Kennst Du das? Du würdest gerne Flüge buchen und bist wieder einmal auf der Suche, wie und wo Du einen guten Flugpreis und den bestmöglichen Flug für Dich findest? Die Preise schwanken fast täglich und es nervt Dich einfach nur, weil Du nicht genau weißt, wie Du am besten vorgehen sollst, wenn Du Deine Flüge günstig buchen möchtest?

Dann habe ich hier die wichtigsten und besten Tipps für Dich, wie Du bei Deiner Flugbuchung Geld sparen und für Dich den bestmöglich Flug zum bestmöglichen Preis finden kannst. Außerdem ersparst Du Dir jede Menge Frust, weil Du Dir nicht mühsam die besten Flugsuchmaschinen zusammensuchen musst.

 

 

1. Flüge buchen durch Inkognito-Modus des Browsers

Egal ob Safari, Chrome, Firefox, Internet Explorer oder wie sie alle heißen mögen, es ist eine Art offenes Geheimnis inzwischen, das man jegliche Suchmaschinen am besten im Inkognito-Modus des Browsers benutzt.

Der Grund dafür ist relativ einfach. Wenn von ein und demselben Rechner aus häufig nach einer identischen Flugstrecke gesucht wird, dann erkennt ein Buchungssystem aufgrund der hinterlegten Cookies auf dem eigenen Rechner dies und vermutet dahinter, das bald eine Buchung ansteht. Also werden die Flugpreise fast unmerklich um ein paar Euro erhöht nach ein paar wiederholten Sucheingaben.

Möglich ist diese „Erinnerung“ an das Buchungssystem eben wegen der Cookies, die jeder Browser im Normalfall setzt. Und genau diese werden vermieden, wenn der Inkognito-Modus benutzt wird. Die Flugsuche wird nicht auf dem Rechner „gespeichert“, das Buchungssystem „denkt“, jedes Mal würde jemand anderes nach dieser Flugroute suchen. Auf diesem Wege ist es möglich, das der Flugpreis sich bei einer erneuten Suche, beispielsweise am selben oder nächsten Tag, NICHT automatisch erhöht.

 

Wie aktivierst Du den Inkognito-Modus?

Google Chrome & Safari

In Google Chrome und Safari wird der Inkognito-Modus durch Drücken von „Befehl“ (Mac) oder „Steuerung“ (bei Verwendung eines PCs), Umschalttaste und „N“ aktiviert.

Firefox & Internet Explorer

Bei Mozilla Firefox und dem Internet Explorer muss man „Befehl“ (Mac) oder „Steuerung“ (bei Verwendung eines PCs), Umschalttaste und „P“ drücken. Dadurch wird jeweils ein neues Browserfenster geöffnet, in welchem keinerlei Cookies gesetzt und sämtliche Informationen in den Suchmasken nicht gespeichert werden.

Inkognito-Modus bei Chrome aufrufen zum Flüge buchen

Inkognito-Modus bei Chrome aufrufen zum Flüge buchen

 

 

2. Flugpreise vergleichen mit Flugsuchmaschinen

In den letzten Jahren haben viele Flugsuchmaschinen ihre Gebühren erhöht. Einige relativ offensichtlich, andere eher etwas versteckt und nicht gleich erkennbar auf den ersten Blick. Wenn Du zum Beispiel über Expedia Flüge buchen möchtest, dann ist das in aller Regel deutlich teurer als anderswo … und das nur wegen der (frei erfundenen) Expedia-Gebühren.

Kurios: Eine Click&Mix-Buchung von Flug und Hotel gleichzeitig bei Expedia kann hingegen etwas günstiger sein, als wenn man beides separat voneinander buchen würde. Hier muss man also abwägen und etwas austesten.

Im Folgenden einige Flugsuchmaschinen, mit denen erfahrungsgemäß gute Preis zu erzielen sind.

