Heute Morgen fühle ich mich, als wenn ich geschlafen habe wie ein Baby. Zum ersten Mal seit wirklich langer Zeit ist es, als wenn ich Bäume ausreißen könnte. Das ist bestimmt auch nötig, ich möchte nämlich heute ein paar Kilometer durch die Sandurfläche zum Flugzeugwrack laufen.

Es ist aber für meine Verhältnisse schon recht spät als ich aufstehe. Jón hat inzwischen ein Frühstück gezaubert, was ich gerne die nächsten Jahre jeden Morgen hätte. Frischer Lachs, ebenso Lamm und selbst gebackenes Brot sowie alles Mögliche an Wurst und Obst lassen den Tag direkt vielversprechend beginnen.

Als ich das Haus verlasse, ist es bereits halb 10. Als Erstes fahre ich erneut zum unteren Aussichtspunkt bei Dyrhólaey. Von der Ringstraße aus sieht es nämlich aus, als wenn die Lichtverhältnisse dort vorne gerade recht vielversprechend sind.

Und tatsächlich, das ganze schaut direkt anders aus als gestern. Zumal auch gerade Flut ist und der Basaltfelsen vom Meer umspült wird.

Der einsame Basaltfelsen am unteren Parkplatz von Kap Dyrholaey zum Sonnenaufgang

Der einsame Basaltfelsen am unteren Parkplatz von Kap Dyrhólaey zum Sonnenaufgang

 

Das schaut schon mal echt klasse aus, auch wenn etwas weniger Wolken endlich mal nett wären. Trotzdem mache ich mich guter Dinge auf zum Abzweig in Richtung Flugzeugwrack. Seit Anfang August 2014 ist die Piste dorthin eigentlich nicht wirklich zu verfehlen, zu Beginn wurde nämlich extra ein Schild aufgestellt.

 

Anfahrt zum Flugzeugwrack Sólheimasandur

Das Schild, welches am Anfang der Piste steht, wird fälschlicherweise oft SO interpretiert, dass man hier nur mit einem 4×4-Fahrzeug weiter fahren darf. Es heißt aber lediglich, dass Allrad EMPFOHLEN wird. Genauer gesagt bedeutet es nämlich nichts anderes als „Schlechte Straße“. Im Internet und diversen (besonders deutschen) Foren kursieren unterschiedliche Storys.

Zum Beispiel, dass hier mit schweren Strafen zu rechnen ist, wenn man mit einem Nicht-4×4-Fahrzeug zum Wrack fährt. Selbst aus der Luft soll die Polizei Kontrollen machen und dann per Funk eine Streife im Dienstfahrzeug benachrichtigen, die einen dann vor Ort abfängt. Das ist mindestens genauso erfunden wie alle Star Wars Teile zusammen.

Es erinnert mich fast schon an die Story damals mit dem Blue Canyon, wo diverse Wichtigtuer meinten, Gerüchte in die Welt setzen zu müssen, dass man dort nur mit einer Navajo-Permit hin darf. Beide Storys sind Mumpitz! Leider wusste ich das an diesem Morgen noch nicht.

Jón hat mir abends die Bedeutung des Schildes erklärt und das es NICHT verboten sei, dort mit einem normalen Auto hinzufahren! Aus dem Grund parke auch ich an diesem Morgen mein Auto schön brav zu Beginn der Strecke und mache mich zu Fuß auf den Weg.

 

Update 03/2016: Die Landbesitzer, denen die Sandurfläche gehört auf welcher das Flugzeug hier steht, haben im März 2016 entschieden die Zufahrt für Fahrzeuge aller Art unzugänglich zu machen. Das heißt im Klartext: Wer sich mit einem Gefährt, ganz gleich welcher Art, auf den Weg zum Flugzeugwrack macht, begeht eine Straftat.

Grund für diese Maßnahme sind leider die Touristen selber. Vandalismus am Wrack (Graffiti, liegen gelassener Müll etc.) sowie die Unart, abseits der extra markierten Piste über die sensible Sandur-Ebene mit dem Jeep zu brettern, waren leider fast an der Tagesordnung. Manchmal muss man sich wirklich fragen, ob solche „Touristen“ Ihren Kopf nur haben, damit es oben nicht rein regnet!

