[vc_row][vc_column][vc_column_text]Heute ist also wandern angesagt !! Den langen steilen Weg zum Observation Point haben wir uns ausgesucht. Eigentlich wollten wir erst nach Angels Landing und dann morgen hier hoch, kurzerhand haben wir uns aber umentschieden und machen es jetzt genau anders rum. Die Wanderung zum Observation Point zählt für viele zu einer der schönsten überhaupt im Südwesten der USA. Wir sind gespannt, ob wir das hinterher unterschreiben würden.

Zwei Möglichkeiten um zum Ziel zu gelangen gibt es im Prinzip, wir entscheiden uns für die längere und sehenswertere Wanderung ab der Haltestelle Weeping Rock. Zeitig stehen wir daher wieder auf, um uns mit einem der ersten Bus-Shuttles vom Visitor Center aus zur Ziel-Haltestelle bringen zu lassen. Im Bus sitzen gerade einmal eine handvoll Leute zu dieser frühen Stunde. Nach ungefähr 15 Minuten erreichen wir die Haltestelle und es steigen neben uns nur noch zwei andere Wanderer aus. Beide lassen wir bereits zu Beginn recht schnell hinter uns, die beiden sind alle naselang mit fotografieren beschäftigt. Uns soll es recht sein.

Der Beginn des Trails. Alles noch ganz harmlos hier

Der Beginn des Trails. Alles noch ganz harmlos hier

 

Wanderung zum Observation Point

Bereits kurz nach dem Start geht der Trail dann recht ansprechend los. In steilen Serpentinen schraubt der Weg sich nach oben und man hat recht schnell eine Höhe erreicht, von der man eine gute Aussicht ins Tal hat. Immer wieder kann man auf diesem Stück die nächsten Shuttles sehen, die an der Haltestelle stoppen und die Wanderer ausspucken.

Dieser erste Teilabschnitt ist auch gleich der anstrengendste, finde ich. Manchmal hat man das Gefühl überhaupt nicht vom Fleck zu kommen. Ungefähr nach zwei Dritteln des ersten Berges kommt rechts der Abzweig zum Hidden Canyon. Diesen klemmen wir uns aber und gehen schnurstracks weiter. Irgendwann ist man dann aber am höchsten Punkt dieses ersten Anstiegs angekommen und es geht in eine abwechslungsreiche Zauberlandschaft aus schroffen Felsen, Slotcanyons und Aussichten die ihresgleichen sucht.

Dieser Bereich hier hört auf den Namen Echo Canyon, hohe Steilwänden türmen sich hier links und rechts auf. Circa ein Drittel der gesamten Strecke hat man jetzt geschafft.

Zu Beginn des Trails läuft man noch im Schatten

Zu Beginn des Trails läuft man noch im Schatten

 

Ein traumhafter kleiner Slot Canyon am Wegesrand

Ein traumhafter kleiner Slot Canyon am Wegesrand

 

Hohe Felswände rechts und links säumen den Weg ...

Hohe Felswände rechts und links säumen den Weg …

 

An dieser Stelle verlässt man dann auch den schattigen Bereich der insgesamt 8 Meilen (ca. 13 km) langen Wanderung (Roundtrip). Kurioserweise ist der Observation Point viel höher als Angels Landing, trotzdem ist unterwegs nur extrem wenig los. Ob es die vielen steilen Passagen sind, oder die Tatsache, dass man drei von vier Meilen nur bergauf läuft – man weiß es nicht so genau.

Man erreicht das erste Plateau. Der Trail läuft sich auch hier einfach wunderschön

Man erreicht das erste Plateau. Der Trail läuft sich auch hier einfach wunderschön

 

Uns ist es auf jeden Fall recht, das nicht viel los ist. So haben wir fast den gesamten Trail für uns alleine.

Etwas ungläubig gucken müssen wir einmal, als uns ungefähr auf halber Strecke eine Gruppe von vier jungen Hikern entgegenkommt. Diese waren offensichtlich schon wieder auf dem Rückweg. Keine Ahnung wann die losgegangen sind heute Morgen, auf jeden Fall muss es noch dunkel gewesen sein beim Aufstieg. Vielleicht haben sie auch oben übernachtet, nichts genaues weiß man nicht.