Die besten Flugsuchmaschinen, um Preise zu vergleichen

  • Skyscanner  (unsere erste Anlaufstelle, wenn wir anfangen Flüge zu suchen)
  • AirFare Watchdog (gut geeignet, um Error Fares aufzuspüren)
  • Momondo  (übersichtliche Suchmaschine, die manchmal sogar günstigere Tarife als Skyscanner anzeigt)
  • Google Flights  (gutes Tool zum schnellen Vergleichen von Flugdaten, greift direkt auf Daten der Airlines zu)
  • Kiwi.com (ganz interessant ist hier die Flugsuche „ohne bestimmtes Ziel“)

 

2.1 Per Preiswecker automatisch über Preisänderungen informiert werden

Die meisten Flugsuchmaschinen bieten inzwischen eine Funktion an, die Dich bei Flugpreisveränderungen benachrichtigt. Diesen sogenannten Preiswecker kannst Du entweder per Push-Mitteilung auf deinem Handy aktivieren (dafür benötigst Du die jeweilige App) oder ganz simpel per eMail. So bleibst Du immer in Echtzeit auf dem neusten Stand was Deine Flugsuche angeht, kannst zeitnah auf Preisänderungen reagieren und gegebenenfalls sofort zuschlagen und die Flüge buchen.

Preiswecker-Meldung via eMail von Skyscanner

Preiswecker-Meldung via eMail von Skyscanner

 

 

3. Buche langfristig im voraus

Je früher Du Deine Flüge buchen kannst, umso mehr zahlt es sich aus. Selten werden Flugtickets billiger, je näher das Abflugdatum rückt. Die Sitzplätze im Flieger werden weniger, dementsprechend steigt dann auch der Flugpreis. Daher ist dies ebenfalls einer der wichtigsten Tipps überhaupt. Sobald Du also das Datum weißt, wann Du genau fliegen möchtest, zögere nicht weiter mit der Flugbuchung.

Hartnäckig hält sich mitunter das Gerücht, es sei am günstigsten, Langstreckenflüge 9 Monate im voraus zu buchen. Das lässt sich so pauschal allerdings nicht wirklich sagen und ich würde das, nach über 25 Jahren wo ich nun die unterschiedlichsten Flüge gebucht und im Vorfeld beobachtet habe, auch nicht wirklich unterschreiben. Allerdings kann ich durchaus bestätigen, das der Flugpreis in aller Regel nur noch teurer wird, je näher das Abflugdatum rückt.

Ausnahmen gibt es allerdings auch. Für innerdeutsche Flüge gilt das nämlich eher selten. So soll es nach einer langjährig durchgeführten Studie am günstigsten sein, wenn man erst knapp 6 Wochen vor dem eigentlichen Flugtermin bucht. Da ich innerdeutsch noch nie geflogen bin, kann ich das weder bestätigen noch widerlegen.

 

 

4. Sei flexibel

Häufig lassen sich jede Menge Kosten sparen, wenn man etwas flexibel bei der Flugauswahl und nicht an fixe Eckpunkte gebunden ist. Wie das im einzelnen aussieht, das erkläre ich Dir im Folgenden.

 

Flexibilität beim Abflugort

Häufig kannst Du viel Geld bei der Buchung von Flügen sparen, wenn Du etwas flexibel bei Abflugort bzw. der Wahl des Flughafens bist. So kann es durchaus Sinn machen, nicht in Düsseldorf abzufliegen, sondern in Amsterdam (völlig anderes Land) oder vielleicht auch Frankfurt (anderes Bundesland). Beides ist von Düsseldorf aus nicht allzu weit entfernt, durch unterschiedliche Konditionen oder beispielsweise auch anders liegende Schulferien, kann die Ersparnis hier aber gerne einmal mehrere Hundert Euro betragen.

Für alle Reisenden, die Grenznah zu anderen Ländern wohnen (also zum Beispiel Österreich, Schweiz, Polen, Niederlande etc.), kann es sich also lohnen, einen Blick über die Landesgrenzen hinaus zu werfen. Und selbst der Abflug aus einem anderen Bundesland kann sich mitunter lohnen.

Wichtig: Wenn Du mit dem eigenen Auto zu einem anderen Flughafen fährst, dann Informiere Dich im Vorfeld, wie die Höhe der Parkgebühren sich unterscheidet. Unter Umständen kann es nämlich sein, das die Ersparnis durch die Fahrtkosten und Gebühren für den Parkplatz / das Parkhaus wieder aufgefressen wird.

 

Flexibilität bei der Flugzeit

Auch die Flugzeit spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Geld zu sparen. So sind Flüge früh Morgens in aller Regel teurer als welche, die erst am späten Nachmittag oder Abends starten. Der Grund liegt auf der Hand. Bei Mittelstreckenflügen ist man dann nämlich frühzeitig am Zielort und hat somit am Ankunftstag auch noch schön viel Zeit. Je später die Flugzeit, umso günstiger werden die Flüge dann.