Durch die Dummheit und Dreistigkeit einiger Weniger müssen also nun alle, die auch weiterhin Interesse am Wrack haben, den Fußmarsch über die Sandurfläche in Kauf nehmen. Ich begrüße das zu 100%, so kommen wenigstens nicht mehr alle naselang Besucher zum Wrack, sondern nur noch DIE, die es sich auch „verdient“ haben. Die meisten werden die rund 6.5 Kilometer hin und zurück aber wohl in Kauf nehmen. LEIDER!

Update 03/2017: Es existiert inzwischen ein Parkplatz für schätzungsweise an die 100 Autos am Straßenrand und ein schnurgerader Weg quer durch die Sandurfläche zum Flugzeug wurde angelegt. Der Ort ist einer der am meisten besuchten in ganz Süd-Island inzwischen. Sehr, sehr schade.

Update 06/2020: Seit einiger Zeit existiert nun sogar ein Shuttle-Service, der die Besucher 12x am Tag im Abstand von 35 Minuten vom Parkplatz zur Absturzstelle bringt. Preis für die Fahrt: Erw: 2000 ISK, Kinder zw.8-16 Jahre: 1000 ISK

 

2014 war es noch möglich zum Flugzeug zu fahren, es gab keinerlei Absperrungen

2014 war es noch möglich zum Flugzeug zu fahren, es gab keinerlei Absperrungen

 

Wie dem auch sei, ich gehe heute eh zu Fuß (obwohl ich es zum damaligen Zeitpunkt im Jahre 2014 eigentlich gar nicht gemusst hätte). Mit mir auf den Weg macht sich ein Pärchen aus Österreich, welches zur selben Zeit ihr Auto auf dem Seitenstreifen abgestellt hat. Die beiden wollen die Insel gegen den Uhrzeigersinn umrunden und kommen heute bereits vom Gullfoss … ohne sonst irgendwo angehalten zu haben.

Fragezeichen machen sich über meinem Kopf breit. Seljalandsfoss? Skogafoss? Öhm, kein Interesse oder wie oder was? Na ja, man muss zum Glück nicht alles verstehen.

Gemeinsam zieht sich die Strecke jedenfalls weit weniger als befürchtet, man hat sich jede Menge zu erzählen und tauscht die bisherigen Erfahrungen aus. Ziemlich genau 30 Minuten später können wir das Wrack bereits erkennen. 3,38 km oneway ist die Strecke, zu Fuß sollte man tunlichst schauen, dass man auf der markierten Piste läuft – nur hier ist nämlich der Sand angenehm zu laufen, da er dort platt getreten ist. Überall anders sackt man fast Knöcheltief ein, was zum Laufen wirklich unangenehm ist!

Außer uns sind noch vier weitere Personen hier, irgendein Typ macht mit einem Schwebestativ jede Menge vor und zurück Aufnahmen. Sieht lustig aus, könnte später in einem Video auch bestimmt interessant wirken. Wobei mir solche Schwebestative ja schon irgendwie suspekt sind. Aber jeder Jeck ist anders.

Das Wrack schaut in der Tat genauso aus, wie auf den Bildern die man so im Netz findet. Es wurde zwar größtenteils bereits ausgeschlachtet, ist aber trotzdem immer noch recht fotogen.

Ankunft am Flugzeugwrack, welches einsam und verlassen mitten in der Sandurfläche liegt

Ankunft am Flugzeugwrack, welches einsam und verlassen mitten in der Sandurfläche liegt

 

 

Ein Absturz mit Folgen

Man findet in den unendlichen Weiten des Internets allerlei mögliche Information zu diesem Flugzeug, was ganz allgemein als DC-3 Wreck bekannt geworden ist im Laufe der Jahre. In Wahrheit handelt es sich aber eigentlich um eine C-117D. Ich versuche mal das herauszufiltern, was wirklich Fakt ist.

Das Flugzeug ist am 24.11.1973 hier abgestürzt. Als Grund dafür wurde lange Zeit Kerosinmangel angegeben, weil der Pilot sich damals angeblich in einer Schlechtwetterfront verirrt hat. Heute weiß man, dass die Schuld ein vereister Vergaser gewesen ist, weswegen die Maschine notlanden musste. Zum Glück gab es keine Verluste, alle haben überlebt und wurden bereits keine 60 Minuten nach dem Absturz vom US-Militär gerettet.

