lake angekommen buchten wir dann spontan eine 2-stündige Bootsfahrt, die 4-stündige zur Rainbow Bridge war uns doch etwas zu lang. Das Wetter wurde leider während dieser Tour zusehends schlechter und letztendlich waren wir froh, daß wir überhaupt trocken geblieben sind - in einiger Entfernung konnte man nämlich sehr schön den Regen niederprasseln sehen.
Da es bei unsere Rückkehr am Ufer mittlerweile doch schon recht spät war, checkten wir danach nur kurz ein, machten ein paar Besorgungen im Wal Mart und gingen noch bei Pizza Hut was essen. That's it für heute, weiter geht es morgen bzw. auf der nächsten Seite.
Ein paar Infos zum Lake Powell und Umgebung findet man hier, hier und hier. Rundflüge über den Lake kann man übrigens auch machen, Infos dazu gibt es hier.