Auch die Gesamtflugzeit ist nicht unwichtig. Wenn Du einen Mittel- oder Langstreckenflug buchst, der Dich nonstop (also ohne Zwischenlandung) ans Ziel bringt, so ist dieser in aller Regel IMMER deutlich teurer als ein Flug, der einen mehrstündigen Zwischenstopp (im schlimmsten Fall mit Übernachtung) mit sich bringt. Solch ein Stopover muss allerdings nicht immer zwingend von Nachteil sein. Warum, das erläutere ich Dir unter Punkt 6 in einem eigenen Abschnitt.

 

Flexibilität beim Flugtag

Auch der Wochentag spielt mitunter eine Rolle, wenn es um den günstigsten Flugpreis geht. Warum das so ist, erkläre ich Dir als nächstes unter Punkt 5.

 

 

5. Den günstigsten Wochentag zum Fliegen finden

Es gibt einige Gerüchte und auch Artikel, die sich mit der These beschäftigen, das es speziell Dienstags am günstigsten sein soll zu fliegen. Auf anderen Seiten kann man hingegen lesen, es wäre Freitags am billigsten. Aber was stimmt denn nun?

Nüchtern betrachtet stimmt keine der beiden Aussagen. Fakt ist, es gibt nicht „den einen Wochentag“, wo es immer am günstigsten ist. In der Regel ist es zwar tatsächlich billiger, wenn die Flugtage unter der Woche liegen und nicht an einem Wochenende. Aber pauschal auf einen Tag festlegen lässt sich das schlicht und ergreifend nach Jahrelanger Beobachtung meinerseits nicht.

Alleine aufgrund der täglichen Schwankung der Kerosinpreise ist es quasi unmöglich, pauschal im Vorfeld zu sagen, das es bestimmte „günstige“ Wochentage gibt. Die Aussage ist schlicht falsch.

Um Dir nun aber einen ersten Überblick über die Flugpreise für einen kompletten Monat zu verschaffen, eignet sich die Webseite oder App von Skyscanner ganz gut. Dafür gehst Du folgendermaßen vor:

Schritt 1. Besuche die Skyscanner-Website oder lade Dir die App herunter (iOS / Android)

Schritt 2. Gib als nächstes Deinen Abflug- und Ankunftsort ein

Schritt 3. Wähle nun „Oneway / Nur Hinflug“ (auch, wenn Du eigentlich Hin- und Rückflug benötigen würdest), denn nur so kannst Du die günstigsten Tage ausfindig machen.

Schritt 4. 

Auf einem Computer: Wähle anstelle eines Datums nun „Ganzer Monat“ aus, damit Du eine Übersicht über die Preise im eben jenem Monat bekommst. So kannst Du auf einem Blick feststellen, welcher Tag in diesem Monat am günstigsten ist. Du kannst auswählen, ob Du eine Kalenderansicht oder ein 30-Tage-Diagramm sehen möchtest.

In der mobilen App: Tippe auf das Abreisedatum und ändere die Ansicht in „Karte“. Du kannst nun nach links und rechts wischen, um das günstigste Datum zu finden und auf einen der Balken tippen, um den Preis anzeigen zu lassen. Wiederhole diese Schritte gegebenenfalls für den Rückflug. Du kannst immer noch eine Hin- und Rückreise in einer Buchung buchen. Wenn Du diese Schritte jedoch zuerst ausführen willst, siehst Du, welche Daten für Ihre Hin- und Rückfahrt im Allgemeinen günstiger sind.

Google Flights funktioniert ganz ähnlich wie Skyscanner und verfügt zusätzlich noch über eine Kartenansicht, sodass man sehen kann, wo sich der jeweilige Flughafen befindet.

Einfach "ganzer Monat" in der Übersicht auswählen

Einfach „ganzer Monat“ in der Übersicht auswählen

 

 

6. Nutze Stopover-Aufenthalte, um gratis neue Orte zu erkunden

Wenn Du zu etwas weiter entfernten Reisezielen fliegst, dann ist dafür häufig eine Zwischenlandung bzw. Stopover nötig. Die Entfernung ist schlichtweg zu weit, damit nonstop geflogen kann. Nehmen wir an, Du fliegst von Deutschland aus nach Nepal, Australien oder Neuseeland, dann findet dieser Flug üblicherweise nicht in einem Rutsch statt, sondern beinhaltet zum Beispiel einen Stopover in Singapur, Istanbul oder auch Dubai.