Als die Landbesitzer Einar und Eyrún, die den Absturz beobachtet hatten, die Stelle zum ersten Mal erreichen, war das Militär bereits dabei die noch verwendbaren Teile des Flugzeugs zu demontieren. Die Flügel wurden abgesägt, Instrumente aus dem Cockpit entnommen, die Motoren wurden ausgebaut. Einar und Eyrún nahmen daher an, dass das Militär auch irgendwann den Rest bergen und abholen würde. Dies war aber nie der Fall, also blieb der Rest der Maschine einfach dort liegen. Da sie knapp 4.5 Tonnen wiegt, war auch ein Abtransport nicht ohne Weiteres möglich.

Übergangsweise hat Einar begonnen Treibholz im Rumpf zu lagern, irgendwann im Laufe der Jahrzehnte hat er aber dann schlicht vergessen, dass das Wrack überhaupt noch existiert. Und auch sonst es hat schlicht und ergreifend niemanden interessiert. Weit draußen in der Sólheimasandur störte es ja eh Niemanden.

Interessantes am Rande: Der aktuelle Standort des Wracks ist NICHT der eigentliche Absturzort. Dieser lag ursprünglich weiter vorne am Meer. Man hat es damals nur sicherheitshalber auf eine höhere Ebene gezogen. Ob das im Nachhinein betrachtet unbedingt so schlau gewesen ist, sei mal dahingestellt.

Der klägliche Versuch eines schwarz/weiss-Fotos

Der klägliche Versuch eines schwarz/weiß-Fotos

 

Die letzten Überreste eines der inzwischen wohl bekanntesten Flugzeugwracks der Welt

Die letzten Überreste eines der inzwischen wohl bekanntesten Flugzeugwracks der Welt

 

 

Die mediale Geschichte des Flugzeugwracks

Zum ersten Mal überhaupt irgendwo zu sehen war das Flugzeugwrack in der Musikdokumentation Heima von Sigur Rós. Der Dokumentarfilm zeigt die Band während ihrer Mini-Tournee von acht kostenlosen, unangekündigten Konzerten an verschiedenen Orten Islands. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Wrack plötzlich immer öfter von Fotografen besucht. Doch erst als ein relativ Bekannter von ihnen, nämlich Chris Burckhard, es abgelichtet hat, begann ein leiser Hype darum. Allerdings erst einmal nur in der Welt der Fotografen, der normale 08/15-Tourist hat davon nicht wirklich etwas mitbekommen.

Richtig „bekannt“ wurde das Flugzeugwrack dann eigentlich erst durch Justin Bieber, auch wenn es sich komisch anhören mag. Er war damals für ein Musikvideo in Island und ist darin unter anderem auch mit einem Skateboard über das Dach des Wracks gefahren – wozu auch immer. Seitdem wurde der Ort hier bekannter und bekannter. Das Ende vom Lied habe ich bereits weiter oben aufgeführt, die ehemals offizielle Zufahrt musste gesperrt und eigens ein Parkplatz angelegt werden, der gefühlt jedes Jahr ausgebaut wird.

Das Flugzeugwrack ist zu einem der am meisten besuchte Orte der Insel geworden. Völlig paradox, wenn man sich einmal vor Augen hält, dass die Natur auf Island tausendfach interessanter ist. Aber so ist das anscheinend heutzutage. Unter dem Motto und auch Hashtag #doitforthegram werden wohl auch weiterhin jeden Tag hunderte Touristen über den eigens für sie angelegten Trampelpfad durch die Sandurfläche zum Wrack laufen. Nur um eines dieser merkwürdigen 08/15 Instagrambildchen posten zu können, wo sie oben auf dem Dach des Flugzeugs stehen. Man muss das nicht verstehen.

Die ehemalige Pilotenkabine, auch hier wurde so gut wie alles ausgeschlachtet

Die ehemalige Pilotenkabine, auch hier wurde so gut wie alles ausgeschlachtet

 

Der Verfall des Flugzeugs

Im Inneren des Flugzeugs wurde im Laufe der Jahre inzwischen kräftig gewütet. Anscheinend wurde alles, was nicht niet – und nagelfest gewesen ist, demontiert im Laufe der Jahre.

