3.Tag (26.Mai 2006)
Montezuma Castle - Oak Creek Canyon - Sunset Crater - Wupatki Natl.Monument - Grand Canyon
Nach dem Frühstücksbuffet im Hotel - welches im Preis included war - haben wir uns auf den Weg nach Norden gemacht. Rechts und Links der Interstate kann man immer wieder zahlreiche Saguaros bestaunen.
Über die I-17 fuhren wir weiter, vorbei am Agua Fria Natl.Monument, bis nach Camp Verde, wo sich Montezuma Castle befindet. Es handelt sich hierbei um eine Felsenbehausung, die von den Sinagua Indianern im 12.Jahrhundert erbaut wurde. Der Gebäudekomplex besteht aus 20 Räumen, die sich über fünf Etagen wie ein Schwalbennest in eine Felsnische einpassen. Zwischen 50 und 100 Menschen lebten seinerzeit hier. Seit 1906 gilt Montezumas Castle als National Monument.

Ich würde Montezuma Castle allerdings wirklich nur besuchen, wenn man eh schon im Besitz eines Nationalpark Passes ist und sowieso von Phoenix nach Flagstaff (oder umgekehrt) fährt. Dann bietet sich ein Besuch wirklich an. Einen Extra-Abstecher oder gar einen Besuch OHNE Nationalpark Pass halte ich für überflüssig, dazu gibt es dort für's Geld einfach zu wenig, was man sehen kann. Mit einem Zeitaufwand von gerade einmal einer Stunde ist dieser Ort nämlich abgehakt.
Wir fuhren weiter und hatten jetzt die Wahl: Entweder die öde I-17 weiter und etwas zügiger vorrankommen, oder aber auf die 89A abzweigen und gemütlich über Sedona und den Oak Creek Canyon fahren. Wir entschieden uns für letzteres ... und waren wirklich positiv überrascht. Überhaupt gehört der Streckenabschnitt zwischen Sedona und Flagstaff über Oak Creek für mich zu einem der schönsten überhaupt.
Angefangen vom Bell Rock (Bild unten links) über viele andere Gesteinsformationen, deren Namen mir partout nicht mehr einfallen wollen, ist die Strecke landschaftlich ein absoluter Traum!
Den Ort Sedona haben wir uns übrigens schonmal vorgemerkt für eine Übernachtung bei einem unserem nächsten Urlaube. Selten haben wir ein Örtchen gesehen, das uns alleine schon beim durchfahren so sehr gefallen hat. Wie gerne hätten wir hier jetzt eine Weile gewohnt, aber wir fahren weiter ...
Die 89A schlängelt sich durch den Oak Creek Canyon als wenn sie vom Schöpfer eigenhändig dort geteert worden wäre. Man fährt vorbei am Slide Rock State Park, an verschlafenen Dörfern, traumhaft gelegenen Campgrounds, rauschenden Wildwasserbächen und über Brücken, die eine einmalige Aussicht bieten.

Das Ganze endet in einer Serpentinenfahrt durch den Coconino National Forest zum Oak Creek Vista Point, von wo aus man einen Grossteil des gesamten Canyons überschauen kann.

Am Scenic View - Parkplatz stehen jede Menge Verkaufsstände, die wir aber einfach links liegen lassen. Ramsch kaufen können wir auch später noch, schließlich wollen wir hier die Natur geniessen!
Eine Übersichtskarte vom Oak Creek Canyon findet Ihr hier.
Wir fahren weiter und verlassen Oak Creek. Später sollte ich lesen, das sich ganz in der Nähe - nämlich bei West Fork of Oak Creek - ein Slotcanyon befindet. Schade, vielleicht nehmen wir den ja nächstes Mal mit !? Über Flagstaff und die 89 machen wir uns auf den Weg zum Sunset Crater National Monument. Auch hier gilt der Nationalpark Pass, den wir am Rangerhäuschen wieder vorzeigen. Wir bekommen wieder eine Karte und machen uns auf den Weg zum Krater.

Wir wussten übrigens damals nicht, ob der Lenox Crater nun der Sunset Crater ist/war oder nicht !? Eigentlich haben wir uns den nämlich irgendwie grösser vorgestellt, weswegen wir heute auch wissen, das wir den falschen bestiegen haben *ächz* Oben angekommen erwartetet uns dann auch nicht wirklich das, was wir uns eigentlich unter einem Krater vorgestellt hatten. Ein unwirklicher Eindruck entsteht trotzdem irgendwie, schließlich ist um einen herum alles grau und stellenweise sind die Bäume noch verkohlt.

Wieder zurück am Auto haben wir uns dann noch den Bonito Lavaflow angesehen, welchen wir aus dieser Nähe auch noch nie irgendwo gesehen haben. Das war für mich persönlich fast schon beeindruckender als der Krater. Schon merkwürdig, wie tot die Natur wirken kann.

