Heute: Katja von hin-fahren.de

„Mit dem Wohnmobil Hin-Fahren – wo es schön ist. Unser Wohnmobil-Reiseblog zum Reisen mit dem Kastenwagen und zu besonderen Hin-Fahr-Zielen. Begleite uns auf Wohnmobiltouren auf den schönsten Routen und zu ausgewählten Reisezielen Europas in Frankreich, Spanien, Portugal, Deutschland und Skandinavien.“

Erzähl doch mal ein bisschen was über Deinen Reiseblog,wann hat er das Licht der Welt erblickt und wie hat sich das dann alles entwickelt?

Danke, dass ich hier dabei sein darf. Über mich selbst zu schreiben ist gar nicht so einfach, normalerweise mache ich das ja andersherum. Ich bin Journalistin, leidenschaftliche Reisende und seit genau einem Jahr auch Wohnmobil-Reisebloggerin. Meine Reisegefährten sind mein Mann (früher auch mein Sohn) und unser „Bus“ – inzwischen ein ausgebauter Kastenwagen, 5,41 Meter lang, 2,05 Meter breit und 2,70 Meter hoch. Das ist wichtig, denn unterwegs wird es auch manchmal eng. Damit sind wir so oft wie möglich unterwegs.

Die Idee zum Blog kam bei der Recherche zu unserer Nordkapfahrt. Die Informationen, die ich gesucht habe (Tipps zur Reiseroute, Stellplätze/Campingplätze oder kulturelle Highlights unterwegs) fand ich nicht. Dafür gab es aber interessante Geschichten, spannende Menschen und tolle Reisefotos. Im Dezember habe ich dann spontan entschieden, dass ich das auch ausprobieren möchte, mir einen Hoster gesucht, Domains festgelegt und mich mit WordPress beschäftigt.

In der zweiten Januarwoche ist die Seite dann online gegangen. Ich wusste damals noch nicht, was so alles an Arbeit mit dem Bloggen verbunden ist. Etwas Ordentliches zu machen, ist gar nicht so einfach. Inzwischen veröffentliche ich ein bis zwei Beiträge in der Woche. Besondere Freude habe ich an der Vernetzung mit meinen Lesern und anderen Bloggern.

Wie bist Du damals eigentlich auf den Namen für den Blog gekommen?

Ich habe lange überlegt, wie ich meinen Blog nennen soll, habe mit Wörtern experimentiert und recherchiert, welche Domains noch frei sind. Es sollte mit meiner Reiseart zusammen passen. Das ist es dann geworden: Hin-Fahren – wo es schön ist (www.hin-fahren.de). Der Name ist Programm, ich bin nämlich mit meinem Heim auf vier Rädern zu den schönsten Stellen Europas unterwegs.

Welcher Deiner bisherigen Artikel liegt Dir besonders am Herzen?

In jedem Bericht steckt viel Herzblut. Ich interessiere mich als Archäologin und Historikerin sehr für Geschichte und wie diese die jeweilige Reiseregion geprägt hat. Zum Beispiel habe ich über den Besuch der Höhle von Niaux mit echten Malereien aus der Steinzeit in den Pyrenäen geschrieben. Mit Taschenlampen geht es dabei auf Entdeckungstour ins Erdinnere zu wunderbaren Kunstwerken.

In der Normandie steht die Abtei von Jumieges, die schönste Ruine Frankreichs. Ebenfalls ein wunderbarer Ort mit einer bewegten Geschichte.

Aber auch die Neuzeit ist spannend: Die riesigen Atlantikstrände in der Normandie sind wunderschön und gleichzeitig Schauplatz wichtiger Entwicklungen im 2. Weltkrieg. Dort wird Geschichte lebendig und der Wahnsinn des Krieges besonders deutlich.

Und auch die Beschreibungen unserer Fahrt zum Nordkap mag ich richtig gerne.

Dein beeindruckendstes oder verrücktestes Erlebnis bisher auf Reisen war … ??

An einem Not-Übernachtungsplatz in Andalusien standen uns auf einmal Steinböcke gegenüber. Das war Gänsehautgefühl pur. Wir konnten eine ganze Herde beobachten und das wirklich nah.

Ist schon einmal etwas so richtig schief gelaufen auf einer Reise oder hast Du es sogar schon einmal mit der Angst zu tun bekommen?