Es wurden Bollywoodfilme um das Wrack gedreht, es wurde mit Benzin angezündet, mit Hämmern malträtiert, es wurden Löcher als Tritthilfe rein geschlitzt, es wurde mit Pistolen darauf geschossen und es wurde mit Graffiti vollgesprüht.

Es kursieren Gerüchte, dass das Heck in den 1980ern bereits demontiert wurde, um ein anderes DC-3 Wrack in der Nähe von Hoffell zu komplettieren und daraus ein Wohnhaus zu machen. Ob es stimmt? Ich weiß es, habe lange dafür recherchiert und es letzten Endes tatsächlich auch herausgefunden. Sagen werde ich dazu aber nichts. Jeder, der sich dafür interessiert, kann es – genau wie ich auch – mit ein wenig Ehrgeiz via Google in Erfahrung bringen.

Im Flugzeug selbst gibt es eigentlich nicht mehr wirklich viel zu sehen

Im Flugzeug selbst gibt es eigentlich nicht mehr wirklich viel zu sehen

 

Noch ein kurzes Selfie zum Schluss, aufgenommen von einem meiner österreichischen Begleiter an diesem Tag. Danke dafür.

Eines der ganz wenigen existierenden "Ich-war-hier" Fotos von mir

Eines der ganz wenigen existierenden „Ich-war-hier“ Fotos von mir

 

 

Die Kehrseite der Medaille

Was der Hype und die wachsenden Besucherzahlen anrichten kann, das verdeutlichen folgende Zahlen vermutlich ganz gut. Die isländischen Rettungsteams des ICE-SAR haben landesweit für das Jahr 2015 ganze 127 Einsätze verzeichnet. Der ICE-SAR der Gegend um Vík í Mýrdal hingegen, musste allerdings alleine schon in einem Jahr die 350x Leute retten, die sich auf dem Weg zum Flugzeugwrack verirrt haben oder dort in der Sandurfläche sonst irgendwie in Bedrängnis gekommen sind.

Eigentlich ein Witz, da man das Wrack nämlich sogar von der Ringstraße aus sehen kann, wenn man von Vik kommt und weiß, wohin man ungefähr gucken muss. In der dunklen Sandurffläche ist es nämlich der einzig größere helle Punkt. Zudem reflektiert der Stahl ziemlich, falls die Sonne scheinen sollte.

Die Zahl dürfte heute, Stand 09/2019, nachgelassen haben. Seitdem es den breiten Trail vom Parkplatz an der Ringstaße direkt geradeaus zum Flugzeug gibt, sollte kein Verlaufen mehr möglich sein. Dafür hat vermutlich exponentiell die Zahl der Einsätze am Reynisfjara Strand zugenommen. Dort landen fast täglich Touristen im Wasser inzwischen, weil sie sich der Gefahr der Wellen nicht bewusst sind.


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Zeitaufwand für das Flugzeugwrack

Unser Rückweg damals zum Auto hat ungefähr 40 Minuten gedauert. Das war, lange bevor der neue „Wanderweg“ angelegt wurde, welcher Schnurgerade durch die Sandurfläche führt. Heutzutage dürfte das also nicht wirklich länger dauern, da damals noch eine leichte Kurve gelaufen werden musste, um der kleinen Jeep-Piste zu folgen. Direkt durch die Sandurfläche zu laufen war damals schon nicht optimal, da man immer Knöcheltief einsackt und die Lauferei somit nach kurzer Zeit schon sehr ermüdet.

Der eigentliche Zeitaufwand am Wrack lässt sich schwer einschätzen und ist natürlich immer individuell für jeden unterschiedlich. Um es in halbwegs brauchbaren Zahlen auszudrücken. Die Laufzeit für die INSGESAMT rund 6.5 km zum Wrack hin und zurück würde ich mal mit circa 90 Minuten einkalkulieren. Das ist in meinen Augen aber schon recht großzügig gerechnet.

Alles Wissenswerte zur Geschichte des Flugzeugwracks findet Ihr ausführlich hier auf dieser Seite.

Das Wrack zu einer Zeit, wo es noch nicht mit Graffittis vollgesprüht war

Das Wrack zu einer Zeit, wo es noch nicht mit Graffittis voll gesprüht war

 

 

Fazit – Lohnt sich der Besuch beim Flugzeugwrack?

