Reisebericht Island Westfjorde

“Was für ein Land, meine Heimat! Schneebedeckte Berge und der Geruch nach Heide und Moor. Eine frische Brise, die über kristallklares Wasser heranweht, von Fjorden, die sich in die verstecktesten Winkel schlängeln. Wo im Sommer die Sonne nie verschwindet, gerade nur den Horizont berührt, bevor sie wieder aufsteigt und ihre Bahn über den Himmel zieht.“ … Liv Ullmann

Entschleunige dich Selbst – Teil … öhm, lass mal kurz überlegen … 5 !? *grins* Langsam kommt es mir vor als wenn ich nach Hause komme wenn ich in Keflavik lande. Ein Gefühl, welches ich sonst nur von früheren USA-Urlauben kenne. Gerade einmal drei Monate ist es her, seit ich mit Robert und Krisztina die Insel im weißen Winterkleid besucht habe. Nun stehen die Vorzeichen allerdings auf Sommer. Der Grund für einen Besuch zu dieser Jahreszeit war denkbar einfach: Lupinen, Lundis, Westfjorde und einige noch offene Rechnungen begleichen … wie zum Beispiel ein Besuch des Sigöldugljúfur Canyons oder auch vom Hobbit Hole. Beides sollte sich in diesem Urlaub endlich erfüllen.

Erneut ging es mit Michaela und Burckhard auf die Insel, ohne die beiden als Begleitung wäre es ja inzwischen fast schon nicht mehr das selbe. Man versteht sich einfach, die Chemie stimmt und man kann sich gemeinsam über die isländische Natur erfreuen.

Ein passender Zeitraum war – wie oben erwähnt – schnell gefunden, alles lief von Anfang an auf den Beginn des Monats Juni heraus da dort die Preise noch human sind und es bereits Mitternachtssonne, Lundis und mit Glück auch Lupinen zu sehen gibt. Zudem hatte ich nach relativ langen Wochen der Ausarbeitung einige Ziele in den Westfjorden herausfinden können von denen ich bisher gar nicht wusste das sie überhaupt existieren. Darauf war ich natürlich sehr neugierig. Wettertechnisch habe ich eigentlich nicht wirklich viel erwartet, dafür war letzte Aufenthalt hier im März einfach fast schon ZU perfekt. Aber das Wetter muss man ja eh nehmen wie es kommt, außerdem gibt es ja eh nur die verkehrte Kleidung und kein schlechtes Wetter.

Was nun nach diesem Urlaub kommen wird ist unklar. Ich glaube, bis auf das Hochland habe ich die Insel jetzt relativ flächendeckend abgegrast und recht viel gesehen von dem was einem möglich ist. Ob das Landesinnere dann noch irgendwann folgt wird sich zeigen, für viele ist dies schließlich der schönste Teil der Insel. Ich weiß trotzdem nicht ob ich mir das zutraue. Eventuell ist es also jetzt auch an der Zeit langsam umzudenken und sich ein neues Reiseziel zu suchen. Ich bin selber sehr gespannt darauf was es werden wird im Zweifelsfalle. Norwegen würde mich reizen, da passen mir die Preise aber nicht wirklich in den Kram. Eventuell wird es also wieder einmal irgendwo hingehen wo keine langen Hosen benötigt werden. Aber ich weiß wirklich noch rein gar nichts. Abwarten also … und so lange Brennivín trinken.

Zum anwärmen gibt es einen kurzen westfjördlichen Trailer der in dieser einen Woche entstanden ist. Enjoy …

Reiseverlauf:
Ankunft – Straumur – Stekkjarkot – Pfofafoss – Sigöldugljúfur Canyon – Hjalparfoss – Bruarfoss – Þórufoss – Glymur – Grábrók Krater – Hotel Bjarkalundur – Hellulaug Natural Thermal Pool – Schiffswrack Patreksfjörður – Saurbæjarkirkja – Rauðisandur – Hnjótur – Látrabjarg – Guesthouse Stekkaból – Dynjandi – Fossdalur – Sandfell – Ósvör Museum – Fjord Guesthouse – Valagil – Hobbit Hole – Kirkjufellfoss – G4 Apartement – Snaefellsnes – G4 Apartement – Snaefellsjokull – Djupalonssandur – Krysuvik Seltun – Krysuvikurberg – Kleifarvatn – Rückflug

 

4 Kommentare

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  • Hallo, sehr schöner Reisebericht. Allerdings verstehe ich nicht, wie du sagen kannst (ich zitiere), du hast „die Insel dann relativ flächendeckend abgegrast und recht viel gesehen von dem was einem möglich ist“ wenn du gleichzeitig sagst „Auch wenn das Hochland ja bisher noch von mir verschont geblieben ist“. Ohne Hochland fehlt dir das Herz von Island! Wir waren dreimal drei Wochen in Island, jedes Mal ein gutes Drittel der Reise im Hochland und mir fehlen noch riesige Teile, vor allem im Hochland, die ich gerne noch sehen möchte. So schnell gehen dir die Ziele dort also nicht aus… Viele Grüße, Volker

    • Hallo Volker. Ich bin mir natürlich schon bewusst das das Hochland für viele der schönste Teil der Insel ist…das habe ich ja weiter hinten im Bericht auch geschrieben. Der Satz war auch nicht so gemeint wie du ihn glaube ich verstanden hast 😉 Ich habe ihn jetzt etwas umformuliert, so dass er glaube ich etwas eindeutiger ist.
      Aber wie du schon richtig zitierst und schreibst … „von dem was einem MÖGLICH ist“. Das Hochland bleibt für mich ohne erfahrenen Tour-Anbieter mit dem
      ich dort unterwegs sein kann ein weißes Tuch vermutlich. Alleine traue ich mir das nicht zu und als geführte Tour ist es mir definitiv zu teuer leider. Mein Budget für Urlaube im Jahr ist aktuell nicht soooo groß. Es ist daher für mich zur Zeit eher nicht möglich dort einen Fuß hin zu setzen. Ich habe zudem Null Erfahrung mit Furten von Flüssen, ganz gleich welcher Breite oder Tiefe. Wenn ich mal Burckhard oder Robert zu solch einer Tour überreden kann iwann wäre das etwas anderes. Aber solange hab ich noch genügend andere Ziele im Hinterkopf … auch auf Island 🙂

  • Erstaunlich was man von oben sieht und einen anderen Ueberblick bekommt! Danke für die neue Perspektive mit Drohne? Da müsste ich einen laaaaangen Selfiestab haben für meine Kamera!
    Ursula, heimwehkrank nach Island!

    • Hi Ursula. Ja, das stimmt allerdings, die Eindrücke von oben sind oftmals völlig anders und häufig sieht man auch Dinge die man von unten überhaupt gar nicht wahrnimmt. Das schöne ist ja auch, es ist relativ unwahrscheinlich bei einem Foto aus der Luft das jemand mit seiner Drohne exakt an dieser Position und Höhe am Himmel steht um das selbe Foto zu machen. Die meisten Fotos aus der Luft bleiben also Unikate. Und Spaß macht es obendrein.
      Gruß in die Schweiz,
      Andreas