Da fällt mir so einiges ein. Einmal sind wir bei der Fahrt durch die Pyrenäen in einem Markt gelandet, da wir die Umleitung um den Ort nicht gefunden haben. Nichts ging mehr. Und in Andalusien haben wir mal steil am Berg in einem weißen Dorf auf engstem Raum wenden müssen, weil die reguläre Ausfahrt aus dem Dorf zu eng für uns war (da parkte einer verkehrt). Dann ging es ein Stück Einbahnstraße zurück und durch eine Furt (die zum Glück nur wenig Wasser hatte) wieder auf die eigentliche Straße. Solche Situationen haben wir öfter einmal, denn da wo es schön ist, sind die Straßen oft auch ziemlich eng. Und wir folgen auch mal spontan einem Straßenschild zu einer Sehenswürdigkeit (kleine romanische Kirchen oder archäologische Stätten) oder verfahren uns. Das gibt dann ganz besondere Abenteuer. Jedes mal denke ich dann, wie gut, dass unser Auto nicht größer ist.

Stressig wird es, wenn es dunkel wird, wir müde und hungrig sind und dann kein geeigneter Übernachtungsplatz zu finden ist. Also wenn der viel gepriesene Stellplatz mit einem Verbotsschild oder Müllhalden punktet oder der Campingplatz voll ist beziehungsweise gar nicht mehr existiert. Ich glaube andere Reiseblogger haben so etwas bestimmt auch schon einmal erlebt. Seit es die nützlichen Apps mit Tipps und Karten und Anfahrtsbeschreibungen gibt, die ich reichlich auf meinem Handy habe, ist das viel entspannter geworden.

Richtig ätzend war, als sie uns in Bilbao direkt neben dem Guggenheim Museum unseren Camper aufgebrochen und ordentlich beklaut haben. Auch mein Macbook mit vielen Fotos aus vier Wochen Nordspanien war dabei, das tat richtig weh. Angst hatten wir dieses Jahr auf dem Weg zu den Lofoten, da standen wir in einem regelrechten Orkan, der Wind wechselte ständig die Richtung und wir dachten es reißt uns die Fenster ab. Wasser (viel davon) hat es uns auch ins Fahrzeug reingedrückt. Es ist alles gut gegangen, aber auf die Inseln kamen wir wegen des heftigen Windes leider nicht. Auf dem Campingplatz in Glasgow wurde unser Bus einmal von Fußballfans regelrecht belagert. Glasgow Rangers spielte gegen den „Erzfeind“ Celtic Glasgow und wir hatten Sorge zwischen die Fronten zu geraten. Dann haben wir den Jungs ein deutsches Bier ausgegeben (das gab es damals dort noch nicht, ist schon 25 Jahre her) und wir waren „beste Freunde“.

Dein schönstes Erlebnis mit Tieren war … ??

Ich liebe es Tiere in der Natur zu sehen. Das mit den Steinböcken habe ich ja schon erwähnt. Und dieses Jahr kamen wir auf den Vesteralen Buckelwalen ganz nah. Begegnungen mit Tieren sind immer unglaubliche Geschenke.

Gibt es etwas, was Dich auf Reisen auch mal so richtig nervt?

Wenn andere Camper sich daneben benehmen, also dort campen, wo es verboten ist, oder ihr Abwasser weglaufen lassen, alle Parkplätze belegen, Angel- und Fischsachen in den öffentlichen Toiletten reinigen, dann komme ich so richtig in Rage. Denn das bedeutet, dass auch an diese schönen Orte irgendwann Schranken oder Verbotsschilder für Wohnmobile hinkommen.

Hast Du eine Art Herzensziel, einen sogenannten Happy Place? Also ein Land oder eine bestimmte Location, wo Du dich besonders wohl fühlst und wo es Dich immer wieder hin zieht?

Ich liebe das Meer. Besonders am Herzen liegt mir Nordwestspanien mit dem Pilgerweg nach Santiago de Compostella. Die Atmosphäre, Spiritualität und die Spuren, die Generationen hinterlassen haben, sind einfach etwas Besonderes. Und das sind die Regionen Kantabrien und Asturien mit den Bergen und dem wilden Atlantik. Dort gibt es auch einen Campingplatz auf dem wir in den letzten 25 Jahren schon mehrfach waren. Und in der Normandie fühlen wir uns auch sehr wohl.

Gab es auch schon mal ein Reiseziel, was Deine Erwartungen NICHT erfüllt hat? Oder bist Du sogar schon einmal richtig enttäuscht gewesen von einem Ort?