 

Auf halber Strecke

Die Hälfte des Weges zum Observation Point hat man erreicht, wenn man am Abzweig zum East Rim Trail ankommt. Wer bis hierher kommt, der wird in aller Regel auch weiter gehen. Zu spannend ist es zu sehen, was einem hinter jeder nächsten Kurve wieder für neue Eindrücke erwarten. Der East Rim Trail ist eine weitere Möglichkeit zum Observation Point zu wandern, dieser Weg ist bis hier her fast völlig flach und relativ leicht zu laufen. Am anderen Ende befindet sich ein Parkplatz, welchen man auch mit dem Auto ansteuern kann.

Der Trail schlängelt sich an der Felswand entlang

Der Trail schlängelt sich an der Felswand entlang

 

Grelle Farben erwarten einen unterwegs

Grelle Farben erwarten einen unterwegs

 

Unbearbeitet, so schauen die Farben wirklich aus!

Unbearbeitet, so schauen die Farben wirklich aus!

 

Die Natur sucht sich ihren Weg

Die Natur sucht sich ihren Weg

 

Ganz schön steil teilweise

Ganz schön steil teilweise

 

Wir wandern unbeirrt weiter. Auf dem Bild hier unten erkennt man gut den Zickzack-förmigen Trail hinauf auf das Plateau. Die Einblicke bzw. Ausblicke von dort hinein ins Tal sind einfach unbeschreiblich und jede ausgeschwitzte Schweißperle wert, die man unterwegs vergossen hat.

Der Trail schlängelt sich Zick Zack förmig an der Felswand entlang

Der Trail schlängelt sich Zick Zack förmig an der Felswand entlang

 

Observation Point

Oben auf dem Plateau ändert sich dann der Zustand des Trails ziemlich rasch. Es kommen viele sandigen Abschnitte und einige mit viel Geröll auf dem Weg. Auch einige natürliche „Stufen“ sind zu überwinden und gehen nochmal ganz schön auf die Knochen, nach dem eh schon nicht ganz leichten Aufstieg bis hier hin. Den eigentlichen Observation Point hat man ab hier bereits in Sichtweite. Trotzdem zieht sich das letzte Stück, auf dem man immer den Rim entlang wandert, bei einer Länge von eigentlich „nur“ einer dreiviertel Meile ganz schön.

Als wir oben die letzten Meter durch Pinienwald zum Rim wandern, sehen wir am Ziel bereits jemanden stehen. Ein einsamer Asiate in Jeans und Lederjacke hat sich hier hoch verirrt. Als wenn dieser Anblick noch nicht verwirrend genug für uns wäre kommt schnell eine zusätzliche Ernüchterung. Was macht der komische Kauz? TELEFONIEREN !! Und das natürlich so lautstark, als ob er in einer Disco stehen würde. Mein Gott !! „Expect the unexpected“ trifft hier wohl den Nagel auf den Kopf. Wir bleiben eine knappe halbe Stunde hier oben, essen erst mal etwas und genießen einfach nur die fantastische Aussicht.

Nur noch ein paar Meter durch den Pinienwald, dann ist das Ziel erreicht

Nur noch ein paar Meter durch den Pinienwald, dann ist das Ziel erreicht

 

Und so sieht er aus, der Ausblick der jede Schweißperle wert ist. Rechts erkennt man Angels Landing, leider habe ich kein Foto gemacht, wo ich mal herangezoomt habe.

Geschafft! Hinsetzen und genießen ist angesagt

Geschafft! Hinsetzen und genießen ist angesagt

 

Ziel erreicht, der Observation Point

Ziel erreicht, der Observation Point

 

Auch die Chipmunks, die hier stets und ständig um einen herum wuseln, sind einfach zu süß um sie zu ignorieren. Viel später als wir jetzt hier oben eingetroffen sind hätten wir übrigens auch nicht wirklich ankommen dürfen. Die Sonne wandert nämlich unaufhaltsam in Richtung Gegenlicht-Position.

Gefühlte 1000 Bilder später machen wir uns wieder auf den Rückweg. Bedingt durch etliche Fotostopps – auf die wir auf dem Hinweg verzichtet haben – brauchen wir dafür fast genauso lange wie für den Aufstieg. Das kontinuierliche abwärts laufen geht zudem ganz schön auf die Knie und wir kommen gefühlt doch deutlich langsamer voran als wir gedacht hätten vorher.

Zu guter Letzt noch eines meiner Lieblingsbilder von diesem Tag, aufgenommen irgendwo unterwegs auf dem Trail Höhe Echo Canyon.