Wer mit Icelandair in die USA fliegt, hat zum Beispiel auch die Möglichkeit für lau eine Woche in Island zu bleiben. Würde man nur nach Island für einen Urlaub fliegen, kann man mit Flugpreisen um ab 300 EUR aufwärts rechnen. Diese kann man sich also quasi sparen in solch einem Fall.

Anderes Beispiel: Wer mit Cathay Pacific nach Bali fliegt, der kann problemlos einen mehrtägigen Stopover in Hong Kong machen und die Stadt erkunden. Die Flüge dorthin sind also quasi „geschenkt“, sind im Normalfall aber kaum unter 500 EUR zu bekommen.

Viele Reisende machen lediglich einen mehrstündigen Stopover und fliegen sofort weiter. Doch eigentlich ist das ja gar nicht wirklich nötig so schnell. Im Normalfall lässt sich ein Stopover nämlich immer auf mehrere Tage ausdehnen. Du kommst dadurch zum einen wesentlich entspannter am eigentlich Zielort an, zum anderen lernst Du ohne Mehrkosten auch noch einen neuen Ort kennen.

Sollte der Aufenthalt bei einer Zwischenlandung also mehrere Stunden betragen, an denen Du üblicherweise eh nichts anderes machen kannst, als die Zeit am Flughafen totzuschlagen, dann ist es durchaus eine Überlegung wert, die Dauer des Aufenthaltes gleich ein wenig auszudehnen.

Bei solch einer Gelegenheit in Dubai auf dem Rückweg von Bali nach Frankfurt sollte man nicht zögern

Bei solch einer Gelegenheit in Dubai auf dem Rückweg von Bali nach Frankfurt sollte man nicht zögern

 

 

7. Auf „Billigfluggesellschaften“ ausweichen

Billigfluggesellschaften bieten häufig deutlich günstigere Tickets an als Full-Service-Airlines. Das ist nichts Neues, man muss dann allerdings bereit sein, während des Fluges einige Kompromisse einzugehen. Verpflegung an Board, sowohl Essen als auch Getränke, gibt es üblicherweise nur gegen Bezahlung.

Allgemein ist der Service während des Fluges eher auf das Nötigste beschränkt. Die Beinfreiheit ist zudem häufig nicht vergleichbar mit denen einer „normalen“ Airline. Auch Unterhaltungsprogramm gibt es keines. Letzteres ist sicherlich verschmerzbar in Zeiten von Tablets & Co., wo man sich selber Filme im Vorfeld aufspielen kann.

Nichtsdestotrotz lassen sich durch die Benutzung von Billigairlines aber definitiv ein paar Euro sparen, wenn man verreisen möchte. Inwiefern man solche Airlines und das damit verbundene Preisdumping unterstützen möchte, das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Das es nicht „normal“ sein kann, für 78 EUR zum Bespiel nach Jordanien oder für 99 EUR in den Island Urlaub zu fliegen, das sollte jedem aber klar sein.

Wie gehst Du nun bei der Flugbuchung mit einer Billigairline vor und was gibt es zu beachten? 

  1. Überprüfe genau, wo sich der Flughafen überhaupt befindet. Viele Billigfluggesellschaften fliegen außerhalb von Städten ab (zum Beispiel Weeze) und landen auch nicht wirklich in der Nähe des eigentlichen Reisezieles, sondern an einem Flughafen außerhalb. Von dort aus musst Du dann häufig erst noch mit Zug, Metro, Taxi oder ähnlichem schauen, wie Du überhaupt ans eigentliche Reiseziel kommst. Venedig ist hier ein gute Negativbeispiel.
  2. Versichere Dich ganz genau, ob Du nicht nur Handgepäck gebucht hast !! Beachte die Einschränkungen hinsichtlich Gewicht, Größe und Anzahl der zulässigen Gepäckstücke. Einige Fluggesellschaften (z.B Ryanair) erheben hohe Gebühren, wenn Du beim Check-in noch ein Gepäckstück nachbuchen musst.
  3. Lies das Kleingedruckte. Warum das wichtig ist, kannst Du gut am Beispiel von Ryanair erkennen. Dort wird man nämlich erst relativ spät und gut versteckt darauf hingewiesen während des Buchungsvorganges, das eine „Check-in-Gebühr“ am Flughafen in Höhe von 55 EUR berechnet wird, wenn man nicht im Voraus online eincheckt und die mobile Bordkarte ausdruckt oder via Smartphone verwendet. Ein Hinweis dazu steht zwar auch noch einmal im Kleingedruckten der elektronischen Buchungsbestätigung, diesen muss man allerdings auch erst einmal lesen – und wer macht das schon jedes Mal?