Von Griechenland waren wir nicht ganz begeistert. Das ist aber schon fast 20 Jahre her. Die Strände waren voll mit Zigarettenkippen, in der schönen Landschaft lag lauter Müll und mehrmals ist uns das beim Metzger gekaufte Fleisch trotz Kühlung innerhalb eines Tages schlecht geworden. Dazu kamen noch im Vergleich zu anderen Reiseländern ziemlich teure Campingplätze (für die nicht gebotene Leistung) auf denen immer noch wie 20 Jahre vorher das Abwasser ins Meer geleitet wurde oder andere Camper, die die Nacht ziemlich laut zum Tag machten und sich dann beschwerten, wenn unser Sohn morgens mit dem Bobbycar über den Platz rollte (ok ist auch nicht ganz leise).

Wenn Geld und Urlaubstage keine Rolle spielen würden, wäre Deine nächste Reise nach … ?? Tatsächlich lautet das nächste Reiseziel allerdings … ?

Kanada mit dem Wohnmobil oder Island, und gerne Südamerika. Tatsächlich lautet das nächstes Ziel Portugal (auch superschön).

Wenn Du Deine Reisen planst, wie genau gehst Du da eigentlich vor und wie viel Zeit steckst Du dann in die Vorbereitungen? Oder bist Du eher spontan und legst gar nicht so viel Wert auf Planung?

Wir planen vor, da wir im Urlaub so viel wie möglich sehen wollen. Dabei suche ich nach verschiedenen Stichwörtern über Suchmaschinen, lese Reisebeschreibungen, verfolge Vorschläge und Tipps in Facebookgruppen, schaue mir Fotos auf Instagram an und studiere Reiseführer und Landkarten. Die Sehenswürdigkeiten, Städte, Ausblicke und Restauranttipps, die wir unbedingt sehen und besuchen wollen, bestimmen dann die Reiseroute. Hierzu recherchiere ich dann Entfernungen, Öffnungszeiten, Anfahrt und mögliche Übernachtungsplätze in der Nähe. Das gibt dann eine ausgearbeitete Tabelle und unterwegs sehen wir, was machbar ist und was wegfallen muss, damit es nicht zu stressig wird. Inzwischen sammle ich auch ganz viele Ideen auf Pinterest. Unterwegs lassen wir uns natürlich auch von anderen Reisenden inspirieren, Touristeninformationen beraten und schauen nach Vorschlägen in TripAdvisor.

Natürlich lässt sich nicht alles genau planen, wenn wir in einer Region länger bleiben wollen, sie uns nicht gefällt oder das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung macht, reagieren wir flexibel. Bei langen Entfernungen kommen wir manchmal auch viel schneller oder langsamer voran als geplant. Dann suchen wir einen Übernachtungsplatz wenn wir müde werden, entweder über eine der Stellplatz-Apps auf dem Handy oder wir folgen einfach Schildern oder nehmen den nächstgelegenen Parkplatz. Wir haben ja unser Haus wie eine Schnecke immer dabei.

Wochenendtouren machen wir dagegen eher spontan. Das heisst wir suchen uns einen Ort oder einen Stellplatz aus und sehen dann dort, was es an Sehenswürdigkeiten gibt.

Mit welchem Foto Equipment bist Du unterwegs? Oder brauchst Du das gar nicht und fotografierst überwiegend mit dem Smartphone?

Ich fotografiere mit einer Nikon D7000 und bin immer wieder glücklich, dass ich mir die Kamera gekauft habe, die damals mehr wert war als mein erstes Auto. Früher hatte ich dazu mehrere Objektive, inzwischen fotografiere ich mit einem Nikkor 18-300. Wir waren nämlich mal auf einer Fahrt zum Delfine beobachten, ich hatte das Tele drauf und dann kamen die Tiere ganz nah ans Schiff dran und ich konnte sie nicht fotografieren. Und bei Seegang Objektive wechseln ist echt nicht mein Talent. Ich fotografiere meist aus der Hand, sehr viel spontan und auch mal aus dem fahrenden Wohnmobil. Mit meinem Handy mache ich Schnappschüsse, da bin ich aber mit der Qualität nicht ganz zufrieden und spare gerade für ein neues Modell. Vielleicht brauche ich auch noch eine kleine Kamera für die Hosentasche, denn die 1,5 Kilo der Nikon mitzuschleppen ist manchmal echt mühsam, zumal ich sie immer in der Hand trage und nicht im Rucksack.

