Der Ruhrpott strotzt quasi nur so vor interessanten Fotomotiven. Lange hat es gedauert, bis ich das selber begriffen habe. Zu sehr war ich auf Ziele jenseits meiner Heimat fixiert. Doch wenn das Jahr 2020 wenigstens etwas Gutes hatte, dann ist es, das ich meine eigene Umgebung angefangen habe näher zu erkunden.

Plötzlich sind sie da …. Halden, Zechen, Industriekultur, Natur und viele andere Fotospots im Ruhrgebiet, die ich im Laufe der letzten Wochen und Monate kennengelernt habe. Zu einigen existiert bereits ein ausführlicher, weiterführender Artikel mit jeder Menge Infos hier auf dem Blog. Diese habe ich dann jeweils direkt mit verlinkt. Bei anderen Fotospots ist solch ein Artikel aktuell noch in Planung.

 

Fotospots im Ruhrgebiet von West nach Ost

Das Ruhrgebiet ist mit über 5 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 4.438,69 Quadratkilometern der größte Ballungsraum Deutschlands und der fünftgrößte Europas. Wer jetzt aber glaubt, hier sei alles grau, trist und überfüllt mit Menschen, der irrt sich ganz gewaltig. Beim Flug mit dem Gyrokopter damals konnte ich bereits sehen, wie grün der Pott eigentlich ist. Und bei etlichen Fototouren hat sich das nun erneut bestätigt.

 

Halde Norddeutschland (Neukirchen-Vluyn)

Die Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn ist mit rund 81 Hektar Grundfläche die größte Bergbauhalde am Niederrhein. Von unten wirkt sie allerdings trotzdem eher unscheinbar, obwohl sie nicht allzu weit von der Autobahn 57 entfernt liegt.

Fotogen ist vor allen Dingen das sogenannte Hallenhaus auf dem Kopf der Halde, welches bis 22 Uhr beleuchtet ist und sich daher auch bei Dunkelheit gut in Szene setzen lässt.

Ein Teleobjektiv ist hier oben definitiv von Vorteil, die Aussicht ins östliche Ruhrgebiet und im Westen rüber zur holländischen Grenze ist definitiv nicht von schlechten Eltern. Und die Sonnenuntergänge hier oben sind legendär.

Das Hallenhaus auf der Halde Norddeutschland

Das Hallenhaus auf der Halde Norddeutschland

 

 

Das Geleucht auf der Halde Rheinpreußen (Moers)

Auf der Halde Rheinpreußen bei Moers befindet sich eine überdimensionale Grubenlampe, besser bekannt als das Geleucht. Knapp 30 Meter ragt diese Landmarke in den Himmel und ist schon von Weitem zu sehen, insbesondere auch von der Autobahn, wenn man von Duisburg in Richtung Westen fährt.

Der Entwurf der Lampe stammt vom mittlerweile verstorbenen Lichtkünstler Otto Piene, der sich unter anderem auch für die Prismenkuppel der Shadow-Arkaden in Düsseldorf verantwortlich zeigt.

Fotografisch interessant wird die Grubenlampe vor allen Dingen bei Dämmerung, wenn die rote Beleuchtung eingeschaltet und sie illuminiert wird. Auch aus der Luft kann man sie gut ablichten, es gibt hier nämlich kein Flugverbot für Drohnen.

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Knapp 30 m ragt das Geleucht in den Himmel und ist schon von Weitem zu sehen

Knapp 30 Meter ragt das Geleucht in den Himmel und ist schon von Weitem zu sehen

 

 

Tiger & Turtle (Duisburg)

Tiger & Turtle auf dem Plateau der Heinrich-Hildebrand-Höhe im Duisburger Angerpark ist vermutlich eines der außergewöhnlichsten Bauwerke im gesamten Ruhrgebiet. Die begehbare Skulptur aus Stahl ist so markant, dass man sie von Weitem bereits unweigerlich wahrnimmt, wenn man in der Nähe unterwegs ist.