Also ganz ehrlich, bei meinem Besuch im Jahre 2014 war der Abstecher dorthin noch durchaus lohnenswert. Kaum jemand kannte die exakte Lage vom Flugzeugwrack und pro Tag sind vielleicht eine Handvoll Leute dort hingewandert. Es hatte ein bisschen was von einem kleinen Abenteuer, wenn man sich auf den Weg gemacht hat.

Und heute? Heutzutage gleicht der Ort fast schon einer Art Disneyland. Jeder will unbedingt hin, aber ich glaube, niemand weiß eigentlich ganz genau, wieso überhaupt !?

Das Wrack war halt Teil eines Justin Bieber Videos. NA UND ?? Wen zur Hölle interessiert das? Island hat so viel mehr zu bieten, verbringt Eure Zeit lieber damit, die grandiose Natur dort zu entdecken, als hier 3 Stunden ein rostiges Stück Blech mitten im Nirgendwo zu besuchen.

Hier in dem Video von Marco aus dem Jahre 2011 gab es sogar noch eine zweite Anfahrt weiter östlich, wo man einen kleinen Fluss furten musste. Diese Zufahrt wurde aber relativ frühzeitig bereits gesperrt. Auch heute laufen aber immer noch einige Leute von dort aus los. Und auch so manch geführte Tour nutzen diesen Anfahrtsweg, um zum Wrack zu gelangen

 

 

Weitere Flugzeugwracks in Island

385 Flugzeuge sind zwischen 1941 und 1973 abgestürzt in Island, allesamt Maschine des US-Militärs. So gut wie alle wurden später eingeschmolzen oder veschrottet, aus einigen haben sich Isländer auch Dächer, Zäune, Pfannen oder ähnliches gebaut. Zwei weitere Flugzeugwracks kann man aber auch heute noch sehen. Wer die beiden besuchen möchte, der findet darüber in Eigenregie einiges bei Google.

 

Hnjótur

Das Museum Hnjótur in den Westfjorden Islands beherbergt eine Baugleiche Maschine wie in der Sólheimasandur. Auch etliches an anderem alten Gerät kann man dort sehen. Der Isländer Egill Ólafsson, dem früher die Farm Hnjótur gehört hat, verbrachte einen Großteil seines Lebens damit, das ganze alte und rostige Zeug hier zusammenzutragen. Irgendwann kam ihm die Idee, den Krempel auch auszustellen und aus diesen Relikten der Vergangenheit ein Museum zu machen. 1999 verstarb Edill, sein Museum hat ihn aber bis heute überdauert.

Die Douglas C-117D der russischen Army soll laut einem Einheimischen seinerzeit ein Geschenk vom Flughafen Keflavik gewesen sein. 1993 verunglückte der Flieger an der Küste Islands.

Inzwischen dokumentiert das Museum sogar die Anfänge der Luftfahrt in Island. Im Museum selber befindet sich außerdem noch ein Café sowie ein Informationszentrum.

Douglas C-117D der russischen Army bei Hnjotur

Douglas C-117D der russischen Army bei Hnjotur

 

Wer hinter dem Hangar noch ein wenig weiter sucht, der findet dort sogar noch Teile eines weiteren Flugzeugwracks. Viel ist davon zwar nicht mehr übrig, aber manch einer freut sich selbst über so etwas.

Überreste eines vierten Wracks bei Hnjotur

Überreste eines vierten Wracks bei Hnjotur

 

Þórshöfn

Bei Þórshöfn steht ebenfalls eine alte Douglas R4D-6 C-47J, die dort 1969 abgestürzt und so zerstört wurde, dass sich eine Reparatur nicht mehr gelohnt hätte. Die Tragflächen wurden ebenfalls inzwischen demontiert, ein lokaler Bauer hat den Rumpf zwischenzeitlich als Unterstand für Schafe genutzt. Das Wrack liegt auf Privatgrund, ein Besuch erfordert daher die Genehmigung des Landbesitzers.

 

 

Und jetzt Du, bist Du selber bereits beim Flugzeuwrack in der Sólheimasandur gewesen?

Falls ja, wie lange ist das her und was hältst Du von dem ganzen Hype? Hinterlasse mir doch einen kurzen Kommentar dazu, ich würde mich sehr darüber freuen.

 

 

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Flugzeugwrack Sölheimsandur Island | Pinterest Pin