Hier kann man auch den Lavaflow Trail entlangwandern, der einen mitten durch's Gestein führt. Ausserdem kann man von hier aus auch auf den eigentlichen Sunset Crater schauen ... allerdings nur von unten. Einen Trail hinauf gibt es zwar auch, das Besteigen ist aber aus ökologischen Gründen nicht mehr gestattet!
Wir fuhren weiter über die 58km lange Loop Road zum Wupatki National Monument. Hier kann man Pueblo Lehmbauten sehen und auch begehen, in denen vor knapp 800 Jahren noch ca. 85 bis 100 Menschen gelebt haben.

Auf dem Weg zurück zur 89 kommt man noch an diversen anderem Pueblos vorbei, so zum Beispiel dem Citadel Pueblo, dem Nalakihu Pueblo oder dem Lomaki Pueblo. Ausserdem bekommt man schon einige Ausblicke aufs Painted Desert, wo man kurze Zeit später auf dem Weg zum Grand Canyon durchfährt. Ein gutes Foto davon wollte uns aus dem fahrenden Auto aufgrund des Gegenlichtes allerdings partout nicht gelingen.
Die offizielle Übersichts-Karte des NPS beider National Monuments findet Ihr hier.
Nach einer kurzen Wanderung machten wir uns auf den Weg zum Grand Canyon, welchen wir dieses Mal von Osten her erreichen. Dazu biegen wir bei Cameron auf die 64 ab und folgen der knapp 50 Meilen langen Zufahrtsstrasse. Noch ist es recht leer, nur wenige Autos kommen uns entgegen oder überholen uns. Wir halten an den bekannten Aussichtspunkten und machen - wieder einmal - unzählige Fotos. Warum muss das Teil auch so verdammt fotogen sein?
Da ich im Vorfeld der Reise immer öfters Fotos gesehen habe, auf denen ein schöner natürlicher Rahmen verwendet wird (Baum, Stein etc.) wollte ich das natürlich dieses Mal auch ausprobieren *g ... Und tatsächlich wirken manche Bilder auf diese Art und Weise einfach schöner - und vor allen Dingen erfrischend anders. Ich weiss gar nicht, wieviele Baum-Stein-Rahmenbilder wir an diesem einen Tag letzendlich gemacht haben, es werden aber unter Garantie über hundert sein.



Eine etwas lustige Begegnung hatten wir dann, als wir abends am Yavapai Point auf den Sonnenuntergang warteten. Ich hatte bereits das Stativ aufgebaut und machte das ein oder andere Foto, als mich eine Amerikanerin ansprach ob sie nicht ein Bild von Mel und mir zusammen machen solle. Dankbar dafür sagt ich Depp natürlich auch noch JA, worüber sie sich anscheinend so sehr freute, das sie ersteinmal einen geeigneten Platz für Ihr unbelievable Photo suchen musste. Hier war Ihr der Baum nicht gut genug, dort standen Ihr zuviele Leute rum. Da sie das Foto mit unsere kleinen Casio-Kamera machte, stand unser Stativ mit der Lumix die ganze Zeit von Ihrer Freundin bewacht an der Stelle, wo ich es stehen lassen habe. Irgendwie ein komisches Gefühl, aber wenn man jetzt schon in den NP's niemandem mehr vertrauen könnte - wo kämen wir denn da hin? Auf jeden Fall sind die unbelievable Photos gar nicht sooooo unbelievable geworden, dafür stand das Stativ aber hinterher immer noch dort wo ich gehofft habe.
Laut einem Parkranger ist der Yavapai Point übrigens wohl der absolut beste Punkt um den Sonnenuntergang zu sehen. Leider blieb der an unserem Tag fast komplett aus, so daß wir uns unverrichteter Dinge und mit einer kalten Nase (abends ist es ja doch recht frisch hier) auf den Weg ins Hotel machen. Dieses sollte heute die Red Feather Lodge sein. Das Hotel liegt mitten in Tusayan und sollte - wie alle anderen Hotels am Grand Canyon - bereits weit im Vorraus gebucht werden.
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Das heutige Abendessen bestand übrigens aus McDonalds Fastfood. Nichts besonderes, aber man ist ja auch nicht besonders wählerisch an manchen Tagen. Was auffällt ist aber, das hier die Preise am GC generell 2$ höher sind als anderswo - ganz egal, was man kaufen/essen möchte. Naja, man hat halt wenig Alternativen dort. |
Eine Wanderung IN den Canyon blieb uns aus Zeitmangel auch dieses Mal wieder verwehrt. Aber da wir bestimmt nicht zum letzten Mal hier waren, kommen wir gerne wieder darauf zurück.
Die Phantom-Ranch, Ziel der meisten Wanderungen, haben wir uns aber schonmal von weitem angesehen ...

Hier findet Ihr die offiziellen Parkpläne des NPS vom Grand Canyon.
| Getankt: in Scottsdale für 22,51$ (3,17$ / Gallone) |
| Getankt: in Cameron für 18,41$ (3,12$ / Gallone) |
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