Sie ist – bis auf den Looping versteht sich – begehbar und bis weit über die Grenzen des Ruhrpotts inzwischen bekannt bei Fotografen aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Es kommt also vermutlich nicht von ungefähr, das ich hier mehr Stative gesehen habe als bei jedem anderen Fotospot im Ruhrgebiet … mit Ausnahme des Landschaftsparks Duisburg vielleicht.

Tiger & Turtle ist sowohl am Tage als auch am Abend, wenn die Skulptur beleuchtet ist, ein lohnenswertes Ziel für Hobbyfotografen. Man sollte sich allerdings darauf einstellen, das man so gut wie nie alleine dort oben sein wird – außer zum Sonnenaufgang vielleicht.

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Kurz nach Sonnenuntergang wird die Beleuchtung bei Tiger & Turtle eingeschaltet

Kurz nach Sonnenuntergang wird die Beleuchtung bei Tiger & Turtle eingeschaltet

 

 

LaPaDu – Landschaftspark Duisburg (Duisburg)

Wenn man ansässige Hobbyfotografen fragen würde, dann ist der Landschaftspark Duisburg-Nord vermutlich einer der bekanntesten Fotospots im Ruhrgebiet. Und rein subjektiv habe ich tatsächlich bisher kaum irgendwo mehr Fotografen geballt bei einer Location gesehen wie hier.

Tagsüber schon fotogen, erstrahlt der LaPaDu (so die offizielle Abkürzung) am Wochenende und bei Sonderveranstaltungen in ganz besonderem Licht. Dann wird das alte Zechengelände nämlich von allerlei Strahlern und Scheinwerfern illuminiert. Je nach Farbe erinnern die Lichter an die ursprünglichen Funktionen der Anlagen: Rot steht für Feuer und Hitze, Blau für Wasser und Grün für Gas. Die Licht-Installation wurde von dem Design Künstler Jonathan Park konzipiert.

Es macht zum Fotografieren in meinen Augen übrigens durchaus Sinn, das Gelände tagsüber einmal in Ruhe zu erkunden, damit man bei Dunkelheit eine bessere Orientierung hat.

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Der Aufgang zum Hochofen 5 im LaPaDu

Der Aufgang zum Hochofen 5 im LaPaDu

 

 

Slinky Springs to Fame (Oberhausen)

Unmittelbar neben dem Schloss Oberhausen befindet sich die fotografisch recht interessante Brücke Slinky Springs to Fame. Sie überspannt den 50 Meter breiten Rhein-Herne-Kanal in knapp 10 Metern Höhe und hat durch ihre gewundene Form eine Gesamtlänge von 406 Metern inklusive der Rampen auf beiden Seiten.

Fotografisch interessant wird die Brücke vor allen Dingen am Abend, wenn die Beleuchtung eingeschaltet wird. Der Boden leuchtet übrigens nicht selbständig, sondern wird von einem LED-Lichtband im Geländer angestrahlt. Da die Brücke leicht schwingt, wenn andere Personen über diese laufen, ist hier teilweise etwas Geduld gefragt, sofern man mit einem Stativ arbeiten möchte.

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Slinky Spings to Fame in Oberhausen ist eine Brücke der etwas anderen Art

Slinky Spings to Fame in Oberhausen ist eine Brücke der etwas anderen Art

 

 

Der Zauberlehrling (Oberhausen)

Der Zauberlehrling hinter dem Gehölzgarten Ripshorst ist bei vielen Hobbyfotografen inzwischen ein begehrtes Fotomotiv in Oberhausen. Die als „Tanzender Strommast“ in Insiderkreisen bekannte Stahlkonstruktion wiegt an die 10 Tonnen und sollte ursprünglich lediglich anlässlich der Ausstellung Emscherkunst 2013 für kurze Zeit aufgestellt werden. Das merkwürdige Gebilde erfreute sich aber so großer Beliebtheit, das es nun permanent dort steht.

Durch die geschwungenen Formen des Zauberlehrlings wird von allen vier Seiten der Eindruck erweckt, als würde der Strommast mit ausgestreckten Armen tanzen. Dabei verändert sich teilweise seine Haltung, wenn man um den Strommast herum geht.

