Reisebericht USA West 2007 [Fahrt Yellowstone]

 

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11.Tag (29.Mai 2007)

Fahrt Yellowstone

 


 

Das included Frühstück ist sehr kurios heute, es gibt nämlich ganze 4 Tische an der Zahl mit je 3 Stühlen ... am Büfett tummeln sich aber bestimmt doppelt soviele Leute. Supi, direkt etwas Spaß am frühen Morgen.

Die kurze Fahrt zum Yellowstone vergeht wie im Flug. Vorbei am Buffalo Bill Dam ...

Buffalo Bill Damm

Treibholz vorm Buffalo Bill Damm

... und durchs Wapiti Valley ...

Wapiti Valley

... sind wir bereits um kurz nach 9 Uhr am Osteingang des Parks. Hier ist momentan eine grosse Baustelle (Asphaltarbeiten) und wir müssen eine ganze Zeit warten, bis wir endlich vom Pilot Car ans andere Ende geführt werden. Der erste Eindruck den man unweigerlich bekommt: Bäume ... viele Bäume ... seeeehr viele Bäume ... und zwar seeeeehr viele TOTE Bäume. Abgebrannt beim grossen Feuer (eigentlich waren es ja viele kleinere Feuer) im Jahre 1988. Meile für Meile, Kurve für Kurve eröffnet sich uns eine unwirkliche Welt, in die wir ganz automatisch immer tiefer abtauchen.

Tote Bäume im Yellowstone

An den ersten Rauschschwaden müssen wir natürlich direkt mal halten, sie kommen vom Rande des Yellowstone Lake. Als wir aussteigen riechen wir bereits den Schwefel, kurze Zeit später werden wir von (ohne Übertreibung) hunderten von komischen, kleinen schwarzen Insektenviechern attackiert. Sie setzen sich überall fest, an der Kleidung, in den Haaren, auf dem Auto, im Auto ... wirklich spitze! Kann mich nicht erinnern, das ich die bestellt habe! Fluchtartig verlassen wir diesen Ort hier wieder und fahren weiter nach Fishing Bridge.

Yellowstone Lake

Im General Store schauen wir uns erstmal ausgiebig um, ein T-Shirt ist natürlich auch mal wieder fällig. Nach einer kurzen Pause geht es weiter zum West Thumb Geysir Basin, hier sehen wir also endlich die ersten Pools.

Auf dem Weg vom Parkplatz zu dem Steg der durch's Basin führt, stehen überall Warnschilder: Don't approach Wildlife. Darauf abgebildet ist ein Bison. "Na, die werden doch hier nicht quer über die Parkplätze laufen" denk ich noch so bei mir. Im Laufe unseres Aufenthaltes sollten wir allerdings eines Besseren belehrt werden. Doch dazu kommt im Laufe des Berichts noch mehr ...

Jetzt wandern wir erstmal über den Holztrail durch's West Thumb Basin und staunen über die Farben der dortigen Pools, die trotz bewölktem Himmel schier unglaublich aussehen. Selbst die besten Fotos bringen die Farben aber nicht annähernd so rüber wie sie vor Ort erscheinen ... leider!

West Thumb Pool

West Thumb Pool

Knapp eine Stunde halten wir uns hier auf, soviel Zeit sollte man hierfür auch einkalkulieren ... dann machen wir uns wieder auf den Weg. Unterwegs halten wir noch an den Kepler Cascades, einem sehenswerten Wasserfall. Weiter geht es Richtung Old Faithful. Ich dachte immer, dort gibt es nur den einen Geysir, das ist aber ein totaler Trugschluss ... das Areal beinhaltet jede Menge größerer und kleinerer Geysire, eigentlich kann man alleine hier einen halben Tag und länger verbringen. Will man an verschiedenen Geysiren auch noch auf den ein oder anderen Ausbruch warten, so kann meiner Meinung nach gut und gerne sogar ein ganzer Tag hier drauf gehen.

