Da ich ein bekennender Fan von Individualreisen bin, überrascht dieses Thema meine Leser bestimmt. Nichts klingt für Backpacker spießiger als eine Kreuzfahrt, nichts für Freiheitsliebende beklemmender als die Enge einer Schiffskabine. Und doch habe ich eine Kreuzfahrt in meine To-Do-Liste aufgenommen. Warum bloß, fragt ihr euch? Das erkläre ich hier.

  1. So viele Ziele wie möglich

Japan, Südkorea, China sehen? Und das alles innerhalb von fünf Tagen? Mit dem Flieger wird das zeitlich eng, mit dem Auto geht’s gar nicht. Kreuzfahrtschiffe dagegen steuern regelmäßig mehrere Länder innerhalb weniger Tage an.

Bei einer Rundreise auf eigene Faust können die Kosten schnell ausufern. Nicht unschlagbar günstig, dafür immerhin überschaubar wird es mit einer Karibik-Kreuzfahrt. Die großen Liner haben so viele Reiseziele und Routen im Angebot, dass einem das Herz fast aus der Brust springt. Wer einmal schauen mag: Hier gibt es Inspiration und Buchungsmöglichkeiten.

  1. Der Weg ist das Ziel

Mit einem Kreuzfahrtschiff von A nach B zu reisen, etwa von Kiel nach Island, ist allemal angenehmer als ein Flugzeug zu nehmen. Zwar geht es deutlich langsamer voran. Aber das Gefühl der Entschleunigung an Bord eines Schiffes tut eben auch mal gut. Wer das Tempo zu gemächlich findet, vertreibt sich die Zeit einfach mit Poker, einem Dinner oder Sport. Denn Casino, Restaurant und Fitnessstudio reisen auf dem Schiff mit.

  1. Allein unter Reichen? Fehlanzeige!

Kreuzfahrten haben längst keine einheitliche Zielgruppe mehr. Dafür variieren die Preise viel zu stark. Wer also damit rechnet, auf einem Schiff nur Schickimicki-Publikum vorzufinden, ist schief gewickelt! Kreuzfahrten sind längst keine reine Luxusveranstaltung mehr. Das Angebot an Restaurants ist groß, ebenso die Preisspannen. Wer gern Burger für weniger als 10 Euro isst, wird ebenso fündig wie diejenigen, der auf Dry-Aged-Steak für 30 Euro oder gar Hummer für 50 Euro plus schwört.

  1. Kreuzfahrt-Familienurlaub de luxe

Es gibt Eltern, die sich selbst mit Backpack und Kleinkind durch die Halbwüste trauen. Ich gehöre nicht dazu. Abenteuerlust ja, zu großes Risiko nein. Einfacher machen Eltern es sich, wenn sie die Kleinen auf eine Kreuzfahrt mitnehmen. Denn neben Unterhaltung und Gastronomie bieten viele Liner eine Kinderbetreuung an. Das entspannt nicht nur die Eltern, sondern hebt auch die Stimmung der Kleinen. Langeweile macht sich in einer Bord-Kita nicht breit. Das Programm mancher Gesellschaften hört auch bei Landgängen nicht auf: Während sich Mama und Papa im Museum weiterbilden, können die Kleinen zum Beispiel auf einer Schnitzeljagd die Stadt spielerisch erkunden.