Da die Umgebung um den Strommast eher langweilig erscheint auf einem Foto, bietet sich ein Besuch zum Sonnenauf- oder Untergang an. Und man sollte ruhig auch einmal um den Zauberlehrling herum gehen, denn aus manch einem Blickwinkel wirkt er wieder völlig anders.

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Gerade zum Sonnenuntergang ist der Zauberlehrling ein tolles Fotomotiv

Gerade zum Sonnenuntergang ist der Zauberlehrling ein tolles Fotomotiv

 

 

Schurenbachhalde (Essen)

Die 86 Meter hohe Schurenbachhalde an der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen eröffnet einen unerwartet guten Rundumblick über weite Teile des Ruhrgebietes.

Durch die relativ zentrale Lage im Pott kann man vom Kopf der Halde viele andere Landmarken erkennen, wie zum Beispiel das Horizontobservatorium im Osten oder auch den nahe gelegenen Tetraeder auf der Halde Beckstraße. Auch die markanten Doppelbogenbrücke im Nordsternpark samt Zeche kann man wunderbar von hier aus sehen, ebenso wie die Türme des Klärwerks Bottrop und die Skyline der Essener Innenstadt.

Die markante, 15 Meter hohe Bramme auf dem Kopf der mondähnlichen Halde, ist nur knapp 10 cm dick und exakt nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet. Das 67 Tonnen schwere, gegossene Stück Stahl ist ein Kunstobjekt und mutet ein wenig wie der Monolith aus 2001:Odyssey im Weltraum an.

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Die 15 Meter hohe Bramme auf der Schurenbachhalde

Die 15 Meter hohe Bramme auf der Schurenbachhalde

 

 

Zeche Zollverein (Essen)

Die Zeche Zollverein war ein von 1851 bis 1986 aktives Steinkohlebergwerk in Essen. Es hat seinerzeit bis zu 5000 Kumpel beschäftigt, die sage und schreibe bis zu 12.000 Tonne Kohle pro Tag gefördert, aufbereitet und schließlich zu Koks veredelt haben. 2001 wurde die Zeche von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt und ist heute einer der Ankerpunkte der europäischen Route der Industriekultur.

Liebevoll wird sie von Einheimischen und ehemaligen Arbeitern ganz selbstverständlich auch als „schönste Zeche der Welt“ genannt. Häufig wird man auch den Begriff Eiffelturm des Ruhrgebietes hören.

Auf über 100 Hektar Fläche gibt es für Hobbyfotografen eine schier endlose Anzahl von Motiven der Industriekultur, die nur darauf warten entdeckt zu werden.

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Krasse Spiegelungen sind mitunter möglich in der Zeche Zollverein in Essen

Krasse Spiegelungen sind mitunter möglich in der Zeche Zollverein in Essen

 

 

Hardenbergufer Baldeneysee (Essen)

Bei Haus Scheppen am Baldeneysee in Essen liegt das Hardenbergufer, wo sich 2020 eine Alle von knapp 20 Bäumen (es handelt sich um Platanen) zu einem DER meistfotografierten Fotospots im Ruhrgebiet entwickelt hat. Nicht ganz zu unrecht, wie ich finde. Gerade im Herbst, wenn die Blätter sich goldgelb verfärben und bei gutem Wetter die Farbe im Wasser reflektiert, ist die Uferpromenade ein beliebter Treffpunkt für Hobbyfotografen.

Entgegen der allgemeinen Annahme ist hier an diesem Spot ein Teleobjektiv von Vorteil, da die wirklich gute und bekannte Ansicht von den Bäumen nur herangezoomt wirklich gut zur Geltung kommt.

Die Baumallee von Platanen am Baldeneysee in Essen, ganz in der Nähe von Haus Scheppen

Die Baumallee von Platanen am Baldeneysee in Essen, ganz in der Nähe von Haus Scheppen

 

 

Halde Haniel (Bottrop)

Die Halde Haniel in Bottrop ist mit 159 Metern Höhe (184,9 Meter über Normalnull) die zweithöchste Halde im Ruhrgebiet und damit stattliche 57 Meter höher als zum Beispiel die Halde Hoheward bei Herten und sogar 87 Meter höher als die Halde Beckstraße mit dem Tetraeder in Bottrop. Dementsprechend gewaltig ist die Aussicht, wenn man oben am Kopf der Halde Haniel steht.

