Reiseziel Macau
Da wir Lust auf Casinos, Entertainment, Nightlife und Sightseeing hatten, beschlossen wir kurzerhand, uns einen günstigen Flug nach Macau zu buchen, dem neuen Spielerparadies für Glückspiele jeglicher Art. Die Stadt, die rund 50 Kilometer von Hong Kong entfernt ist und als Sonderverwaltungszone gilt, ist seit ein paar Jahren mit Las Vegas und anderen Glücksspielmetropolen vergleichbar. Wir sagen, es ist sogar die beste Stadt der Welt um Casinogames zu zocken. Zwar ist das Glücksspiel in China nicht erlaubt, doch bei Macau macht der Staat eine Ausnahme. Es lohnt sich auch, machen die dortigen Casinos schon sechsmal mehr Umsatz als alle Spielbanken in Las Vegas zusammen. Die Stadt boomt und laut der Stadtregierung rund 30 Millionen Besucher jährlich zum Zocken von Casinospielen kommen, hatten wir Bedenken, dass die Stadt total überlaufen sei. Dank der gigantischen Casinokomplexe, die mehrere tausend Zimmer haben, fällt der Besucheransturm allerdings nicht weiter auf.

 

Casinospiele rund um die Uhr
Kurz nach unserer Ankunft gingen wir gleich ins Venetian Resort. Es zählt zu den größten Gebäuden der Welt. Jeder Fünfte Einwohner arbeitet dort, so hat man uns gesagt. Dort kann man alles zocken, was das Herz begehrt. Es gibt einen nachgebauten Markusplatz, einen Wasserkanal mit Gondeln, einen Theater- und Konzertsaal, Restaurants, Bars und 800 Spieltische. Von European Roulette über Texas Hold´em Poker bis hin zu zahlreichen Spielautomaten, es gibt wirklich nichts, was es nicht gibt. Die Stadt ist der wahrste Himmel für Highroller, aber auch wir, als Hobby- und Amateurspieler kommen nicht zu kurz. Die Mindesteinsätze variieren je nach Casino. Wir haben Spiele gefunden, die man ab umgerechnet einem bis zwei Euro Einsatz spielen kann. In den Spielbanken haben wir schnell jegliches Gefühl für Raum und Zeit verloren.

 

Abseits der Casinos ist Macau auch sehenswert

Die Stadt will nicht nur Spieler anlocken, sondern auch Touristen, die wie wir vielleicht nicht so häufig spielen und sich eher für Sightseeing und Entertainment interessieren. So gibt es zum Beispiel eine weitläufige Poollandschaft, viele coole Nachtclubs und elegante Spa- und Fitnesszentren. Die Restaurants in der Altstadt sind eine absolute Empfehlung. Die Altstadt lohnt sowieso einen Besuch. Denn Macau war früher mal eine portugiesische Kolonie. Deshalb zieren den alten Stadtkern schöne Barockkirchen, chinesische Tempel und herrschaftliche Posadas. Sie spiegeln den portugiesischen Kolonialgeist wider. Im Gassenwirrwarr kann man die Vergangenheit hautnah spüren. Wir haben die Altstadt zu Fuß erkundet. Schönster Platz ist der Largo do Senado mit prachtvollen Residenzen, der so gar nicht an China erinnert. Dort gibt viele kleine und hübsche Cafés. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, wie Teile der alten Stadtmauer oder der Leuchtturm sind in unmittelbarer Nähe.

Unser Highlight – eine Teezeremonie
Das Highlight auf unserer Reise waren nicht die vielen Spielbanken, (die haben uns zwar fasziniert) sondern eine außergewöhnliche Teezeremonie. Dieses Ritual lässt sich nur selten miterleben. Im Macau Teekulturhaus darf man an einer solchen besonderen Zeremonie teilnehmen. Geschulte und geheimnisvolle Teemeister mit vielen Jahren an Erfahrung bereiteten uns eine perfekte Tasse Tee zu. Das Teehaus ist einem riesigen Gebäude im Kolonialstil untergebracht, welches auch einen traumhaften Garten umfasst, indem sich die Hektik der chinesischen Metropole für einen Augenblick vergessen lässt.
Auch kulinarisch bietet Macau jede Menge an Attraktionen. Wir haben neun Restaurants gezählt, die einen oder mehrere Guide Michelin Sterne haben. Das beste Essen gibt es unserer Meinung aber in der Red Market Markthalle. In dem Gebäude aus roten Steinen findet sich ein traditioneller Lebensmittelmarkt mit fertigen Speisen, frischem Gemüse und Obst, getrockneten Produkten, Geflügel, Fisch, lebenden Tieren, Fleisch und vielem mehr.