„Mit welcher Fotoausrüstung seid Ihr eigentlich unterwegs?“

Immer wieder taucht die Frage von Zeit zu Zeit von interessierten Lesern auf. Zugegeben, eine Kamera alleine macht noch keine tollen Fotos, dazu gehört natürlich weitaus mehr. Trotzdem habe ich mir gedacht, ich bringe einfach mal ein wenig Licht ins Dunkel, damit Du als Leser weißt, womit wir uns auf unseren Reisen fototechnisch eigentlich so herumschlagen.

 

Unsere Fotoausrüstung » So fotografieren wir auf Reisen

Ich möchte gleich vorab erwähnen, dass ich inzwischen meine gesamte Fotoausrüstung so gut es geht dezimiert habe und mich nur noch auf das Nötigste beschränke. Zum einen hat das einfach Gewichtsgründe, zu anderen muss man auch ganz klar in meinem Fall den Kosten-Nutzen-Faktor sehen. Fotografieren ist nur ein Hobby von mir und wird es vermutlich auch immer nur sein. Es macht daher für mich reichlich wenig Sinn, sich Ausrüstung im Wert von mehreren Tausend Euro zu Hause in den Schrank zu stellen, wenn diese nur alle naselang mal benutzt wird und im Prinzip 10 Monate lang dort verstaubt. Das ist totes Kapital und in meinen Augen somit nicht zwingend nötig.

Daher habe ich 2016 einen Cut gemacht, mein komplettes Equipment von Canon im Wert von knapp 6000€ verkauft und bin auf Sony umgestiegen. Auch den PocketSlider 1.0 für Timelapse-Aufnahmen habe ich damals verkauft. Ich war es einfach leid, mir im Urlaub immer wie ein Packesel vorzukommen. Für mich war es irgendwann wichtig, nun noch so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig Technikkram mit mir herumtragen zu müssen.

Vorab aber ein paar Worte darüber, wie sich das Thema Fotografie eigentlich bei mir entwickelt hat im Laufe der Jahre. Angefangen bei der ersten damals selber gekauften Kamera (das war tatsächlich erst im Jahre 2004) bis heute.

Angefangen hat alles, als ich zum ersten Mal in den Südwesten der USA geflogen bin. Ein absoluter Lebenstraum seinerzeit. Und davon wollte ich natürlich schon irgendwie auch brauchbare Fotos mit nach Hause bringen. Also ist die olle Kamera von Papa (welche das gewesen ist weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr) zu Hause geblieben und ich habe mir zum ersten Mal selber eine gekauft.

Das gute Stück damals war eine Casio QV-R4. Nichts dolles natürlich, aber ich war mächtig stolz darauf und zum rumtesten und Erfahrungen sammeln war das auch absolut okay. Aber wie das nun einmal so ist, irgendwann möchte man dann plötzlich „mehr“.

Der nächste Schritt war eine Panasonic Lumix FZ20, viele Urlaube war sie ständiger Begleiter. Inzwischen hat sich die gesamte Fotoausrüstung natürlich stetig verändert, in über 14 Jahren passiert halt recht viel. Die Lumix wurde damals zu Gunsten einer DSLR verkauft, hängen geblieben bin ich letzten Endes bei Canon. Einen wirklichen Grund dafür gab es glaube ich gar nicht. Ich bin von vorneherein völlig unvoreingenommen an diese Sache herangegangen und habe mir einfach verschiedene Modelle diverser Marken im Fachhandel angesehen. Und irgendwie hat mich die 450D dann angesprochen.

Über die EOS 450D, 550D, 650D, 60D, 700D, 70D und 6D habe ich Ende 2015 einen kompletten Systemwechsel von Canon nach Sony vollzogen und war vier Jahre mit einer Sony alpha 7 II (*) unterwegs. Anfang Juni 2019 kam dann das Upgrade auf die Alpha 7 III (*). Zum besseren Handling und schnellerem Wechsel von Quer nach Hochkant habe ich den L-Winkel von Gabale (*) in der neuen Version verbaut. Ein Kameragut von C-Rope (*), den man bei Bedarf an- und abklipsen kann, dient mir zum Transport.