Beeindruckend ist sowohl der Blick in Richtung Nordosten, wo man bei guter Sicht die Türme der Uniper Kraftwerke GmbH und bereits die Ausläufer des Münsterlandes sehen kann. Auch der Blick nach Nordwesten, wo zahlreiche Windräder den Weg gen Niederrhein weisen, ist nicht von schlechten Eltern.

Fotogen sind vor allen Dingen die bunten Holztotems auf dem Kopf der Halde, die gerade zum Sonnenuntergang ein tolles Motiv darstellen. Auch die Arena unterhalb lässt sich gut in Szene setzen. An windstillen Tagen hat man durch einen kleinen Tümpel gute Möglichkeiten Reflexionen der Totems im Wasser einzufangen.

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Eine simple iPhone-Aufnahme der Holztotems zum Sonnenaufgang

Eine simple iPhone-Aufnahme der Holztotems zum Sonnenaufgang

 

 

Tetraeder (Bottrop)

Der / Das Tetraeder in Bottrop ist, wie viele andere Halden im Ruhrgebiet auch, Bestandteil der Route Industriekultur. Das „Haldenereignis Emscherblick“, so der offizielle Titel, wurde übrigens vom Architekten Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Christ entworfen und 1994 mit dem Bau begonnen. Eröffnung war schließlich 1995 am Tag der Deutschen Einheit.

Der Tetraeder war seinerzeit die erste Landmarke auf einer Halde. Mit ihm hat also quasi alles erst begonnen. Sämtliche anderen Bauwerke, wie zum Beispiel das Horizontobservatorium in Herten (2008) oder auch Tiger & Turtle in Duisburg (2011) folgten erst viele Jahre später. Heutzutage ist das Bauwerk zu einer Art Wahrzeichen Bottrops geworden und nicht mehr wegzudenken aus dem Stadtbild.

Fotografisch interessant ist natürlich das Tetraeder an sich sowie die Aussicht oben vom Kopf der Pyramide. Gerade bei Sonnenuntergang lassen sich hier tolle Aufnahmen machen.

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Die schlichte Schönheit vom Tetraeder in Bottrop will irgendwie in Szene gesetzt werden

Die schlichte Schönheit vom Tetraeder in Bottrop will irgendwie in Szene gesetzt werden

 

 

Schloss Wittringen (Gladbeck)

Schloss Wittringen ist ein Wasserschloss am Rand der Stadt Gladbeck, mitten im Ruhrgebiet. Seine Wurzeln reichen bis in das 13. Jahrhundert zurück. Seit 1922 ist die Anlage in städtischem Besitz. Die Stadt hat das Schloss seinerzeit für 3,75 Millionen Mark vom vorherigen Besitzer Friedrich August von Vittinghof-Schell gekauft.

Die damals sehr marode und baufällige Anlage wurde nach dem Kauf komplett abgerissen und nach historischen Bauplänen vollständig neu errichtet. Das heutige Schloss Wittringen ist also nicht wirklich historisch im eigentlichen Sinne – lediglich die Geschichte dahinter ist es. Das neue Gebäude steht nun seit 1984 unter Denkmalschutz.

Fotografisch interessante Perspektiven gibt es rund um das Schloss einige. Vor allen Dingen an windstillen Tagen lohnt sich ein Besuch, da sich das Gebäude dann schön im Schlossgraben spiegelt.

Gerade an windstillen Tagen bieten sich durch den Schlossteich tolle Möglichkeiten zum Fotografieren

Gerade an windstillen Tagen bieten sich durch den Schlossteich tolle Möglichkeiten zum Fotografieren

 

 

Rungenberghalde (Gelsenkirchen)

Die Halde Rungenberg (oder auch Rungenberghalde) in Gelsenkirchen ist auf den ersten Blick eher unscheinbar. Sie liegt quasi direkt neben der Autobahn A2 in Gelsenkirchen-Buer und relativ nahe bei der Schalke Arena.