Mit am wichtigsten ist es, sich nicht während des Buchungsvorganges vom oftmals verlockenden Preis blenden zu lassen. In aller Regel beinhaltet der angezeigte Flugpreis nämlich nur ein Handgepäckstück und KEIN Aufgabegepäck. Und die wenigsten Urlauber werden es schaffen, mit nur einem Handgepäckstück von 7 oder 8 kg zu verreisen. Das klappt vielleicht für ein verlängertes Wochenende im Sommer irgendwo hin, aber niemals für eine Woche Winterurlaub.

Dementsprechend muss man also noch Aufgabegepäck mit dazu buchen, wo häufig dann mal eben noch 35 EUR, 50 EUR oder mehr (pro Strecke!) mit zum Flugpreis dazukommen. Manchmal relativiert sich dann der augenscheinlich im ersten Moment günstige Preis wieder und die Differenz zu einem Vollpreis-Anbieter ist gar nicht mehr so gravierend. Hier musst Du also genau abwägen und aufpassen während des Buchungsvorganges.

Bei Raynair ist alles unter der Kategorie „Plus“ in meinen Augen zum Beispiel nicht wirklich buchbar für den 08/15-Urlauber oder Hobbyfotografen. Was soll man bitte mit lediglich einer 10 kg Tasche und einem kleinen Handgepäckstück anfangen, wenn man beispielsweise in den Winterurlaub fliegt? Alleine mein Fotorucksack wiegt bereits 8 kg, wohin also mit den Klamotten?

Das 9,99 EUR-Lockangebot (oneway) verzehnfacht sich preislich ganz schnell, wenn man einmal genau hinsieht

Das 9,99 EUR-Lockangeboten verzehnfacht sich preislich ganz schnell, wenn man einmal genau hinsieht

 

Im Folgenden eine Übersicht aller bekannte Billig-Airlines und Ihrem Wirkungskreis, aufgelistet nach Ländern in denen sie fliegen.

Europa

  • Aer Lingus
  • Aigle Azur
  • Easyjet
  • Eurowings
  • Flybe
  • Iberia Express
  • Norwegian Air (oftmals recht günstiger Flugpreise zwischen Europa und Nordamerika)
  • Ryanair
  • TUIfly
  • Vueling
  • Wizz Air

Kanada

  • Flyswoop
  • Flair Airlines
  • Air Canada Rouge
  • Spirit Airlines
  • Porter
  • Air Transat (hat oft einige der billigsten internationalen Flüge, insbesondere zu sonnigen Strandzielen)

Vereinigte Staaten

  • Southwest
  • Allegiant Air
  • Border
  • Spirit Airlines
  • Sun Country Airlines
  • Jetblue
  • Porter

Australien

  • Jetstar
  • Tiger Air
  • Scoot
  • Air Asia
  • Air New Zealand

Asien

  • Air Asia
  • Tiger Air
  • Jeju Air
  • Jetstar
  • Hong Kong Express
  • Scoot
  • Peachair
  • Dragon Air
  • Spice Jet
  • Spring Airlines
  • Vietnam Airlines
  • Nok Air
  • T’Way Airlies
  • Vanilla Air

Falls Du also beispielsweise zu einem Reiseziel möchtest, was irgendwo in Asien liegt, dann macht es durchaus Sinn, vor der Buchung die Seiten von Dragon Air, Tiger Air etc. auf Angebote zu überprüfen. Schaue auch unbedingt auf den Social Media Auftritten (in erster Linie Twitter und Facebook) der jeweiligen Airlines vorbei, da Du auf diesem Wege oftmals am schnellsten von Angeboten erfährst.

 

 

8. Lokale Angebote von Airlines checken

Nicht alle Angebotspreise tauchen zwingend immer in den Ergebnissen von Suchmaschinen auf. So kann es zum Beispiel sein, das kleinere Airlines an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Events Aktionspreise auf der eigenen Webseite anbieten, die nicht in den Suchmaschinen gelistet sind. Es kann sich also durchaus lohnen, parallel auch noch einmal auf den Webseiten der jeweiligen Fluggesellschaften zu schauen und eine Art „Gegencheck“ zu machen.

Wenn man zum Beispiel in Südamerika unterwegs ist, dann kann man durchaus einmal auf der Webseite von Lade Air (wird vom argentinischen Militär betrieben) nachschauen. Häufig lassen sich dort sehr günstige Flüge innerhalb Patagoniens finden, die aber natürlich nicht in den Massensuchmaschinen aufgeführt werden.

