Endlich mal wieder ein Prolog! Denn, es ist soweit … eine neue Island Fototour startet! Zwei Jahre ist es nun seit dem letzten Island Roadtrip her, welcher im August 2020 stattgefunden hat. Dieses Mal geht es zu Viert auf die kleine Insel im nördlichen Atlantik, die mir bereits beim ersten Besuch damals mein Herz heimlich still und leise geraubt hat. Das ist jetzt 8 Jahre her und jedes Mal, wenn ich nach Island zurückkehre ist es, als wäre ich nur mal eben kurz weg gewesen.

Lustigerweise ist es aber das erste Mal, das ich im Monat Juli hier bin. Den Juni hatte ich bereits, auch im August war ich schon zwei Mal hier. Aber der Juli war mir schlicht und ergreifend immer viel zu teuer bisher. Es ist nun einmal absolute Hochsaison und das spürt man sofort, wenn man sich die Preise für Übernachtungen oder Mietwagen anschaut.

Aber … was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, Augen zu und durch. Alleine Mietwagen plus Flug waren dieses Mal daher bereits teurer zusammen als die Gesamtpreise für jede einzelne der bisherigen Reisen. Man gönnt sich ja sonst nichts *hust*

 

Island Fototour 2022 » Das Beste vom Besten

Als Mitte 2021 die Idee gereift ist im nächsten Jahr im Juli zu Viert auf die Insel zu fliegen, da war sehr schnell klar, wie eine Reise in diesem Monat aussehen soll. Jeder von uns war schon mehrmals auf Island und daher haben wir angefangen Orte zu sammeln, die uns entweder besonders gefallen haben oder wo wir gerne jeder hin würden und noch nicht gewesen sind. Ich glaube, „das Beste vom Besten“ trifft es daher ganz gut.

Es wird eine Kombination aus unseren persönlichen Favoriten der letzten Jahre in Kombination mit neuen Zielen, die wir bisher schlicht nicht geschafft haben anzusteuern, welche aber schon seit langem auf unserer Wunschliste liegen. 08/15-Spots sind nicht geplant, außer Vik relativ am Ende, wo wir wieder drei Tage bei Martina und Jón übernachten werden. Das DARF einfach nicht fehlen und gehört für mich zu jeder Islandreise mit dazu.

Zur Einstimmung gib es hier übergangsweise noch einmal den Trailer von der letzten Reise, ich bin selber schon sehr gespannt, wie der nächste aussehen wird.


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Die Planung

Einen Großteil der Planung und die Buchung der Unterkünfte für die Reise habe ich zum ersten Mal übrigens nicht selber gemacht, sondern in die erfahrenen Hände von Martina gelegt, die ebenfalls mit ihrer besseren Hälfte Carsten mitreisen wird.

Die beiden betreiben mitgereist.com, einen eigenen Reiseblog. Wir kennen uns schon einige Jahre, allerdings nur virtuell bisher, daher wird dieser Trip hier in gewisser Weise auch so eine Art Premiere sein. Ich war zwar schon alleine, zu Zweit, zu Dritt, zu Viert und zu Fünft auf Island, aber immer mit Leuten, die ich bereits persönlich gekannt habe. Je älter man wird, umso origineller wird man offensichtlich :-)

Auch mit dabei ist dieses Mal wieder Burckhard, mit dem ich dann bereits das vierte Mal zusammen auf Island sein werde. Das passt einfach, das wissen wir beide.

Auch geplant dieses Mal: Die Westfjorde ... unendliche Weiten

Auch geplant dieses Mal: Die Westfjorde … unendliche Weiten

 

Spezielles Augenmerk haben wir jedenfalls auf die Westfjorde gelegt. Dort waren wir jeder bereits, aber beim zweiten Mal nimmt man Orte ja bekanntermaßen immer anders wahr, als es beim ersten Mal der Fall gewesen ist. Und die Westfjorde sind nun einmal eine der schönsten Regionen der Insel. Ich war von der Landschaft dort damals dermaßen geflasht, das ich sogar nach der Reise einen Liebesbrief an die Westfjorde verfasst habe.

