Reisebericht USA West 2007 [Devils Tower - Cody]

 

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10.Tag (28.Mai 2007)

Devils Tower - Cody

 

 

Der 28.Mai, es ist Memorial Day. Heute sollte wieder einer dieser nervigen Fahrtage werden, es geht nämlich quer durch Wyoming nach Cody. Etwas gutes hatte das Ganze allerdings: Fahren ist eine gute Möglichkeit vor dem Feiertagstrubel zu flüchten.

Erstes Ziel heute ist Mateo Tepee, besser bekannt als Devils Tower. Mateo Tepee nannten ihn damals nur die Kiowa Indianer, die hier gelebt haben. Von Rapid City aus kann man circa 2 Stunden Anfahrt einkalkulieren. Manche haben diesen Felsen, der eigentlich erstarrtes Magma ist, irgendwann mal in einem Film gesehen, Steven Spielbergs' Unheimliche Begegnung der 3.Art spielt nämlich hier. Da das Gebiet ein National Monument ist (es war das erste National Monument überhaupt), gilt unser Nationalpark-Pass wieder und wir brauchen keinen Eintritt zu bezahlen.

Devils Tower Eingang

Auf der kurzen Anfahrt vom Eingangshäuschen zum Devils Tower kommt man an einer Prärie Dog Town vorbei, also Vorsicht das man hier keinen der putzigen Tiere überfährt. Die turnen hier nämlich anscheinend recht gerne sehr nah an der Strasse herum.

Am Parkplatz angekommen ist es recht leer, anscheinend ist das kein beliebtes Feiertagsziel hier !? Ziemlich allein machen wir uns also gegen halb 9h morgens auf und wandern den 1.3 Meilen langen Tower-Trail, der den Tower einmal umrundet. So wirklich spannend ist das aber eigentlich nicht wenn ich ehrlich bin, das Teil sieht von weitem irgendwie beeindruckender aus als wenn man in der Nähe ist!

Devils Tower Anfahrt

Devils Tower aus der Nähe
Auf dem Devils Tower Loop

Deshalb kann ich auch eigentlich nicht viel dazu erzählen, irgendwelche Freeclimber - die ja hier sehr häufig zu sehen sein sollen - haben wir übrigens nicht entdecken können ... erst auf dem Rückweg zum Auto kam uns eine Gruppe entgegen, die voll ausgerüstet war mit Kletterutensilien. Für die heute hier noch lebenden Indianer ist es übrigens eine Schande den Berg zu besteigen, da dieser für sie heilig ist.

Alternativ zum Tower-Trail gibt es noch den 3 Meilen langen Red Beds Trail, den 0.6 Meilen langen South Side Trail den 1.5 Meilen langen Joyner Ridge Trail und den 0.6 Meilen langen Valley View Trail. Der Tower-Trail führt einen von allen am nächsten an den Berg heran.

Nachdem wir auf jeden Fall genügend Blicke in den Tower gebohrt haben verlassen wir diesen Ort wieder, am General Store kauf ich aber kurz noch das obligatorische T-Shirt ... inzwischen habe ich ja eine recht große Sammlung davon, das ist MEINE Art der Reiseandenken. Wenn ich wieder Zuhause bin werde ich mir mal einige Fotos vornehmen und die Besten aussuchen. Und dann damit ein T-Shirt drucken lassen, vielleicht in Kombination mit einem witzigen Spruch. Das ist dann auch ein gutes Andenken und vor allem läuft damit außer mir nun wirklich niemand herum.

Ins Auto eingestiegen geht die Fahrt weiter, im Radio läuft gerade "Rock me Amadeus" von Falco - natürlich, was sollte sonst auch hier laufen? *lach* ... Die Route über die I90 via Sheridan gehört im weiteren Verlauf dann absolut zum ödesten Streckenabschnitt der gesamten Rundreise, man muss manchmal wirklich aufpassen das man am Steuer nicht einschläft. Interessant wird es eigentlich erst wieder wenn die Steigung zum Bighorn National Forest beginnt, auf dem Weg nach oben hat man oftmals eine tolle Fernsicht ...

Auf dem Weg nach Cody

Oben angekommen strecken wir mal kurz den kleine Zeh nach draussen, es liegt nämlich noch großflächig Schnee am Strassenrand ...

Bighorn National Forest

An einigen Campgrounds stehen noch unzählige Schneemobile, die Überbleibsel des letzten Winters vermutlich. Hier oben (ich glaube mich zu erinnern, das es über 3000m gewesen sind) ist das wahrscheinlich in den kalten Wintermonaten die einzige Möglichkeit der Fortbewegung könnte ich mir vorstellen.

Vorbei am Bighorn Lake und einer weiteren, endlos erscheinenden State Road, die über etliche Meilen wie an der Schnur gezogen geradeaus führt, erreichen wir schließlich leicht gerädert Cody. Unser Hotel, die Econolodge, liegt optimal um fussläufig alles zu erreichen. Rechts ist das Buffalo Bill Historical Center, links liegt die Einkaufsstrasse nur wenige Meter weiter. Wir checken ein und der erste Weg führt dann auch gleich zum Buffalo Bill Museum ...

Buffalo Bill Denkmal

T-Shirts gibt es zwar im angrenzenden Gift Shop auch, ich halte mich aber dezent zurück dieses Mal. Ist mir definitiv zu teuer, das sind ja selbst HRC-Shirts noch billig gegen!

Buffalo Bill Historical Center Eingang

Wir wandern zurück und gehen ein wenig die Strasse mit den ganzen Shops und Restaurants entlang. Der Memorial Day macht sich allerdings überall bemerkbar, es hat kaum noch etwas geöffnet. Selbst viele der Restaurants sind bereits geschlossen. Wir machen kurzen Prozess und entern einfach den Burger King am Ortseingang, der hat immer geöffnet. Dank einer Rubbelaktion auf den Verpackungen essen wir vieles umsonst und werden sogar satt. Wunder gibt es eben doch.

Abschließend fahren wir noch zum Wal Mart Supercenter, wo wir wieder geschätzte 50 Stunden rumbrowsen und 80 Tonnen Lebensmittel einkaufen.

Die Rodeo-Arena direkt nebenan bleibt heute leider - wie befürchtet - ebenfalls geschlossen ... schade, das hätten wir eigentlich ganz gerne mal gesehen. Aber irgendwann haben wir vielleicht mal Glück und sind live dabei. Ersatzweise halten wir kurz an der Old Trail Town, die aber - wie könnte anders sein - ebenfalls Ihre Pforten geschlossen hat. Wir knipsen einfach von aussen ein paar Fotos, der Eintrittspreis von 8$ wäre es uns vermutlich eh nicht wert gewesen ... dazu ist das Areal irgendwie viel zu klein finde ich.

Old Trail Town, Cody

Pünktlich zur Dämmerung fängt es dann mal wieder heftig an zu regnen, der Tag findet somit ein jähes Ende - wie verziehen uns aufs Zimmer. Morgen geht es dann endlich auf in den Yellowstone National Park, da freuen wir uns beide eigentlich am allermeisten drauf. Hoffentlich spielt das Wetter mit ...

Nacht Cody ...

 

Gefahrene Meilen: 431
 

Getankt: in Rapid City für 16,13 $ (4,803 Gallonen für 3,35/Gal.) bei Exxon ... Kein ZIP erforderlich

Getankt: in Buffalo für 21,15 $ (6,412 Gallonen für 3,29/Gal.) bei Shell ... Kein ZIP erforderlich

 

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