Reisebericht USA Westküste [Las Vegas]

 

Zurück

Weiter

 

8.Tag (13.September 2004)

Zion NP - Las Vegas

 

Heute war wieder einer dieser Tage auf die wir uns wie kleine Kinder gefreut haben. Es sollte nach Las Vegas gehen. Auf dem Weg dorthin machten wir aber noch einen längeren Stop im Zion National Park.

Erst einmal fuhren wir aber wieder zurück durch den Dixie National Forest , welcher uns auch immer wieder zu einigen Stops zwang, da die Natur einfach zu schön war um einfach so weiterzufahren. Dieses Forstgebiet hier erstreckt sich auf mehr als 8.100 Quadratkilometer quer über den gesamten Südwesten des Staates Utah.

Auch einige Trails gehen ab und zu nach links und rechts ab in die Felsen, dafür haben wir aber leider keine Zeit mehr heute ... vielleicht ein anderes Mal. Das sieht auf jeden Fall ziemlich vielversprechend aus hier und bisher findet man auch recht wenig darüber im Internet ...

Kurze Zeit später erreichten wir dann auch bald den 1919 gegründeten Zion NP. Ich muss sagen, auch dieser Park hat uns glaube ich mehr beeindruckt, als wir vorher geahnt hätten. Der biblische Name kommt anscheinend nicht von ungefähr. Selten haben wir vorher solch eine Natur gesehen. Man fragt sich wirklich, wieso sich nicht mehr Leute für sowas begeistern können. Kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.

Zion
Zion

Wir waren kurze Zeit im Park, da tauchte plötzlich eine Ampel vor uns auf. "Hö? Was'n jetzt los?" dachte ich. Wie sich herausstellte, waren wir kurz vor dem Tunnel, der nur einspurig befahrbar ist. Nach einer kurzen Wartezeit ging es dann aber auch weiter und wir sind ins eigentliche Tal gefahren. Leider waren wir wohl beide so geschockt, das wir bzw. ich ganz vergessen habe, wenigstens mal kurz anzuhalten und ein wenig den Anblick zu geniessen, der sich bei der Ausfahrt aus dem Tunnel bot. Das war mal wieder einfach zuviel auf einmal. Soviele unglaubliche Eindrücke, die auf einen niederprasseln ... das kann man so schnell gar nicht alles verarbeiten.

Im Zion NP

Wir hielten wieder am Visitor Center -an dem man zwangsweise irgendwann vorbeikommt, wenn man durch den Park fährt - und haben erstmal gefrühstückt.

Eine genaue Vorstellung WAS wir uns eigentlich heute ansehen wollen haben wir beide nicht, wir lassen also einfach mal alles auf uns zukommen. Der Scenic Drive ist mittlerweile nur noch mit einem Shuttle zu benutzen, vor Jahren konnte man hier wohl auch noch selbst durchfahren mit dem eigenen PKW, der Natur zu Liebe wurde das aber (zum Glück!) geändert. Wir fuhren ein paar Stationen und sind dann ausgestiegen um ein wenig zu wandern. Die genaue Station weiss ich ehrlich gesagt gar nicht mehr, irgendwie hatten wir uns wohl zu wenig im Vorfeld damit beschäftigt. Beim nächsten Mal sind wir auf jeden Fall schlauer.

Hier gibt es soviel zu sehen, das sowieso mindestens ein ganzer Tag oder mehr dafür nötig wäre.Deshalb waren wir inzwischen noch drei weitere Male hier im Zion, nämlich 2006, 2007 und 2009. Wenn du wissen willst was wir da so gemacht haben kannst du das hier (für 2006), hier (für 2007) oder hier (2009) nachlesen ...

Ein paar Infos zum Zion NP gibt's hier, hier und hier. Einen Parkplan gibt es hier.

Nach so vielen bleibenden, wirklich erschlagenden Eindrücken und dem obligatorischen TSKS, machen wir uns dann - vorbei am Lake Mead - auf den Weg zum 1931 erbauten Hoover Damm, den wir unbedingt noch sehen wollten bevor wir letztendlich nach Las Vegas fuhren. Die Sicherheitsvorkehrungen hier sind gigantisch und man kommt sich irgendwie vor wie ein Schwerverbrecher.

Lohnt ein Besuch hier am Damm überhaupt? Nun, als "Must-see" würde ich es nicht unbedingt bezeichnen und ein erneuter Besuch wird wohl nur bei extreeeeemer Langeweile nochmal stattfinden ... wenn man also das erste Mal hier in der Gegend ist und nix besseres weiss - okay. Aber erwartet nicht zuviel!

