Reisebericht USA Westküste 2006 [San Francisco]

 

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15.Tag (07.Juni 2006)

San Francisco

 

Aufstehen, Vorhänge aufziehen ... schon wieder strahlender Sonnenschein. Eigentlich können wir das gar nicht so recht glauben, weil wir gehört hatten, das es meistens neblig hier sein soll. Aber warum sollte sich das Wetter auch nach 2 Wochen plötzlich ändern, wir sind es ja schon fast gewohnt so wie es ist. Mehr Glück wettertechnisch kann man glaube ich fast nicht mehr haben ...

Heute fahren wir also rüber nach Alcatraz, allerdings erst um 13.30h. Vorher wollen wir die Stadt ein wenig zu Fuss erkunden. Wir fahren dazu wieder mit dem Bus-Shuttle zum Union Square und frühstücken ersteinmal bei Starbucks. Dann gehen wir von dort zu Fuss Richtung Chinatown-Eingang.

Chinatown Dragon Gate
 
Chinatown

Rund 80.000 Einwohner zählt diese Stadt IN der Stadt, die 24 Häuserblöcke umfasst. Im Westen reicht sie bis zur Powell Street und bis zum Nob Hill, im Osten bis zur Kearny Street und im Norden bis zum North Beach.

Wir schlendern gemütlich durch diese grösste chinesische Siedlung ausserhalb Asiens und lassen die fernöstlichen Gerüche und Einflüsse auf uns wirken. Da es noch recht früh ist, herrscht aber noch nicht solch ein Trubel wie für gewöhnlich üblich. Hinter Chinatown biegen wir rechts ab und gehen Richtung Telegraph Hill zum Coit Tower.

Coit Tower

Wir zahlen die 3,75$ pro Nase und fahren mit dem Aufzug nach oben, von wo uns ein 360°-Rundumblick über San Francisco erwartet. Leider kann man den aber nur durch Glasscheiben geniessen, was ich persönlich sehr schade finde. Trotzdem ist die Aussicht fantastisch, zumal das Wetter natürlich wieder einmal ungefragt einfach mitspielt.

San Francisco vom Coit Tower aus gesehen

Auf der einen Seite blickt man nach Downtown mit der Transamerica-Pyramide, der Blick schweift nach links über die ganzen Piers bis hin zur Golden Gate Bridge ... wenn man die Runde weiter dreht sieht man in der Ferne die Lombard Street mit ihren engen Kurven und man kann sogar hoch bis nach Twin Peaks schauen. Das ist einfach ein Ausblick der sich gewaschen hat!

Die Lombard Street ... vom Coit Tower aus gesehen

Wieder unten angekommen wollen wir jetzt zu Fuss zur Lombard Street, die wir ja eben noch von oben gesehen haben. Wir gehen einfach quer durch und gelangen auch nach kurzer Zeit an den unteren Teil der Strasse, die wohl die bekannteste des eleganten Wohnviertels Russian Hill und ein beliebtes Fotomotiv ist. Sie gilt als kurvenreichste Straße der Welt, hat ein Gefälle von 27 Prozent und war bis 1922 eine der steilsten Straßen von San Francisco. Um den Autos die Durchfahrt zu erleichtern, wurden acht Serpentinen angelegt, die heute Ihren unverwechselbaren Charakter ausmachen. Für Wohnmobilen ist das befahren der Strasse übrigens tabu!

Lombard Street

Will man mit dem Auto hinunterfahren kann es gut sein, das man sich oben regelrecht anstellen muss. Schließlich will unbedingt jeder mal diese Strasse selber gefahren sein .... ob das wirklich so ein Nervenkitzel ist?

 
Und nochmal die LOmbard Street ... am frühen morgen. Es ist wenig los.

Geht man jetzt die Strasse hoch, so hat man von oben einen hervorragenden Blick die Cable Car - Schienen entlang runter nach Fishermans Wharf und bis nach Alcatraz ...

Blick nach Alcatraz

Wir gehen den Weg zu Fuss bis runter ans Meer und genehmigen uns an einem der Essensstände ersteinmal für 5,50$ pro Nase ein Clam Chowder im ausgehölten Brot. Hatten wir uns aber irgendwie leckerer vorgestellt, da jeder hier das Zeug ißt. Naja, unser Fall ist es auf jeden Fall nicht.