Die einzigen Objektive, auf die ich mein Equipment (Stand 02/2022) dezimiert habe, sind das Sigma 150-600mm (*), das Samyang 14mm F/2.8 AF (*) und das Sony SEL 24-240mm (*). Damit komme ich in 98% aller Situationen gut zu Recht. Entgegen der Annahme vieler ist das 24-240mm mein Immerdrauf-Objektiv und nicht eines der beiden anderen.

In Island wird die Fotoausrüstung jedes Mal einem Härtetest unterzogen

In Island wird die Fotoausrüstung jedes Mal einem Härtetest unterzogen

 

Es sind noch zwei zusätzliche kleinere Kameras neben der aktuellen „Großen“ vorhanden – nämlich eine Nikon Coolpix W300 (*) im Camouflage-Look. Staubdicht, stoßfest und wasserdicht bis 30 Meter. Die Cam ist mit GPS, WiFi, einem elektronischen Kompass und Googlemaps zum geotaggen ausgestattet und ersetzt durch Ihre 4K-Möglichkeiten für viele die GoPro Hero. Somit ist sie ideal als immer-dabei-Kamera geeignet. Ergänzt wird Sie aktuell von der Sony Alpha 6300 (*). Hohe ISO-Freundlichkeit und pfeilschneller Fokus waren für mich Kaufargument genug.

Mindestens genauso wichtig wie Kamera & Objektive ist mir ein gutes Stativ. Auch dafür kann man gerne einmal vierstellige Beträge ausgeben, wenn man sich einmal anfängt mit Marken wie Really Right Stuff auseinanderzusetzen. Da mir das dann aber doch einfach zu teuer ist, ich aber trotzdem nicht auf Qualität verzichten möchte, bin ich nach vielen Experimenten erst beim Sirui T1204X (*) und jetzt aktuell beim Rollei C6i (*) gelandet.

Größenvergleich Rollei C6i Links und Sirui 1204x rechts

Größenvergleich Rollei C6i Links und Sirui 1204x rechts

 

Das Stativ ist aus Carbon gefertigt und wiegt gerade einmal etwas über 1200 Gramm ohne Kopf. Damit ist es zwar ungefähr 200 Gramm schwerer als das Sirui, aber das ist verschmerzbar finde ich. Der eigentliche Grund für den Umstieg von Sirui auf das Rollei C6i war schlicht und ergreifend die angenehmere Arbeitshöhe von 171,5cm im Vergleich zu 140cm.

Zu diesem „Grundequipment“ kommt noch einiges an Kleinkram den man so benötigt, das ist aber weiter unten noch aufgelistet.

Parallel zu den Aufnahmen mit der Sony mache ich auch immer Fotos mit dem Smartphone, ganz einfach um die Unterschiede zu sehen. Seit 2020 nutze ich dafür das iPhone 12 Pro Max mit 512 GB Speicher (*). Nicht, weil ich zu faul bin die große Kamera mitzuschleppen, sondern weil es mich einfach ein Stück weit selber fasziniert, was aus der kleinen Optik eines Smartphones inzwischen heraus kommt. Eigentlich kaum zu glauben, wenn man sich mal die geringe Größe der iPhone-Kamera betrachtet und vor Augen hält.

 

Aufnahmen aus der Luft

Mit zur Fotoausrüstung gehört heutzutage für mich auch eine Drohne. Auch was dieses Thema angeht habe ich einen langen „Leidensweg“ hinter mir. Angefangen bei einer Parrot Bebop über den Typhoon Q500 und den Yuneec Typhoon H, die Phantom 4 und der Phantom 4 Pro Obsidian habe ich Ende 2018 einen Cut zu Gunsten von Gewichts – und Platzersparnis gemacht und mir eine Mavic 1 (*) zugelegt.

Die Phantom 4 Pro ist (bzw. muss ich ja eigentlich schreiben WAR) zwar wirklich toll, auf Flugreisen gleicht die Mitnahme aber immer einer Art Gepäck-Tetris und ich musste Kompromisse eingehen, was ich nun genau mitnehme und was ich zu Hause lasse. Sicherlich hätte ich einiges immer auch im Aufgabegepäck mitnehmen können, aber so schmerzfrei bin ich dann doch nicht.

Teure Technik kommt bei mir seit jeher nur ins Handgepäck. Daher ist irgendwann der Entschluss gereift, auf die deutlich kompaktere Mavic umzusteigen. Die kleine Tasche von Smatree (*) geht bei den meisten Airlines locker als zusätzliches Handgepäckstück (Laptopgröße, personal Item) durch. Somit ist es nun möglich, Kameragerödel UND Kopter mit in die Kabine zu nehmen auf Flugreisen.