Zuschauer beim Old Faithful

Wir machen aber heute nur das, was wohl jeder machen wird wenn er zum ersten Mal hier ist - wir warten auf den Ausbruch vom Old Faithful. Der Himmel ist jedoch leider ziemlich schwarz, kurz vor dem Ausbruch fängt es dann auch noch an zu schütten und wir flüchten uns in den angrenzenden Store mit Sicht durch die 5m hohen Glasfenster auf den Geysir. Zwar nicht ganz so wie wir es erwartet hatten, dennoch recht "nett". Da wir heute aber nicht ein einzig brauchbares Foto hier machen konnten reiche ich das an einem anderen Tag nach ... wir kommen wieder!

Wir besichtigen dann noch das Old Faithful Inn (unbedingt mal reingehen, lohnt sich!) und nachdem es sich wettertechnisch wieder ein wenig gebessert hat fahren wir weiter zum Midway Geysir Basin und anschließend zum Fountain Flat Drive, wo gerade eine grosse Bisonherde am grasen ist.

Das ist ein Bild, wie wir es bis dato eigentlich nur aus dem Fernsehen gekannt haben ... absolut einmalig! Wir stehen einfach nur so da und beobachten die Herde, an deren Seite auch viele Jungtiere sind. Das Bisons mal so klein sind, voll putzig! Eigentlich würde so ein Babybison auch gut bei uns in den Garten passen, unser Rasenmäher ist eh nicht mehr der Beste. Was der Zoll wohl dazu sagen würde !? Weiter geht die Fahrt, am Abzweig bei Madison stehen wieder ein paar Autos ohne ersichtlichen Grund am Strassenrand ...

Bisonherde am Fountain Flat Drive

Bison

... das ist hier (fast) jedes Mal ein totsicheres Zeichen das es irgendwo etwas zu sehen gibt. Wir parken dementsprechend auch unser Auto, man ist halt neugierig. Wieder einmal tauchen hinter einem kleinen Erdwall Bisons auf einem großflächigen Weidegrund auf, mittendrin windet sich ein kleiner Bach durch die Wiese. Anscheinend warten die Leute alle darauf das die Herde den Bach durchquert, was dann auch tatsächlich nach einiger Zeit passiert.

Nachdem ein kleiner Teil der Herde samt Jungtiere allerdings langsam aber sicher den Erdwall hochwandert, wird es für uns Zeit das Weite zu suchen. Vorsichtig gehen wir zurück zum Auto, ein Auge immer nach hinten gerichtet. Zum Glück geht alles gut und wir fahren Richtung Westeingang weiter, hier werden wir nämlich die nächsten 3 Tage wohnen.

Unterwegs kommen wir aber noch an einer Stelle vorbei, wo die Strasse am Rand auf circa 400m mit Hütchen abgesperrt ist. Hier ist also halten, langsames fahren, fotografieren und hupen verboten. Wir wollten natürlich wissen warum und stoppen kurz hinter der Absperrung ... sofort erfahren wir von einigen anderen Leuten, das hier eine Weisskopfadlerfamilie mit Jungtieren im Baum nistet. Das wir davon wirklich mal welche live erleben würden hatten wir ja eigentlich nicht vermutet, aber das Glück scheint uns Hold zu sein ... wie gesagt, "scheint" !! Denn gesehen haben wir die ganze Zeit nicht wirklich was, nur die Jungtiere konnte man ab und zu krächzen hören.

Da wir aber eh jetzt jeden Tag hier vorbeikommen werden fahren wir nach einiger Zeit weiter. Irgendwann werden wir schon einen erwischen!

In West Yellowstone angekommen suchen wir erstmal das richtige Best Western Hotel, hier gibt es nämlich gleich vier Stück davon, die alle nicht weit auseinander liegen. Kurz noch einchecken, ein wenig durch die ganzen Shops schlendern, was essen gehen und auf morgen freuen, das war's für heute wieder ... der erste Tag macht auf jeden Fall schon Mal Lust auf mehr.

Morgen werden wir uns dann den nördlichen Loop mit den Mammooth Hot Springs und dem Grand Canyon of Yellowstone vornehmen ...

Einen Parkplan vom Yellowstone im pdf-Format gibt es hier.

 

Gefahrene Meilen: 162
 
Getankt: in Cody für 27,81 $ (8,776 Gallonen für 3,16/Gal.) bei Exxon ... Kein ZIP erforderlich

 

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