Ich habe das Glück, früh im Leben viel gereist zu sein, daher habe ich bereits einiges gesehen. Aber so etwas, wie die Westfjorde, das war mir völlig neu. Wer dort mit dem Auto entlang fährt und nicht ständig in Aaah’s und Oooh’s verfällt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Von den Westfjorden aus wird es anschließend über die F-35 nach Süden ins Hochland gehen, wo wir die ein oder anderen Ziele ansteuern wollen, die bisher zu kurz gekommen sind. Landmannalaugar, Langisjór, Maelifell, Þórsmörk und endlich auch mal Rauðibotn sind nur einige unserer erklärten Wunschziele.

Hoffen wir einfach mal, das Wetter ist uns wohlgesonnen. Durch die letzten Reisen sind wir eigentlich schon fast ZU verwöhnt was das angeht und dann hat man immer sehr hohe Erwartungen … wohl wissend, das einem auf Island wettertechnisch einfach alles passieren kann.

Wirklich viele Kilometer werden wir aller Voraussicht nach jedenfalls nicht zurücklegen, aber das ist auch gar nicht Sinn der Sache dieses Mal. Wir wollen einfach nur genießen, eine schöne Zeit haben und im Optimalfall das ein oder andere schöne Foto mit nach Hause bringen.

 

 

Die Unterkünfte

Die Unterkünfte waren wieder ein bunter Mix aus privaten Höfen mit Frühstück oder eigenen Hütten mit Küche zur Selbstverpflegung. Das hat sich bisher ganz gut bewährt in dieser Form.

Als Schmankerl gibt es dieses Mal die nachgeholte Übernachtung in den Volcano Huts, die wir beim letzten Mal leider stornieren mussten. Was lange währt, wir also (hoffentlich) endlich gut. Typisch isländisch konnten wir die damals getätigte Zahlung dafür übrigens dieses Mal geltend machen … fast 2 Jahre später. Gerechnet habe ich zwar nicht damit, aber irgendwie ist auch das wieder so typisch für diese faszinierende Insel.

Und Selbstverständlich werden wir auch dieses Mal wieder bei Martina & Jón in Vík auf dem Hof übernachten. Ich kann mich immer nur wiederholen, die Gegend um Vik ist mein ganz persönlicher Happy Place. Dort kann man mich aussetzen, egal ob einen Tag, eine Woche, einen Monat oder auch ein ganzes Jahr – mir würde es dort niemals langweilig werden. ZU faszinierend sind die paar Kilometer der Insel einfach. Im Laufe der letzten Reisen Freunde gefunden zu haben, die ausgerechnet dort auch noch ein AirBnB betreiben, ist wohl das schönste, was einem passieren kann.

Aussicht bei Martina & Jón in Vík í Mýrdal

Aussicht bei Martina & Jón in Vík í Mýrdal

 

 

Der Mietwagen für unsere Island Fotoreise

Von vorne herein war klar, dass wir wieder einen SUV benötigen würden. Alleine die Gravel Roads in den Westfjorden sind mit einem normalen Fahrzeug einfach unbequemer zu fahren. Und natürlich würde das auch für die ein oder andere Flussdurchquerung im Hochland durchaus Sinn machen. Okay, letzteres war natürlich Hauptgrund dafür, aber pssst.

Da sowohl ein Hilux, als auch ein Discovery, ein Landcruiser oder Defender aber preislich in diesem Jahr SO dermaßen teuer gewesen sind, das man sich gefühlt auch gleich ein eigenes Auto hätte kaufen können, ist die Wahl auf ein „Vernunftsauto“ gefallen – nämlich den RAV4. Nicht sonderlich überdimensioniert, aber auch nicht wirklich klein und normale Flüsse sollte man damit auch problemlos furten können.

Als Anbieter vor Ort haben wir uns Blue Car Rental ausgesucht, einen lokalen isländischen Anbieter und nicht irgendeinen der „global Player“, die eh überall mitmischen.

Vorteil bei Blue Car Rental:

  1. Die Bewertungen sind seit Jahren durch die Bank weg einfach nur gut.
  2. Man bucht quasi ein Rundumsorglospaket, in dem alles inkludiert ist. Bis auf die lustige Sand/Asche-Versicherung, die man in aller Regel aber sowieso nicht braucht.
  3. Zum Black Friday gibt es alljährlich immer 10% Rabatt auf die aktuellen Preise, was wir uns dieses Mal zu Nutzen gemacht haben.
  4. Filiale nur wenige Minuten Fußweg vom Airport entfernt.