Am Hoover Damm

Hoover Damm

Endlich in Las Vegas machen wir uns auf die Suche nach unserem Hotel. Das Best Western Mardi Gras lag zwar nicht direkt am Strip, war dafür aber natürlich auch ein wenig preisgünstiger. Mit dem Auto machen wir uns nach dem einchecken aber erstmal auf dem Weg zur Outlet Mall, die nicht weit entfernt liegt. Shoppen zu gehen nach sovielen Tagen Natur und "extrem Felsenwatching" hatte auf einmal irgend etwas fremdartiges.

Welcome Sign in Vegas

Fröhlich gelaunt kommen wir anschließend zurück zum Auto. Aus ein paar Metern Entfernung kommt mir allerdings irgendetwas merkwürdig vor. Wieso hat die Karre denn so eine komische Schräglage hinten? ... Na toll, ein Platten *grummel* Wir hatten unsere Gedanken noch nicht vollständig neu sortiert, da sprach uns auch schon ein Ami an der unsere Lage wohl mitbekommen hatte. Er sah sich den Platten an ... und was dann passierte werden wir wohl beide den Lebtag nicht mehr vergessen. Ohne zu zögern wechselte ER uns den Reifen. Ich fragte immer wieder, ob ich denn nicht irgendwas helfen könne. Er lehnte aber dankend ab, fluchte immer wieder über die amerikanischen Mistautos und war auch sonst kaum zu bremsen als er mit uns redete. Als er fertig war sagte er uns noch, wo die Mietwagenstation hier in Vegas ist und wünschte uns noch viel Spass weiterhin. Als er weg war, guckten wir uns nur beide an und wussten erstmal gar nicht was wir dazu sagen sollten. Das ist doch gerade nicht wirklich passiert, oder? Aber am schlafen waren wir nicht, also konnte es kein Traum sein.

Unser nächster Weg führte uns also notgedrungen zur Mietwagenstation, wo der Umtausch des Fahrzeuges gegen ein neues eigentlich recht reibungslos funktioniert hat. Mittlerweile war es dunkel, und da wir beide den Magen auf den Schuhsohlen hängen haben gehen wir ersteinmal was essen. Danach wird schnell der Wagen auf dem riesigen Parkplatz am Mandalay Bay geparkt und wir sind einmal den kompletten Strip rauf und runterlaufen. Ist ja bestimmt gar nicht sooo weit. Ja Pustekuchen! Zwischenzeitlich hab ich mir gewünscht ein Fussbad zu nehmen ... das die Entfernungen hier SO gross sind, das haben wir nun doch nicht geahnt.

Paris Paris bei Nacht
Mirage bei Nacht

Luxor bei Nacht

Aber ganz egal, alleine das Erlebnis hier zu sein lässt die Schmerzen wieder verschwinden.

Ich muss sagen, wir hatten uns Las Vegas ja schon irgendwie irre vorgestellt. Aber diese Vorstellung wurde glaube ich um ein Vielfaches übertroffen. Was die Amis hier mitten in der Wüste aus dem Boden gestampft haben ist schlicht und ergreifend unglaublich. Das sind einfach Superlativen, die man SO nirgends bei uns findet und auch niemals finden wird.

Da wir noch 2 volle Tage hie sein würden, begnügten wir uns für heute lediglich mit Hotel-Sightseeing von aussen. Selbst DAS ist teilweise schon der Hammer. Als da wären z.B die Fontänenshow vorm Bellagio, bei der abends im Viertelstundentakt 1200 Wasserdüsen das kühle Naß bis zu 152m hoch mit Musikuntermalung in den Himmel schiessen. Gänsehaut pur!

Fountains vorm Bellagio

Oder der Vulkan vorm Mirage, der allabendlich ausbricht und seine Lava bis zu 40m hoch in die Luft schiesst. Oder die Sirens of TI Show, die regelmäßig vorm Treasure Island präsentiert wird. Hier ist einfach alles sehenswert.

Das einzige, was uns beiden irgendwie übel aufstösst, ist das Lions Habitat im MGM Grand. Wenn DAS keine Tierquälerei ist weiss ich auch nicht mehr weiter. Zwei Löwen werden in einem Minigehege hinter dicken Glasscheiben "präsentiert" .... Pffft, da könnt ich reinschlagen!

 

Zurück

Weiter

Top
Impressum | Kontakt | Disclaimer | © by HOH
Top