Fotografisch interessant ist die rund 115 Meter hohe Halde vor allen Dingen bei Dunkelheit. Dann verwandelt die Lichtinstallation „Nachtzeichen“ diese nämlich in eine weithin sichtbare Landmarke des Emscher Landschaftsparks.

Entworfen haben die Lichtinstallation die beiden Künstler Hermann EsRichter (ja, schreibt sich wirklich so) und Klaus Noculak, die mit Ihrem Konzept damals im Jahre 1992 den Wettbewerb „Künstlerische Gestaltung der Halde Rungenberg“ gewonnen haben. 300 Stufen musst Du auf dem Weg nach oben überwinden, rechne dafür mal mit 10-15 Minuten Zeitaufwand.

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Die beiden Lichtkanonen auf der Rungenberghalde sind ein tolles Motiv Nachts

Die beiden Lichtkanonen auf der Rungenberghalde sind ein tolles Motiv Nachts

 

 

Halde Rheinelbe (Gelsenkirchen)

Die Halde Rheinelbe ist Teil der Route Industriekultur und befindet sich in Gelsenkirchen an der Grenze zu Bochum-Wattenscheid. Sie ist knapp 100 m hoch und wurde im Rahmen der IBA Emscherpark als Naherholungsgebiet erschlossen. Heute ist sie ein beliebtes Ziel bei Fotografen, Joggern, Spaziergängern, zum Gassigehen mit dem Hund, Drachensteigen lassen und vor allen Dingen auch bei Radfahrern.

Der Grund ist die Anbindung an den Emscherradweg in Richtung Zeche Zollverein, die Jahrhunderthalle Bochum und die Erzbahntrasse zur Grimberger Sichel samt Grimberger Hafen. Verschiedene MTB-Strecken ziehen zudem Mountainbiker an, die Ihre Reifenspuren in der Mondähnlichen Landschaft hinterlassen.

Fotografisch interessant sind die kleinen Wassertümpel, in denen sich die Skulptur bei windstillen Tage recht nett spiegelt. Und auch ein Topdown-Shot mittig über der Halde mit einer Drohne sieht interessant auch, weil man dann die ringförmig verlaufenen Wege nach oben gut sieht.

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Kleine Tümpel bieten bei der Halde Rheinelbe tolle Möglichkeiten für Fotografen

Kleine Tümpel bieten bei der Halde Rheinelbe tolle Möglichkeiten für Fotografen

 

 

Grimberger Sichel (Gelsenkirchen)

Die Grimberger Sichel ist einer der eher weniger bekannten Fotospots im Ruhrgebiet, trotzdem aber nicht minder attraktiv zum Fotografieren. Es handelt sich dabei um eine Fuß- und Radfahrerbrücke in Gelsenkirchen Nähe der ZOOM Erlebniswelt.

Sie ist über den insgesamt 45 km langen Rhein-Herne-Kanal gespannt, welcher sich von den Häfen in Duisburg-Ruhrort bis zur Mündung in den Dortmund-Ems-Kanal bei Henrichenburg ausdehnt. Die Brücke bildet quasi das Ende bzw. den Anfang des 10 km langen Erlebnisradweges Erzbahntrasse, welcher von der Jahrhunderthalle in Bochum bis nach Gelsenkirchen führt.

Fotografisch interessant ist diese Location vor allen Dingen an einem windstillen Tag zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Dann bieten sich tolle Möglichkeiten, die Spiegelung der Brücke im Rhein-Herne-Kanal einzufangen – vorausgesetzt, eines der Schiffe macht den schönen Spiegel im Wasser nicht zunichte. Auf beiden Seiten der Brücke gibt es durch kleine Trampelpfade zudem die Möglichkeit bis runter ans Wasser zu gehen.

Zum Artikel Grimberger Sichel

Hier erkennt man ganz gut, warum es „Grimberger Sichel“ heißt

Hier erkennt man ganz gut, warum es „Grimberger Sichel“ heißt

 

 

Nordsternpark (Gelsenkirchen)

Der Nordsternpark ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel im Ruhrpott für Familien, er bietet auch für Fotografen einige interessante Motive, die einen Abstecher dorthin lohnenswert machen. Es ist also kein Wunder, das er zu den fünf am meisten besuchten Orten in der gesamten Region zählt mit um die 450.000 Besucher jedes Jahr.