 

 

9. Prüfe, ob es billiger ist in anderen Währungen zu bezahlen

Wenn Du Flüge buchen möchtest, prüfe vor der Buchung eines Fluges, ob es günstiger ist, wenn Du in einer anderen Währung bezahlst. Bei Billigfluggesellschaften zahlst Du häufig in der Währung des Landes, aus dem Du abfliegst. Dies ist jedoch nicht immer der Fall.

Wenn Du Dich zum Beispiel in Down Under befindest und Inneraustralische Flüge buchen möchtest, dann kann es gut sein, das bei der Buchung auf der Webseite von Scoot, Tiger Air oder anderen Billig-Airlines der Flug günstiger ist, wenn Du in der jeweiligen Landeswährung bezahlst. Das ganze kannst Du relativ schnell über einen Währungskursumrechner checken.

 

 

10.  Black Friday nutzen

Das mag sich für den Ein oder Anderen jetzt erst einmal komisch anhören. Aber eine gute Möglichkeit, um online beim Flüge buchen zu sparen, bietet sich immer Ende November jedes Jahr.

Viele Airlines bieten dann nämlich zum Black Friday (das ist immer der letzte Freitag im November) sehr gute Schnäppchen und Tarife an. Oftmals sind diese auch für Termine weit im voraus gültig, sodass man durchaus auch für den nächsten Sommer oder Herbst bereits einen guten Preis erzielen kann, wenn man online Flüge buchen möchte.

Zum Black Friday gibt es bei vielen Airlines wirklich gute Sondertarife

Zum Black Friday gibt es bei vielen Airlines wirklich gute Sondertarife

 

 

11. Vermeide die Hauptreisezeit in den Schulferien

Schulferienzeit bedeutet immer auch: Hauptreisezeit. Die Nachfrage ist groß, Tickets sind knapp, weil viele Familien in diesem Zeitfenster verreisen möchten. Vermeide daher so gut es geht Schulferien oder Feiertage, wenn Du beim Flüge buchen sparen möchtest.

Sollte sich das gar nicht vermeiden lassen, dann prüfe einfach mal, wie die Preise von einem anderen Flughafen in einem anderen Bundesland aussehen, in dem gerade noch keine Schulferien sind. Häufig kann es sich lohnen, vielleicht 150 km mit dem Bus, der Bahn oder auch dem eigenen Auto zu fahren, wenn sich dadurch mehrere hundert Euro einsparen lassen.

Mache aber sicherheitshalber immer auch einen Gegenrechnung. Es kann durchaus sein, das die Kosten für Bahntickets oder auch die Parkgebühren (falls Du mit dem eigenen Auto anreist) die Ersparnis wieder auffressen und sich der „Umweg“ kaum noch rechnet.

Prüfe auch im Ankunftsland, ob dort eventuell gerade Schulferien sind. Denn auch das kann dazu führen, das Flüge (und auch Übernachtungen) deutlich teurer sind als üblich.

 

 

12. Vielfliegerprogramme der Airlines … ja oder nein?

So gut wie jede Airline bietet ein Treueprogramm an, mit welchem sich im Laufe der Zeit Punkte bzw. Meilen sammeln lassen. Mit diesen kannst Du dann wiederum nach einiger Zeit, wenn Du öfter mit der Airline geflogen und genügend Meilen angesammelt hast, Deinen nächsten Flug bezahlen. Soweit zumindest die Theorie.

In der Praxis ist es jedoch so, das sich für „Normalsterbliche“ die Teilnahme an einem Vielfliegerprogramm (auch bekannt als Bonusprogramm) so gut wie niemals lohnen wird. Die meisten Flugmeilen verfallen nämlich nach maximal 3 Jahren, meistens sogar früher. Um in dieser Zeit eine gewisse Meilenzahl anzusammeln, die sich tatsächlich auch lohnen würde einzusetzen für einen Flug, muss man in dieser Zeit schon wirklich SEHR viel fliegen.

Für Geschäftsreisende und Vielflieger ist das sicherlich eine gute Option in den allseits bekannten Vielfliegerforen damit rumzuprahlen und anzugeben, wie prall gefüllt Ihr Meilenkonto ist. Für Normalos wie Dich und mich, die im Jahr vielleicht ein oder zwei Flüge machen, lohnt sich das aber kaum, da die Meilen wieder verfallen, bevor sich der Einsatz auch nur ansatzweise lohnen würde.