Blick vom Echo Canyon in Richtung Angels Landing

Blick vom Echo Canyon in Richtung Angels Landing

 

Fazit

Die Wanderung war definitiv wunderschön und das frühe Aufstehen hat sich absolut gelohnt. Man kann auf vielen Seiten im Internet nachlesen das man so an die 4 – 6 Stunden einplanen sollte für die Wanderung zum Observation Point. Das würde ich so unterschreiben – je nachdem wie viel Zeit man sich für die Fotos unterwegs noch nimmt, ob man sich länger am Echo Canyon aufhält, wie stark einem die kontinuierliche Steigung zu schaffen macht und und und. Für kein Geld der Welt würde ich jedenfalls auf diese Erfahrung heute verzichten wollen!

 

Fakten zur Wanderung

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_message message_box_color=“grey“]Länge der Wanderung

 

Zeitaufwand

  • ab Haltestelle Weeping Rock: Circa 4-6 Stunden
  • ab Parkplatz East Mesa Trail Circa 3-5 Stunden

 

Höhenmeter

Man überwindet im Laufe der Wanderung 700 Höhenmeter!

 

Anstrengend oder nicht?

  • ab Haltestelle Weeping Rock: Steil bis sehr steil, dadurch teilweise recht anstrengend. Im mittleren Streckenabschnitt KEIN Schatten. Ausreichend Wasser mit nehmen!
  • ab Parkplatz East Mesa Trail: Überwiegend flach zu laufen, nur zum Ende hin etwas steiler. Wenig Schatten. Auch hier ausreichend Wasser mitnehmen! Aufpassen das man nicht vom Trail abkommt.

 

Beste Tageszeit 

Ich würde dazu raten früh Morgens loszuwandern, so dass man allerspätestens am späten Vormittag oben am Observation Point ankommt. Die Sonne steht ansonsten genau über dem Tal und die Fotos werden bei Weitem nicht mehr so schön wie sie werden könnten.

 

Foto Tipps

Auf dem Weg nach oben würde ich nur selten anhalten für Fotos. Dafür ist auf dem Rückweg immer noch genügend Zeit. Außerdem steht ab dem späten Vormittag die Sonne bereits sehr ungünstig und man hat mit Gegenlicht zu kämpfen beim Blick in den Canyon und beim Fotografieren. Man sollte also frühzeitig oben ankommen. Gepäcktechnisch nur das wirklich nötigste mitnehmen im Rucksack. Bedingt durch die Steigung schlaucht das doch ganz schön nach ein paar Stunden mit etlichen Kilos Gepäck auf dem Rücken. Kamera, Polfilter, kleines Stativ – mehr hatte ich nicht mit damals.

 

Für Leute mit Höhenangst geeignet?

Ja !! Anders als Angels Landing ist der Trail zum Observation Point die meiste Zeit breit und gut ausgebaut. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, läuft den kürzeren Weg vom Parkplatz East Mesa Trail und muss nur noch die letzten Meter in Kauf nehmen, an denen der Trail in die Felswand geschlagen wurde. Hier unten ist der Artikel von safetravels.de verlinkt, wo unter anderem auch genau über dieses „Höhenangst-Problem“ berichtet wird.

Was mit Höhenangst NICHT geht, ist ein Abstecher in den Hidden Canyon, welcher im ersten Drittel der Wanderung ab der Haltestelle Weeping Rock abzweigt. Hier muss man sich teilweise ebenfalls mit den vorhandenen Ketten behelfen, die im Fels fest verankert sind.[/vc_message][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_message message_box_color=“grey“ icon_fontawesome=“fa fa-thumbs-up“]Diese Wanderung bei anderen Reisebloggern

safetravels.de -> Die schönste Aussicht im Zion National Park

willkommenfernweh.de -> Eine besondere Wanderung in den Weststaaten

phototravellers.de -> Observation Point via East Rim Trail[/vc_message][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_empty_space][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

Watchman Trail

Zurück am Visitor Center erfrischen wir uns kurz und laufen noch einen kurzen Teil vom Watchman Trail bis zu einem guten Aussichtspunkt …

Viewpoint auf dem Watchman Trail

Viewpoint auf dem Watchman Trail

 

Morgen geht es dann hoch zum „Landeplatz der Engel“, schon komisch das diese Wanderung anspruchsvoller sein soll als die heutige. Immerhin haben wir vorhin noch von oben drauf gucken können auf Angels Landing. Na schau’n wir mal, dann seh’n wir schon. Bis Morgen …

 

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_empty_space][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Sharing is caring. Pinne den Beitrag doch bei Pinterest falls er Dir gefällt

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