Nach der Stilllegung wurde das komplette Gelände für die Bundesgartenschau 1997 umgestaltet und ist seitdem unter dem Namen Nordsternpark bekannt, abgeleitet von dem Namen der ehemaligen Zeche Nordstern, die sich ebenfalls mit auf dem Gelände befindet und nicht abgerissen wurde damals.

Fotografisch interessant ist vor allen Dingen die markante Doppelbogenbrücke, die bei Dunkelheit auch beleuchtet wird und um die sich regelmässig Trauben von Fotografen versammeln. Aber auch die ganze Gartenanlage und natürlich der Zechenturm sind tolle Fotomotive.

Die Doppelbogenbrücke in Nordsternpark ist ein beliebtes Fotomotiv

Die Doppelbogenbrücke in Nordsternpark ist ein beliebtes Fotomotiv

 

 

Zeche Consolidation (Gelsenkirchen)

Ebenfalls in Gelsenkirchen und auch ganz in der Nähe der Grimberger Sichel befindet sich die Zeche Consolidation (oder kurz Consol) mit dem Doppelstrebengerüst über dem Zentralförderschacht 9. Bis 1993 war die Anlage in Betrieb, heute befinden sich überwiegend Gewerbeflächen auf dem Gelände samt angrenzenden Consol-Park.

Fotografisch interessant ist der Zechenturm vor allen Dingen am frühen Abend oder Nachts, da der obere Teil beleuchtet ist und ein tolles Motiv darbietet.

Das Fördergerüst über dem ehemaligen Schacht 9 ist rund um die Uhr beleuchtet

Das Fördergerüst über dem ehemaligen Schacht 9 ist rund um die Uhr beleuchtet

 

 

Halde Hoheward & Zeche Ewald (Herten)

Die Halde Hoheward ist ebenfalls ein dankbares Ziele für Hobbyfotografen, dort gibt es nämlich gleich mehrere interessante Motive zu entdecken.

Die 45 Meter hohen Bögen des Horizont-Observatoriums auf der Halde Hoheward sind ein ebenso beliebtes Fotomotiv, wie die Drachenbrücke im Osten der Halde oder der neue H2OPEN-Schriftzug im Westen. Kurz vor Dämmerung wird die Beleuchtung der über 14 Meter hohen und 34 Meter breiten Buchstaben eingeschaltet.

Wem das nicht reicht, der kann im Westen der Halde einfach zu Fuße rüber auf das Gelände der ehemaligen Zeche Ewald laufen. Auch dort gibt es spannende Motive, wie zum Beispiel das Fördergerüst, welches sich im Wasser eines Kanals spiegelt.

Weiter zum Artikel Halde Hoheward

Ein Versuch die Sonne als Obelisk-Kugel zu platzieren

Ein Versuch die Sonne als Obelisk-Kugel zu platzieren

 

 

Fußgängerbrücke A2 (Blick auf Halde Hoheward)

Etwas östlich der Halde Hoheward führt eine kleine Fußgängerbrücke über die viel befahrene Autobahn A2, von der man aus bei gutem Wetter eine grandiose Sicht auf das Horizontobservatorium auf der Halde Hoheward hat.

Zugegeben, nicht immer steht die Sonne selbstverständlich so optimal wie hier auf meinem Fotos. Aber zumindest der Himmel verfärbt sich zum Ende des Tages hin hinter der Halde in den schönsten Ruhrpottfarben.

Deinen Wagen kannst Du bei den Koordinaten 51°35’26.7″N 7°13’45.1″E 51.590740, 7.229190 abstellen, den Aufgang zur Brücke siehst Du von dort bereits.