Clam Chowder

 

Die ganzen Essensgrüche, die einen hier in die Nase kommen, sind übrigens ziemlich fies; wer auf Meeresgetier steht wird auf jeden Fall fündig werden.

Seafood

Mittlerweile ist es fast schon Zeit zum Check-In Richtung Alcatraz, wir holen deshalb unsere aus Deutschland bereits vorgebuchten Tickets am separaten Prepaid-Schalter ab und reihen uns in die Schlange der Wartenden ein. Pünktlich um 13.30h verlassen wir den Pier mit einem der Schiffe von Blue & Gold Fleet und setzen über ... das ist übrigens die einzige Möglichkeit, eine andere Alternative gibt es nicht.

Willkommen auf Alcatraz

Da sind wir also, willkommen auf The Rock. Den Ranger, der die Menschenmassen hier begrüßt, beachten wir einfach gar nicht sondern gehen direkt weiter Richtung Zellenblock, der auf der Anhöhe des Felsen liegt. Hier nehmen wir dann auch die Kopfhörer für die Audiotour in Empfang. Dabei startet man an einem bestimmten Punkt im Zellenblock und folgt einfach den Anweisung und der Story die man hört. Auf diese Art und Weise erfährt man einiges über die Geschichte von Alcatraz und macht zudem noch einen netten Rundgang.

Einige Zellen kann man auch begehen; wenn man selber drinsteht wird einem erst einmal bewusst, wie klein sie wirklich sind. Verglichen mit heutigen Gefängnissen waren das damals wirklich Löcher ...

Die Geschichte eines Ausbruchs

 
Zelle

Nach der Audiotour laufen wir noch eine ganze Zeit über die Insel, auf der sich übrigens auch der älteste Leuchtturm der Westküste befindet (sieht man auch im Film THE ROCK) ... unten sieht man den Gefängnis-Innenhof.

Wir wundern uns über das Liebesleben geschlechtsreifer Großstadtmöwen zur Paarungszeit ...

Nanu? Watt machen die denn da? :)

 
Gebäude auf Alcatraz

... und geniessen die Ausicht auf die Golden Gate Bridge und die Skyline von San Francisco. Beides ist von hier aus, gute Sicht vorausgesetzt, wirklich sehr schön zu erkennen.

Blick Richtung Golden Gate
 
Blick von Alcaraz Richtung SF

Nachdem wir genug gesehen haben machen wir uns langsam wieder auf den Rückweg in Richtung Bootsanleger ... erstaunlicherweise ist die Warteschlange zwar sehr lang, wir schaffen es aber trotzdem gleich beim nächsten Schwung noch mit aufs Boot. Von dort aus machen wir dann noch das ein oder andere Foto ...

Alcatraz vom Boot aus gesehen

... und ich besorge mir im Hafen noch eines dieser lustigen HOTEL ALCATRAZ T-Shirts: 24h Security, Panoramic Views, All Drinks served on the rocks, Beautiful Golden Gate Sunsets, Catering to select clientele, Lifetime Accommodations, Bars in every Room *grins*

Mel @ Pier 39
Anschließend haben wir wieder ein wenig Fishermans Wharf unsicher gemacht und sind nochmal zu den Seelöwen gegangen.
Who's the boss?

 

Wir schlendern die Strasse zurück und machen immer wieder bei den verschiedenen Strassenkünstlern halt ...

Breakdancer bei Fishermans Wharf

... die sich hier eingefunden haben und Ihr Können zum besten geben. Vom Breakdancer über den Pantomimen bis hin zum Performace Künstler ist hier alles vertreten. Genauso wie beim Publikum. Hier meint man wirklich, das sämtliche Kulturen miteinander verschmelzen. Das einzig komische waren dann aber doch wieder ein paar Asiatinnen, die Ihre Hände mit Handschuhen und ihr Gesicht mit einer Maske a la Michael Jackson verdeckt haben ... der Regenschirm zum Schutz vor der Sonne darf natürlich auch nicht fehlen, schon komisch irgendwie !?

Hard Rock Cafe Pier 39

Im Prinzip war es das auch für heute wieder gewesen. Gegessen haben wir im Hard Rock Cafe beim Pier 39, den Rest des Tages haben wir dann auch noch hier unten bei Fishermans Wharf verbracht, bevor wir irgendwann am Abend wieder zurück ins Hotel gefahren sind. Es war wieder ein wunderbarer Tag ...

 

Gefahrene Meilen: -- , gelaufene Meilen: Uff
 
Getankt: --

 

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