 

 

Die Reisekosten

Die Unterkünfte wurden allesamt relativ frühzeitig gebucht. Gerade bei einer Islandreise lautet das Motto: Je früher, desto besser bzw. günstiger. Wer sich hier auf „Last-Minute-Angebote“ versteift, der blickt in die Röhre, so etwas gibt es schlicht und ergreifend nicht. Aber das ist allgemein glaube ich inzwischen der Fall und gilt nicht nur für Island.

Fakt ist Mal, durch Corona sind die Preise für die Unterkünfte auch in Island in eine Region vorgedrungen, von der man vorher nicht zu träumen gewagt hätte. Waren früher Übernachtungspreise von 100€/Person und Nacht noch „normal“, so kann man inzwischen froh sein, wenn man etwas für diesen Preis findet. Ob die Unterkunft dann denn Preis auch wert ist, das steht auf einem anderen Blatt.

Exklusivität kostet nun einmal. Vielleicht hat dieser Preisanstieg aber ja auch etwas Positives und die Insel wird wieder zu dem, was sie früher einmal war: Kein „normales“ Reiseziel. Das in den letzten Jahre und gerade auch durch den Vulkanausbruch auf Island des Fagradalsfjall auf Reykjanesbær so viele sensationsgeile Besucher oder Influencer aus aller Welt die Insel regelrecht überrannt haben, ist nicht nur bei den Einheimischen nicht sonderlich gut angekommen.

Um die zusätzlichen Reisekosten für die Island Fotoreise wieder halbwegs überschaubar zu halten, setzen wir erneut auf Selbstverpflegung. Jeden Abend pro Person über 50 EUR fürs Essen zu bezahlen in einem Restaurant, das geht einfach gar nicht. Wer einmal auf Island auswärts Essen gewesen ist, der wird schnell feststellen, das die Reisekosten dann völlig anders ausfallen unterm Strich als man gedacht  hätte vorher.

Apropos Reisekosten: Viele Reisende beschäftigen sich mit Island als potentielles Reiseziel und verwerfen den Gedanken kurze Zeit später wieder, weil der Urlaub unverhältnismäßig teuer erscheint. Um Dir ein wenig die Angst zu nehmen, das es quasi unmöglich ist, auch für einen relativ „normalen“ Preis solch eine Reise zu machen, habe ich einen eigenen Artikel dazu verfasst. Schau doch mal rein bei Interesse: Reisekosten Island – 5 Spar-Tipps für DEINE Islandreise

 

Unterkünfte

  1. Tag – Konvin Hotel by Keflavik Airport – 83 EUR/Person (inkl.Frühstück)
  2. Tag –  Brjánslækur Gamli bærinn – 64 EUR/Person (inkl.Frühstück)
  3. Tag – Einarshusid Guesthouse – 57 EUR /Person (inkl.Frühstück)
  4. Tag – Guesthouse Svinavatn – 66 EUR/Person (inkl.Frühstück)
  5. Tag – Úthlíd Cottages – 51 EUR/Person (eigene Hütte, Selbstverpflegung)
  6. Tag – Hólaskjól Highlandcenter – 117 EUR/Person (eigene Hütte, Selbstverpflegung)
  7. Tag –  Martina & Jón in Vík inkl. Frühstück (eMail-Adresse einfach bei mir anfragen)
  8. Tag – Martina & Jón in Vík inkl. Frühstück – 85 EUR (inkl.Frühstück)
  9. Tag – Martina & Jón in Vík inkl. Frühstück – 85 EUR (inkl.Frühstück)
  10. Tag – Volcano Huts Þórsmörk – 46 EUR/Person durch Guthaben aus 2020 (Glampingzelt inkl.Frühstück) + 72 EUR für den Bustransfer
  11. Tag – Keine Übernachtung mehr, Rückflug in der folgenden Nacht um 1 Uhr

 

Mietwagen

Gebucht über: Blue Car Rental

Anbieter vor Ort: Blue Car Rental

Gebuchter Mietwagen: Toyota RAV4

Kosten:  1585 EUR = 792 EUR pro Person

 

Flug

Gebucht über: Eurowings Webseite

Flugverbindung: DUS – > KEF  – > DUS

Flugpreis: 343 EUR

 

Gesamtkosten

Flug 343 EUR

Mietwagen 792 EUR

Unterkünfte 654 EUR

Gesamtpreis 1789 EUR

 

Weiter geht es hier an dieser Stelle dann nach der Reise, welche in der vierten Juliwoche beendet sein wird.

Stay tuned …