Von der Fußgängerbrücke über die A2 hat man einen genialen Blick aufs Horizontobservatorium

Von der Fußgängerbrücke über die A2 hat man einen genialen Blick aufs Horizontobservatorium

 

 

Zeche Erin (CastropRauxel)

Polarlichter im Ruhrgebiet? Oder Aliens? Weder noch natürlich. Jedes Jahr im Dezember leuchtet in Castrop-Rauxel immer ein grüner Laser vom Hammerkopfturm zur Zeche Erin. Das schaut schon recht strange aus irgendwie.

Tipp für Fotografen: Da es hinter der Zeche wirklich stockdüster und hügelig ist, fällt es zu Beginn etwas schwer, sich überhaupt zu orientieren. Eine Kopf- oder Taschenlampe ist daher von Vorteil.

Eine gute Orientierung hat man vom kleinen Hügel hinter der Zeche. Dort führt ein unscheinbarer Trampelpfad nach oben auf den Kopf, von wo aus man einen tollen Überblick hat. Auch die Freifläche neben dem Zechenturm bietet durch eventuell vorhandene Pfützen (in meinen Fall waren diese leider gefroren) eine tolle Fotomöglichkeit.

Der grüne Laserstrahl vom Hammerkopfturm zur Zeche Erin

Der grüne Laserstrahl vom Hammerkopfturm zur Zeche Erin

 

 

Ruhr-Viadukt (Herdecke)

Das Ruhr-Viadukt ist sicherlich eine der fotogensten Brücken im gesamten Ruhrgebiet. Ein klein wenig erinnert es mich persönlich an eine Szene aus Harry Potter, es fehlt halt nur noch der Hogwarts Express.

Gerade zum Sonnenaufgang und mit etwas Frühnebel bieten sich hier geniale Fotospots, aber auch tolle Wandermöglichkeiten entlang der Ruhr.

Das Ruhr-Viadukt in Herdecke

Das Ruhr-Viadukt in Herdecke

 

 

Colani-Ufo / LÜNTEC-Tower (Lünen)

Der LÜNTEC-Tower, oftmals auch als Colani-Ufo betitelt, befindet sich im östlichen Ruhrgebiet bei Lünen. Er ist die futuristische Neugestaltung eines Fördergerüsts der ehemaligen Steinkohlenzeche Minister Achenbach.

In der Ei-förmigen Konstruktion auf 35 Metern Höhe, welche im Oktober 1995 erst auf das Fördergerüst aufgesetzt wurde, befindet sich heute eine zugängliche Business-Lounge. Der Name Colani stammt vom Entwickler des Ufos, Luigi Colani, dessen futuristisch anmutenden LKW einige vielleicht kennen.

Fotografisch interessant ist das Colani-Ufo sowohl bei Tag als auch bei Nacht, wobei es illuminiert – rein subjektiv betrachtet – ein wenig mehr auf einem Foto hermacht.

Weiter zum Artikel über das Colani-Ufo

Das Colani-Ufo in Lünen

Das Colani-Ufo in Lünen

 

 

Phoenix-West (Dortmund)

Das ehemalige Hochofenwerk Phoenix-West in Dortmund Hörde erschließt sich leider zur Zeit (noch) nur durch geführte Fotorouren, zum Beispiel über den sogenannten Skywalk (einem alten Ofenrohr), der eine gute Übersicht über das Gelände verschafft. Wer sich aber für Industriekultur und allgemein für rostige Hochöfen interessiert, der findet auch von Außen zahlreiche interessante Fotoperspektiven.

Auf dem Foto unten wurde das Gelände von lichtkunst.ruhr am Abend illuminiert, wodurch die gesamte Anlage ein wenig an einen Besuch im Landschaftspark Duisburg erinnert hat. Üblicherweise ist das Gelände Abends aber nicht beleuchtet, außer zu einigen Events, wie zB dem Außenkino.

Fotografisch interessant ist Phoenix-West eigentlich von jeder Seite aus, da sich überall recht spezielle Perspektiven bieten. Wenn Du ein wenig Zeit hast, dann gehst Du am besten auch noch zum wenige Meter entfernten Viadukt Hympendahlbrücke. Früher war dies die Brücke für die Schlackebahn (Eliasbahn). An windstillen Tagen besteht die Möglichkeit durch den vorgelagerten Teich eine tolle Spiegelung der Brückenkopfes zu erhaschen.