Mit der neuen Mavic Mini (*) hat DJI damals dann eine Drohne vorgestellt, die gerade einmal 249 Gram wiegt und die Größe eines Smartphones hat. Ich brauchte seinerzeit nicht lange überlegen, welche Drohne mich künftig auf Reisen begleiten wird, die ersten Testflüge haben mich aber leider nicht wirklich überzeugt und somit wurde die Mavic Mini wieder verkauft und stattdessen, einige Monate später, die neue Mavic Air 2 (*) in der Combo-Variante angeschafft. Damit teste ich aktuell viel rum, um für zukünftige Urlaubsreisen gewappnet zu sein.

Zählt für mich heutzutage zur Standardausstattung einer jeden Fotoausrüstung – eine Drohne

 

Zu meinem „Hobby Fotografie“ habe ich auch den Artikel Ode an die Fotografie geschrieben, wo ich ein klein wenig darauf eingehe, was fotografieren eigentlich für mich bedeutet.

Und auch, warum ich damals von der Phantom 4 Pro auf kleinere Faltdrohnen umgestiegen bin, habe ich in einem Artikel näher erläutert.

 

Übersicht der aktuellen Fotoausrüstung

Zur aktuellen Fotoausrüstung (Stand: November 2019) gehören:

  • Sony alpha 7 III
  • Tamron 15-30mm f/2.8 (*),
  • Zeiss 24-70mm SEL (*)
  • Sony SEL 24-240mm
  • Stativ Rollei C6i mit Kugelkopf
  • L-Winkel GABALE rot
  • C-Rope Gurt Paracord 125cm
  • Pixel TW-282/E3 – Funk Timer-Fernauslöser
  • Blitz — FEHLANZEIGE, brauch ich nicht!
  • Polfilter B+W F-Pro MRC
  • 150mm HAIDA Filterhalter + diverse ND-Filterscheiben + Schraubfilter
  • diverse Speicherkarten bis 200GB
  • diverse Powerbanks
  • DJI Mavic Air 2 Combo
  • iPhone 12 Pro Max 512 GB
  • Nikon Coolpix W300

 

Darüber hinaus habe ich im Laufe der Jahre etliches an Fotokram gekauft und verkauft. In erster Linie waren das natürlich Objektive, aber auch Bodys habe ich bei Canon reichlich gehabt. Am längsten von allen war ich davon mit der Canon 6D unterwegs. Hier mal ein kurzer Überblick, was sich da im Laufe der Zeit so angesammelt hat an Fotoausrüstung.

  • Casio QV-R4
  • Panasonic LUMIX FZ-20
  • Olympus OM-D E-M10 Mark II Kit m.14-150mm
  • EOS 450D
  • EOS 550D
  • EOS 650D
  • EOS 700D
  • EOS 60D
  • EOS 70D
  • EOS 6D
  • Fuji 3w3 3D Kamera
  • Tamron 18-270mm
  • Tamron 28-300mm
  • Tamron 90mm f/2.8
  • Tamron 70-200 f/2.8
  • Canon 10-18mm
  • Canon 10-22mm
  • Canon 15-85mm f3.5-5.6 IS USM
  • Canon 24-70mm f/2.8 L II USM
  • Canon 24-105mm f/4 L IS USM
  • Canon 55-200mm
  • Canon 70-200mm f/2.8 IS II L USM
  • Canon 100-400mm L IS USM
  • Sigma 8-16mm f4,5-5,6 DC HSM
  • Sigma 105mm Makro F2,8 EX DG OS HSM
  • Sigma 70-200mm (neue Version)
  • Sigma 150-600mm
  • Sony 10-18mm
  • Sirui K20X Kugelkopf
  • Blitz Canon Speedlite 430EX II
  • Polfilter, Grauverlaufsfilter & UV-Filter HAMA u.Mirumi
  • Graufilter B+W 106 ND 1.8 64x
  • Timelapse-Schiene PocketSlider 1.0
  • Parrott Bebop 2 Kopter
  • Yuneec Typhoon 500 4K
  • Yuneec Typhoon H
  • DJI Phantom 4
  • DJI Phantom 4 Pro Obsidian
  • DJI Mavic Pro Combo
  • DJI Mavic Mini

 

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