Um dem Meilenverfall vorzubeugen haben sich die Airlines einige pfiffige Möglichkeiten ausgedacht. Am bekanntesten ist in diesem Zusammenhang vermutlich das Miles & More – Vielfliegerprogramm der Lufthansa. Zu Miles & More gibt es nämlich passende Kreditkarten, die jährlich natürlich einen bestimmten Betrag kosten (je nachdem, welche Leistungen die Kreditkarte beinhalten soll). Man sammelt dann jedes Mal, wenn man mit seiner Kreditkarte etwas bezahlt, „wertvolle Meilen“ (wie es auf den Flügen immer so schön heißt). Mit dieser Kreditkarte verfallen die Meilen dann nicht mehr und man kann jahrelang ganz in Ruhe Meilen sammeln. In welchem Verhältnis das steht zu einem normal buchbaren Flug nach Hawaii für unter 500 EUR (solche Angebote findet man in schöner Regelmäßigkeit), das steht auf einem anderen Blatt.

12.1 Paybackpunkte in Meilen umwandeln

Wenn Du am Payback-Partnerprogramm teilnimmst, dann gibt es bereits seit längerer Zeit die Möglichkeit, die angesammelten Paypack-Punkte 1:1 in Miles & More-Meilen umzuwandeln. Dies kann entweder ganz automatisch an einem bestimmten Datum erfolgen oder aber man leitet die Umwandlung manuell in die Wege. So lässt sich das Meilenkonto etwas schneller füllen, als wenn man nur auf Flüge angewiesen ist.

Angesammelte Paybackpunkte lassen sich 1:1 in Lufthansa Flugmeilen umwandeln

Angesammelte Paybackpunkte lassen sich 1:1 in Lufthansa Flugmeilen umwandeln

 

 

13. Suchen nach Error Fares

Die Punkte 13 und 14 zum Thema „günstig Flüge buchen“ sind eher weniger an „normale“ Reisende gerichtet, sondern eher etwas für Vielflieger und Leute, die Zeit und Muße haben sich mit der Materie ein wenig ausführlicher auseinanderzusetzen.

Am meisten sparen lässt sich in aller Regel bei sogenannten Error Fares. Doch was genau ist das eigentlich? Error Fares sind Fehler im Buchungssystem der Fluggesellschaften, wodurch teilweise stark reduzierte Flugpreise zustande kommen. Die Gründe dafür können vielfältig sein und reichen von Fehlern bei der Währungsumrechnung über technische Störungen bis hin zu menschlichem Versagen. In letzteren Fall wurde halt einfach ein falscher Preis ins Buchungssystem eingepflegt.

Webseiten wie Flynous, Fly4free und Secret Flying sollte man daher standardmäßig abonnieren auf allen möglichen Kanälen, um möglichst zeitnah (und nicht erst Stunden später) über solche Flugpreisfehler informiert zu werden. Deutsche Seiten, wie zum Beispiel Urlaubspiraten, Urlaubstracker oder wie sie alle heißen mögen, eignen sich nur bedingt. Warum? Die „Deals“ dort werden in aller Regel nicht selber recherchiert, sondern schlicht und ergreifend von den oben genannten lediglich kopiert und als eigene ausgegeben. Häufig geschieht dies erst Stunden später, nachdem der ursprüngliche Tarif längst nicht mehr buchbar oder die Verfügbarkeit extrem knapp geworden ist.

 

 

14. Geld sparen durch sogenannte Schwanzflüge

So merkwürdig der Name auch klingen mag, so effektiv lässt sich mit Schwanzflügen Geld sparen beim Flüge buchen. Genau wie die Suche nach Error Fares eignet sich auch diese Methode eher weniger für Laien, daher kommt sie hier erst ganz zum Schluss.

Doch was genau sind Schwanzflüge eigentlich, die immer wieder auch unter Phantomflug, Wurmflug oder Fuel Drop im Internet die Runde machen? Nun, nehmen wir einmal an, Du würdest gerne nach Miami fliegen. Die übliche Flugbuchung würde dann zum Beispiel folgendermaßen ausschauen: Frankfurt -> Miami -> Frankfurt.