Das ehemalige Hochofenwerk Phoenix-West, hier an einem Event illuminiert

Das ehemalige Hochofenwerk Phoenix-West, hier an einem Event illuminiert

 

 

Zeche Gneisenau (Dortmund)

Im Stadtteil Dortmund-Derne befindet sich die Zeche Gneisenau. Seitlich davon ist der Gneisenau-Park, an dessen östlichen Ende eine Schaukel und ein paar Bänke stehen. Von dort aus hat man einen hervorragenden Blick auf den Förderturm der ehemaligen Zeche. Und gerade zum Sonnenaufgang bieten sich hier tolle fotografische Möglichkeiten.

Der Ort ist für mich immer noch ein kleiner Geheimtipp unter den Fotospots im Ruhrgebiet, da man ihn auch heute noch nicht wirklich oft zu sehen bekommt auf Fotos im Internet.

Die Schaukel am Aussichtspunkt auf die Zeche Gneisenau hat fast das Zeug zum Instagram-Spot

Die Schaukel am Aussichtspunkt auf die Zeche Gneisenau hat fast das Zeug zum Instagram-Spot

 

 

Halde Großes Holz (Bergkamen)

Die Halde Großes Holz in Bergkamen sieht zuerst relativ klein und unspektakulär aus. Tatsächlich handelt es sich hierbei aber mit rund 200 Hektar Fläche um die zweitgrößte Haldenlandschaft im Ruhrgebiet nach der Halde Hoheward in Herten. Der Aufstieg ist nicht zu verachten, Minimum 20 Minuten sollte man durchaus dafür einkalkulieren.

Fototechnisch betrachtet ist der Bereich der Halde mit dem Lichtschwert eher suboptimal angelegt, da die lange Seite in Nord/Süd-Richtung liegt und die Sonne halt entweder im Osten auf oder Westen untergeht. Zudem begrenzen relativ viele Bäume die Sicht nach Osten, den Sonnenaufgang wird man hier also eher nicht wirklich sehen. Lediglich nach Westen hat man freie Sicht, diese hat es aber dann auch wirklich in sich.

Das beeindruckende Lichtschwert auf der Halde Großes Holz ist über 30 Meter hoch

Das beeindruckende Lichtschwert auf der Halde Großes Holz ist über 30 Meter hoch

 

 

Übersichtskarte zur besseren Orientierung

Damit Du Dich ein wenig besser orientieren kannst, wo überhaupt welcher Fotospot genau liegt, findest Du hier unten eine Übersichtskarte, die ich mit OpenStreetMap erstellt habe. Darauf sind alle hier im Artikel aufgeführten Locations, samt Link zum jeweils weiterführenden Artikel – sofern bereits einer vorhanden ist – verzeichnet.

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Die besten Instagram-Accounts für Fotospots im Ruhrgebiet

Tolle Inspiration für Fotospots im Ruhrgebiet findet man bei einigen Instagram-Accounts von ansässigen Hobbyfotografen. Sie dienen mir selber immer häufiger als Informationsquelle und sind aufgrund Ihres Fotostreams oft Inspiration für zukünftige Ausflüge.

Ruhr Tourismus (@ruhrtourismus)

Revierstrolch (@revierstrolch)

Ruhrpott TV (@ruhrpott.tv)

Frank Heldt (@frank.heldt.photography)

Ruhrpottblick (@ruhrpottblick)

 

Info

Der Artikel ist die Startseite der Reihe über Fotospots im Ruhrgebiet hier auf dem Blog. Diese Seite hier samt der Karte oben wird dauerhaft ergänzt und mit weiteren fotografisch interessante Locations gefüllt, die man vielleicht nicht unbedingt als „Ausflugsziel“ einordnen kann, für Hobbyfotografen aber trotzdem ganz interessant sind

 

Und jetzt Du

Kennst Du noch weitere interessante Fotospots im Ruhrgebiet? Dann hinterlasse mir doch einen kurzen Kommentar, ich würde mich sehr darüber freuen.

 

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