Gibt es ein irgendeinen Ort oder ein Ziel, welches die meisten vielleicht gar nicht auf dem Schirm haben und Du anderen Reisenden gerne mal näherbringen würdest?

Mit der Reise zum Nordkap im Juni habe ich mir einen Jugendtraum erfüllt. Die Finnmark in Nordnorwegen und dort vor allem die Halbinsel Varanger mit einer besonderen Panoramastraße haben mich tief beeindruckt. Das ist ein Stück Arktis in Europa. Wir fanden es ist eine spektakuläre Fahrt mit immer wieder neuen Blicken auf den Varangerfjord, die Varanger-Halbinsel und die Küste der Barentssee. Die Landschaft ist wirklich karg und hart. Dazu kommt ein ganz besonderes Licht. Und ich habe dort Seeadler gesehen.

Auch die Fahrt auf einer Piste entlang der russischen Grenze fand ich für mich spektakulär. Es gab nur uns, die Landschaft und die Grenzpfosten von Norwegen und Russland.

Deine (maximal 10) Lieblingsfotos von unterwegs sind … ??

Das fällt mir schwer, denn mit jedem Foto ist auch eine besondere Erinnerung verbunden. Ich fotografiere sehr gerne Landschaften, Tiere und Menschen. Besondere Herausforderungen sind Stadtansichten, Kirchen und Architektur, wo ich gerne auch einmal den Blick aufs Detail lenke. Steinkreise und andere archäologische Stätten und Ruinen haben es mir aber besonders angetan.

Noch 100 Kilometer bis zum Nordkap. Karge Landschaft in Nordnorwegen.

Noch 100 Kilometer bis zum Nordkap. Karge Landschaft in Nordnorwegen.

Mitternacht am Nordkap. Bei heftigem Sturm reißt kurz die Wolkendecke auf und die Mitternachtssonne erscheint.

Mitternacht am Nordkap. Bei heftigem Sturm reißt kurz die Wolkendecke auf und die Mitternachtssonne erscheint.

Wilhelm der Eroberer ging hier schon zum Gottesdienst. Das Kloster Jumièges in der Normandie ist die schönste Ruine Frankreichs.

Wilhelm der Eroberer ging hier schon zum Gottesdienst. Das Kloster Jumièges in der Normandie ist die schönste Ruine Frankreichs.

Weite Strände in der Normandie.

Weite Strände in der Normandie.

Katja parkt mit ihrem Wohnmobil auf einem echten Traumplatz in Nordportugal – Aussicht inklusive.

Katja parkt mit ihrem Wohnmobil auf einem echten Traumplatz in Nordportugal – Aussicht inklusive.

Wer beguckt hier wen? Neugierige Steinböcke in Andalusien im Gebüsch direkt neben dem Wohnmobil.

Wer beguckt hier wen? Neugierige Steinböcke in Andalusien im Gebüsch direkt neben dem Wohnmobil.

Näher geht es nicht: Übernachten direkt am Meer auf Korsika.

Näher geht es nicht: Übernachten direkt am Meer auf Korsika.

Auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostella in Nordspanien

Auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostella in Nordspanien

An der norwegisch-russischen Grenze

An der norwegisch-russischen Grenze

Stichwort Bucket List. Welche Ziele möchtest Du unbedingt in naher Zukunft bereisen? Vermutlich wird das ja mit dem Kastenwagen geschehen ??

Klar, wir sind immer mit unserem kompakten Wohnmobil unterwegs, ich kann mir nichts anderes vorstellen. Dieses Jahr geht es im April nach Nordportugal (immer eine Reise wert) und im Spätjahr vielleicht nach Ägypten (ohne Wohnmobil). Dann steht der Süden von Sardinien auf der Wunschliste, denn wir kennen bisher nur den Norden der Insel. Und der Norden von Norwegen hat es uns angetan, hier planen wir in zwei Jahren noch einmal hinzufahren, dann wollen wir uns noch genauer die Varanger-Halbinsel und die Finnmark anschauen, als in diesem Jahr. Natürlich muss ich auch wieder nach Nordspanien. Es gibt so viele Wünsche und Pläne, leider sind mir aber durch die begrenzten Urlaubstage und Finanzen Grenzen gesetzt.

Wenn man so viel herum kommt, ist auswandern dann ein Thema für Dich bzw.Euch? Oder denkt ihr über solche Dinge gar nicht nach und lasst so etwas einfach auf Euch zukommen?