Wenn Du nun nach Deinem Rückflug nach Frankfurt noch einfach einen weiteren Flug innerhalb Europas anhängen würdest, beispielsweise nach London, Barcelona oder wer weiß wohin, dann kann es mitunter sein, dass dadurch ein wesentlich geringerer Treibstoffzuschlag berechnet wird. Fürs Buchungssystem geht der eigentliche Flug dann nämlich lediglich von Frankfurt nach London bzw. Barcelona. Und für einen Innereuropäischen Flug wird nun einmal deutlich weniger Treibstoffzuschlag berechnet, als wenn Du mal eben nach Miami fliegen würdest.

Dieses „Anhängsel“, der sogenannte Schwanzflug, kann Tage oder auch Wochen später „stattfinden“, denn Du trittst diesen Flug eh nicht an.

Zwei Haken gibt es bei der ganzen Sache.Zum einen ist es schwierig, solche Strecken zu finden, wo das funktioniert. Die meisten Airlines kennen diesen „Trick“ inzwischen und wirken bereits im Vorfeld dagegen. Zum anderen haben viele Airlines inzwischen einen Klausel in ihren AGB mit aufgenommen, die dazu führen kann, das bei einem No-Show (also wenn der Fluggast nicht erscheint) eine Nachbelastung der Kreditkarte erfolgen kann.

Daher ist dieses Thema durchaus mit Vorsicht zu genießen und sollte nur von erfahrenen Reisenden in Betracht gezogen werden, die auch wissen was sie tun. Erwähnen wollte ich es hier trotzdem einmal der Vollständigkeit halber.

 

 

Das Wichtigste zum Flüge buchen in aller Kürze

  • Suche immer im Inkognito-Modus des Browser
  • Verwende die „richtigen“ Suchmaschinen für die Buchung eines Fluges. Unser Favorit dafür ist eindeutig Skyscanner
  • Buche lange im voraus Deinen Flug
  • Sei flexibel, was den Monat und die Flugzeit Deiner Reise angeht
  • Nutze die Möglichkeit von kostenlosen Stopover-Aufenthalten
  • Vermeide, sofern es Dir möglich ist, die Schulferienzeit

 

 

In den Urlaub fliegen nach Corona

2021 könnte Fliegen und Reisen durch den Impfstoff langsam wieder ein Thema werden. Prognosen sagen einen regelrechten Reiseboom voraus, wenn ein Stück weit Normalität zurückgekehrt ist. Doch womit ist zu rechnen, wenn Du im Jahre 2021 Flüge buchen möchtest?

Impfnachweis könnte bei vielen Airlines Pflicht werden

Bereits im November 2020 hatte Qantas als erste Airline angekündigt, zukünftig nur noch Passagiere zu transportieren, die einen gültigen Impfnachweis vorweisen können. Das soll aber nur für Langstreckenflüge gelten, nicht für Flüge innerhalb Australiens. Einige andere Airlines haben bereits ebenfalls diese Maßnahme angekündigt. Eine einheitliche Regelung diesbezüglich wird aber noch lange auf sich warten lassen, zumal dieses Thema sicherlich auch für viel Zündstoff sorgen wird.

Lufthansa hatte beispielsweise frühzeitig bekanntgegeben, KEINEN Impfnachweis zu verlangen, rudert inzwischen aber wieder etwas zurück. Es kann also durchaus sein, das auch dort zukünftig ein Impfnachweis, entweder in digitaler Form oder als Eintrag im Impfpass, nötig sein wird. Die Vermutung liegt jedenfalls nahe, das viele Airlines dem Beispiel von Qantas folgen werden.

Da zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch keine allgemein gültige Aussage diesbezüglich gemacht werden kann, solltest Du Dich vor der Flugbuchung in jedem Fall in Eigenregie erkundigen, ob ein Nachweis nötig ist.

 

 

Probleme auf dem Flug?

Immer wieder kommt es vor, das es aus unterschiedlichsten Gründen zu Flugverspätungen, Flugausfällen, einer kompletten Annullierung oder sonstigen Ärgernissen kommt. In diesem Fall kannst Du sogar 3 Jahre rückwirkend dagegen Einspruch einlegen und Dir im besten Fall einen großen Teil Deiner entstandenen Kosten zurückholen. In einem eigenen Artikel dazu habe ich beschrieben, wie das mit Hilfe der Plattform Flightright funktioniert.

 

Wenn die Flüge gebucht sind und Du Dich als nächstes mit den Unterkünften beschäftigst, dann schaue doch auch in meinem anderen Artikel vorbei, wo ich Dir jede Menge hilfreicher Tipps gebe, wie Du online beim Hotels buchen sparen kannst und immer den besten Preis erzielst.

 

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