Ich habe schon zweimal im Ausland gelebt, jeweils ein Jahr in Schottland und ein Jahr in Spanien. Grundsätzlich reizt mich das also schon. Aber so richtig auswandern werden wir wohl jetzt eher nicht mehr. Ich freue mich schon sehr darauf, wenn wir nach dem Arbeitsleben für mehrere Monate auf Reisen gehen können (eine Art Teilzeitauswandern). Unser Lebensmittelpunkt bleibt dabei in der Pfalz. Unsere „Zweitwohnung“ ist dann variabel in Frankreich, Spanien, Portugal oder Skandinavien.

Du bist ja immer mit Deinem Mann zusammen unterwegs wenn es auf Reisen geht. Knallt es da nicht auch manchmal, wenn man die ganze Zeit auf so engem Raum unterwegs ist ??

Wir schauen, dass jeder auch seinen Rückzugsraum hat. Matthias geht zum Beispiel gerne am Morgen auf Entdeckungstour, zum Beispiel auf der Suche nach Brot und Croissants zum Bäcker. Ich lese sehr viel oder bin mit anderen Bloggern auf Instagram oder Facebook in Kontakt. Und wir sprechen mit jedem, der uns in die Finger fällt. Das bringt Abwechslung.

Seit über 25 Jahren reist Du nun entweder mit dem VW Bus oder dem Kastenwagen durch die Gegend. War da nie der Wunsch, auch mal „anderen“ Urlaub zu machen … so ganz ohne eigenes, umgebautes Fahrzeug? Einfach mal in den Flieger setzen und ab dafür zum Beispiel ??

Nein eigentlich überhaupt nicht. Wir reisen nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel und hinter jeder Ecke wartet ein neues Abenteuer.“ Als Tochter reisebegeisterter Eltern war ich schon mit vier Jahren campen (damals mit dem Zelt). Gemeinsam mit meinem Mann kam ich dann auf den VW-Bus und dann später auf die ausgebauten Kastenwagen. Natürlich reizen mich auch Ziele, die nur mit dem Flugzeug erreichbar sind, wie die Chinesische Mauer oder die Ruinenstadt Petra in Jordanien. Aber in Europa gibt es noch so viel zu sehen. Die Begegnung mit Menschen, Land, Kultur und Natur haben es mir angetan. Bei unserer Art zu Reisen, kommen wir ihnen ganz nah, wir können ein Land, fühlen, riechen und schmecken und natürlich da anhalten, picknicken und übernachten, wo es schön ist.

Wir können so lange Fahren wie wir Lust haben und einfach anhalten, wenn wir müde sind. Also können wir auch abends in den Urlaub starten und so weit fahren, wie wir kommen oder bei unserer Tour den Tag zum Besichtigen nutzen, ohne auf die Uhr gucken zu müssen, weil wir an einen „Ursprungsort“ zurück müssen. Oder wir entscheiden, einfach mal ein oder zwei Tage irgendwo stehen zu bleiben. Länger schaffen wir es aber in der Regel nicht, das Fernweh und die Vorfreude auf das, was uns hinter der nächsten Ecke erwartet, sind einfach zu groß.

Wenn Du nicht gerade unterwegs bist, was machst Du dann eigentlich ??

Ich bin Journalistin und verantworte die Kommunikation eines großen sozialen Trägers mit Krankenhaus, Kinderheimen und Hospiz und bin zusätzlich freiberuflich für die regionale Tageszeitung und verschiedene Magazine tätig. Und der Blog könnte sich auch zur Vollzeitbeschäftigung entwickeln, aber das ist ein Fünfjahres-Plan.

Gibt es etwas, was Du abschließend den Lesern sagen möchtest?

Wenn Ihr mich seht, sprecht mich gerne an. Dann können wir gemeinsam ein leckeres Gläschen Pfälzer Wein oder einen Kaffee trinken. Und ich freue mich auch sehr über Rückmeldungen und Anregungen zum Blog und zu neuen Reisezielen.

Wenn Dir das Interview gefallen hat, dann besuche Katja doch mal auf Ihrem Blog und stöbere ein bisschen auf den Seiten dort!

hin-fahren.de findest Du hier im Internet:

https://www.hin-fahren.de

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Ganz lieben Dank von meiner Seite aus an Katja, die mir Rede und Antwort gestanden hat. Wenn Ihr selber noch ein paar Fragen an sie haben solltet, dann gerne ab damit in die Kommentare, oder besucht sie doch mal auf Ihrem Blog.

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